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Berlinale 2011: Auftakt

Was ist jetzt passiert?

Die Berlinale eröffnet mit einem Film, der in den USA schon kalter Kaffee ist. Die Entscheidung der Festivalleitung, auf das Sundance-Problem zu reagieren und ausgewählte Filme, die dort im Januar liefen, auch in Berlin zu zeigen, ist nachvollziehbar. Aber Wochen nach dem regulären US-Start ein Film zu Eröffnung des Wettbewerbs? Zumindest steht das im harschen Kontrast zum Premieren-Wahnsinn, den die Verantwortlichen sonst ausrufen.

Grundsätzlich sollte ein Festival doch vor allem auf die Qualität der Filme achten und darüber hinaus insbesondere solche zeigen, die vor Ort sonst schwer oder nur deutlich verspätet zu sehen sein würden. Auf True Grit trifft leider keines dieser Kriterien zu. In zwei Wochen wird sich jeder Kinogänger in Deutschland davon überzeugen können, dass die Coen-Brüder keinen Zugang zum Western-Genre gefunden haben. News 

TV5Monde mit deutschen Untertiteln

Rechtzeitig zur Berlinale hat der frankophone Fernsehsender die Empfangsmöglichkeiten für deutsche Untertitel verbessert. Inzwischen sind sie überall, wo TV5Monde ausgestrahlt wird, sichtbar. Details zu den unterschiedlichen Empfangswegen der Filme in OmU gibt es hier. Nicht selten bieten sich im Programm Entdeckungen von Filmen, die in Deutschland kaum eine Auswertung erhalten. Zum Auftakt der 61. Internationalen Berliner Filmfestspiele am heutigen Donnerstag, 10.02.2011 ist der Sender zudem Partner des Eröffnungsfilms des Panoramas Tomboy von Céline Sciamma (siehe unsere Berlinale-Empfehlungen) und sendet um 21h den Gewinner eines Silbernen Bären 1996, Raoul Ruiz' Genealogien eines Verbrechens (Généalogies d'un crime) mit Catherine Deneuve, Michel Piccoli und einem jungen Melvil Poupaud (Wiederholungen am Sonntag, 13.02.2011 um 23.46 Uhr und am Dienstag, 15.02.2011 um 18.35 Uhr). News 

Swimming Pool – Kritik

Nach seinem oberflächenpolierten Ausflug ins Musicalfach (8 Frauen, 8 femmes, 2002) driftet François Ozon wieder tief in die Seelen seiner weiblichen Figuren ab. Filmkritik 

Berlinale 2011 – Perspektive Deutsches Kino

Die Perspektive Deutsches Kino feiert zehnjähriges Jubiläum. Gratulieren kann man in diesem Fall dem mittlerweile immer stärker in die Kritik geratenden Direktor Dieter Kosslick. Eines seiner prominentesten Vorhaben, den deutschen Film auf der Berlinale präsenter zu machen, ist ihm gelungen. Special