Million Dollar Baby

Zeit für Superlative: Es gibt keinen zweiten Regisseur, der ein vergleichbar beeindruckendes Alterswerk wie Clint Eastwood vorzuweisen hat. In Zeiten von Videospiel- und Musicclip-Ästhetik, virtueller Welten, schwindellerregender Schnittfolgen und computergenerierter Special-Effects ist Eastwood zu so etwas wie einem Vorzeige-Dinosaurier avanciert, der einsam, verlassen und rüstig das rostige Schild „Klassisches Hollywood-Kino“ hochhält. Seine Schauspielführung ist genauso legendär wie man es bei einem Mimen seiner Klasse erwarten kann. Seine Taten als Regisseur im Westernbereich, von Ein Fremder ohne Namen (High Plains Drifter, 1973) bis Erbarmungslos (Unforgiven, 1992) sind prägend für die Spätphase des Genres. Doch durch seine Prägung als Darsteller ebenso wenig überraschend. Das Erstaunliche an Eastwoods Werk sind vielmehr seine Frauenfiguren. Angefangen bei seinem Debut Sadistico (Play Misty for me, 1971), über Breezy (1973), bis hin zu Brücken am Fluss (The Bridges of Madison County, 1995) und eben Million Dollar Baby (2004).
Hier ist es die spät mit dem Boxen beginnende, ihrer White-Trash-Vergangenheit entfliehende Maggie Fitzgerald, gespielt von der dafür mit ihrem zweiten Oscar entlohnte Hilary Swank, der Eastwoods Aufmerksamkeit gilt. Als Regisseur und als Darsteller, denn er verkörpert auch Maggies Coach Frankie Dunn. Was sich zwischen den beiden ungleichen Figuren vor der Kamera entwickelt, gehört zu den Sternstunden der Filmgeschichte. (sk)

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