Walhalla Rising
Auf in den Nebel! Walhalla Rising wagt einen Trip ins Ungewisse ohne Netz und doppelten Boden.
Eine Welt vor der Geschichte. Männer, die sich gegenseitig den Schädel einschlagen. Lange und ausgiebig. Damit beginnt der Film. Ein Mann (Mads Mikkelsen) ist an einen Stock angebunden, der andere nicht. Nur einer überlebt. Der Überlebende kommt dann in den Holzkäfig, bis zur nächsten Schlacht. Mehr als Stock und Holzkäfig ist nicht in der Welt. Holz und bärtige Männer gegen die Natur - wilde Berglandschaften im Gegenschnitt - und gegen einander. Worte fallen kaum einmal. Großaufnahmen von Gesichtern gibt es trotzdem viele.
Soweit, so martialischer Wikingerfilm. Noch eine Weile folgt Regisseur Nicolas Winding Refn diesem Muster und er führt erste Unterscheidungen ein in diese archaische Welt, Unterscheidungen, die auf Vergangenheit und Zukunft, auf Geschichte und Kultur verweisen, wenn auch zuerst nur vorsichtig. Der Überlebende im Käfig hat nur ein Auge. In der Nähe des Käfigs kauert oft ein blonder Junge, es gibt Verhandlungen über das Schicksal des Gefangenen. Während eines Gewaltmarschs durch die wilde, nordische, bergige, kahle Natur bricht der Einäugige aus, tötet seine Peiniger und zieht los ins Ungewisse. Der Junge folgt ihm. In eine andere Welt, eine, die die Geschichte kennengelernt hat.
Agent der Geschichte, der Kultur und ihrer sofortigen Pervertierung ist dem Film das Christentum. Der Einäugige, der auch dann nicht anfängt zu reden, wenn die anderen Figuren im Film es doch tun, und der Junge treffen als nächstes auf christianisierte Wikinger - und auf ihre Opfer, niedergemetzelte Heiden. Bei der Gelegenheit tauchen auch einmal ein paar Frauen im Bild auf - danach tun sie das nie wieder in diesem Film. Der Einäugige und der Junge schließen sich den Christen an, die sich auf den Weg machen wollen zu den Kreuzzügen, gen Palästina. Zumindest behaupten sie das. Dann geraten ihre Schiffe jedoch in einen undurchdringlichen Nebel. Und spätestens in diesem Nebel, der kein Ende nimmt und der sich bald zu etwas entwickelt, das viel bedrohlicher ist als ein bloßes Wetterphänomen, entdeckt man, dass Walhalla Rising (Valhalla Rising) alles mögliche ist, aber sicherlich kein handelsüblicher martialischer Wikingerfilm. Das Boot wird nicht in Palästina ankommen. Dafür kommen aus dem Nebel, der vielleicht der Nebel der Geschichte ist, Pfeile geflogen.
Nicolas Winding Refn hatte bislang ziemlich geradliniges Genrekino gedreht. Der erste Film stammt aus dem Jahr 1996: Pusher war ein an Tarantino geschulter, etwas tumber Gangsterfilm, in dem sich ein brutaler Kleinkrimineller durch Kopenhagen prügelt. Es ist ein weiter Weg von Pusher zu Walhalla Rising. Aber einer, der vom Genre nicht zu den Realismusparadigmen führt, die das europäische - und insbesondere das dänische - Kino dominieren, sondern ganz im Gegenteil von ihnen weg. Walhalla Rising steht zum dominanten europäischen Gegenwartskino und seinen meist etwas betulichen Authentizitätsmodellen fast noch mehr quer als Pusher. Ein Bastard aus klassischem, metaphysisch inspirierten Autorenfilm (Angelopoulos, Tarkovskij) und populärer Neo-Martialik (300, Apocalypto). Eine Spannung, die der Film nicht versteckt, sondern ausstellt. Und die in seinen besten Momenten tatsächlich auf eine ziemlich radikale geschichtsphilosophische Position zu deuten scheint.
Walhalla Rising macht Mythologie mit mythischen Bildern kaputt. Genauer gesagt: Refn ruft alle Register des Mythischen auf, nur um sie gleichzeitig wieder aus ihrer Verankerung (in der Realgeschichte, in der Sorgfalt des ausstattungsintensiven Qualitätskinos) zu reißen und ins Leere laufen zu lassen. Und diese Leere kann nichts anderes sein, als die Leere, die falsch mythisierte Historiografien hinterlassen, nachdem man gründlich mit ihnen aufräumt hat. Ein Pseudo-Epos, das die Voraussetzungen des Epischen zerstört, ein subversiver Agent im kommerziellen Kino, der unter falscher Flagge schon deshalb segeln muss, weil es eine richtige Flagge nicht gibt.
Es ist nicht immer deutlich, wieviel - und welches - System hinter all dem steckt. Die konkrete Art, wie der Film tut, was er tut, also: welche Mythen er wie dekonstruiert, muss man durchaus nicht immer gutheißen. Ganz am reaktionären Avatar-Narrativ kommt auch Refn nicht vorbei. Allerdings bleibt das Andere, das nicht-Westliche (hier: nicht-bärtige), bis kurz vor Schluss eine Projektion buchstäblich ohne Inhalt.
Der unbestreitbare Wahnwitz, der diesem Film zugrunde liegt, hat sicher auch etwas damit zu tun, dass Walhalla Rising ein in mancher Hinsicht unterreflektierter Film ist, ein Film, der sich manchmal ein wenig im Register vergreift und ins tarkovskijsche Raunen abgleitet, ohne dieses Raunen in eine angemessene Form bringen zu können. Zu allererst aber ist Walhalla Rising ein beeindruckender, wagemutiger Trip ins Ungewisse, wie ihn das europäische Kino viel zu selten unternimmt.
Filmkritik von Lukas Foerster
Veröffentlicht am 05.07.2010
Kommentare zu Walhalla Rising
Wiki 14.10.2010 12:37
Interessanter Film und hochgestochene Kritik...
Recht hat sie aber bei dem dumpfen unguten Gefühl, das den Zuschauer mit vielen Fragen zurück lässt... und Dankbarkeit! In unserer heilen kleinen Welt zu leben ;)
BikerMiceFromMars 16.10.2010 13:57
Man kann es mit dem Intellektualismus auch etwas übertreiben. Ich habe nichts gegen Genrefilme oder Regisseure, die sich bewusst vom Mainstream abheben wollen, um eine interessante Geschichte zu erzählen. Die allerdings sollte es schon geben, die Geschichte. Walhalla Rising bietet in dieser Hinsicht nichts. Es gibt keine klaren Dialoge, keine nachvollziehbare Handlung - es gibt in 90 Minuten nichts anderes als grau-grüne Landschaften und kryptisches Geschwafel, unterbrochen von verzerrten Sequenzen in rotem Farbton. Minimalistisches Filmen ist schon okay, aber dann sollte man wenigstens was zu sagen haben. Walhalla Rising wirkt, als hätte ein Kameramann mit 5 seiner Freunde einen Film gedreht, ohne einen Drehbuchautor zu bemühen oder eine Idee zu haben, was er eigentlich möchte. So wirkt der ganze Film : Schöne Aufnahmen ohne Inhalt. Der Zuschauer wird mit endlosen Szenen einer "Schiffahrt" durch den Neben gequält und erfährt bis zum Schluss nicht, was das soll. Ich für meinen Teil fand Walhalla Rising einfach unerträglich. Wenn ich mich mit existentialistischen Fragen auseinandersetzen will, dann nehme ich ein Buch von Sartre zur Hand, aber bestimmt möchte ich mich nicht von einem Film wie "Walhalla Rising" langweilen lassen. Ich denke, dass ein Film, egal welchem Genre er angehören mag, doch wenigstens die Anforderung erfüllen sollte, ein bisschen zu unterhalten. Das tut Walhalla Rising nicht. Das sedieren der vorderen Hirnlappen ist meines Erachtens nach kein Kriterium für einen guten Film und das Zeigen einiger plakativ-sinnloser Gewaltsequenzen ersetzt auch keine nichtexistenten Dialoge. Allerdings kann man dem Regisseur zugestehen, einen Film gemacht zu haben, der sogar Wikinger zu Tode langweilen könnte. Glückwunsch.
Fazit: Ein Film, an dem nur hartgesottene Fans von Performance-Theater Freude haben werden. Oder, etwas deutlicher : So einen dämlichen Scheiß hab ich ja noch nie gesehen.
S. Lombardi 16.10.2010 21:21
Na wenn so ein Kommentar hier zugelassen wir wie der von BikerMiceFromMars...warum dann nicht meiner???
Ich versuch es trotzdem nochmal.
Hier mein Kommentar den ich vor 3 Tagen geschrieben habe....
Nette Kritik die da der Herr Lukas Foerster geschrieben hat.So nett möchte ich das garnicht Formuliern.
Wallhalla Rising..ist mit Abstand der größte,beindruckenste und herrlichste(verzeiht mir diesen Ausdruck)
Scheißdreck den die Filmwelt nicht braucht.Die Geschmäcker sind verschieden und das ist auch gut so.Ich weiß nicht was der Regiseur sich dabei gedacht hat,als er diesen Film gedreht hat,ich bezweiffle allerdings das er wärend der Dreharbeiten in irgendeiner Weise nüchtern gewesen sein muss,im schlimmsten Fall war er auf LSD incl. seiner Schauspieler was für mich dann wieder einen Sinn bekommt.
Ich finde im gegensatz zu Ihnen Herr Foerster das Walhalla kein wagemutiger Tripp ist der viel zu selten in die Filmwelt unternommen wird,sondern eine unverschämte Beleidigung an alles was bisher unter Künstlerischer Flagge auf der Leinwand gelaufen ist und meiner Meinung auf dem Index wegen Publikumsverblödung landen sollte.
Ich würde mich nicht wundern wenn s dafür die Goldene Himbeere im rundumpaket gibt,aber selbst dieser Preis wäre noch zu hoch angesetzt..für..für...für...mir fehlen die Worte.
Turbine 17.10.2010 21:34
Unglaublich warum unsere Videothek diesen Film in 2 ganzen Reihen anbietet - und man dadurch das Gefühl bekommt: mensch, der muß gut sein. Habe schon lange nicht mehr so einen Schwachsinn gesehen. Die Handlung wurde bereits ausführlich beschrieben, sodass ich hier nicht noch groß zum Inhalt beitragen muß. Von meinem Mann soll ich den Schlußsatz hinzufügen: schade dass unsere Videothek heute schon zu hat, so müssen wir für diesen Blödsinn auch noch 2 Tage bezahlen...
dewofo 18.10.2010 07:41
Nachdem ich so garnicht kapiert hatte, was ich da angeschaut habe, dachte ich mir, ich schau mal bei den Kritiken rein. Vielleicht gibts da eine Erklärung. Aber wie ich sehe, sind alle genauso schlau wie ich ;-)
Allgemeines Beileid für verplemperte Zeit....
KatoliK 18.10.2010 13:37
ich glaube das einauge bezieht sich auf den Freimaurergott Dajjal
Hui 19.10.2010 02:42
@KatoliK: Oder auf Wodan bzw. Odin. Dieser ist Herr der Schlacht und hat nur ein Auge, weiter könnte dafür der allgemeine Kontext des Films sprechen und das "Einauge" nicht selbst spricht.
Zu meiner Meinung zum Film:
Ich weiß nicht, was so gegen den Film gewettert wird. Für mich hat er eine
Botschaft, vielleicht empfinde auch ich es nur so, aber ich finde der Film bietet zum einen eine unglaubliche Kritik am Christentum des MA und zeigt allgemein auch Kritik am Menschen selbst auf. Das der Film einen solch ungewöhnlichen Weg geht das zu zeigen, ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber durchaus mal interessant und mehr als nur ein flüchtiges Gucken und Vergessen wert. Es ist vielleicht einfach ein typischer Film, den man mit anderen Leuten diskutieren muss.
Uwe 23.10.2010 22:37
Warum schaut ihr euch nicht den bonus teil an? Da erklären Mads und Winding den Film und die Ideen,die dahinter stehen!
"Scheißdreck" ist "Sex in the City" und ähnlicher Kram, aber dieser Film ist es sicher nicht - er erinnert mich an "Dead Man" von J.Jarmusch, ebenso bildgewaltig und geheimnisvoll in den Dialogen.
Natürlich ist das Ende für jeden enttäuschend, der möchte daß die helden siegen oder für alles eine Erklärung braucht.Für diese Leute sind "Bruce Willis" Filme gemacht, da können sie sich nachher auf die Schulter klopfen, und sich toll finden...
Übrigens spielt Mikkelsen wieder mal grandios!!!!
Mojorisin 24.10.2010 19:47
Hallo zusammen,
ich denke der Film darf nicht so ernst genommen werden wie er daherkommt.
Einen (realistischen?) Film über diese Zeit zu machen wäre eine große Herausforderung und bräuchte schon eine andere Bugetdimension wie dieser.
Also beschränkt man sich auf Schottland,
einen Odin- Galdiator, Kreuzüge?? und eine Boot Expedition nach Amerika.
Also, alles drin was der Cineast wünscht, aber leider nichts vondem richtig umgesetzt.
Meines Erachtens nach eine Folge von
Geld- Autoren und Recherchemangel.
Fazit:Besser einen, wenn auch kleinen Aspekt, richtig dargestellt, als dieses
diffuse und wirre Werk.
Mara 24.10.2010 20:23
Es heißt "Sex And The City".
Ich finde man sollte sich nicht hier gegenseitig runtermachen sondern seine Meinung zum Film sagen.
kingscrown 25.10.2010 13:22
tjaa wer über den film schimpft sollte bei den großen Blockbustern bleiben da wird einem eine schöne stringente geschichte geboten und mann muss auch nicht sein hirn bemühen^^
Der Film ist anders lebt durch seine Bildersprache und zeigt nichts weiter als die apokalypse^^ wenn man das so sagen darf
Mikelsen als einäugiger Krieger ist eine wohl eindeutige anspielung an Odin den Hernn der Götter der in der Apokylypse an vorderster Front marschiert wenn (laut wikingermythologie) Valhalla sich erhebt --> hmmm Valhalla rising fällt einem da was auf?^^
Auch das Mikelsen ständig von Visionen gequält wird die sich dann bewarheiten macht das ganze sicher nicht einfacher zu verstehen^^ auch wenn man dann doch schnell draußen hat das die rotgezeichneten Sequenzen seine Visionen sind die sich dann schnell bewahrheiten^^
Der Film lebt durch seine Bilder und durch die Martialische Bildsprache übt Kritik am Christentum und Religion an sich und zeigt in letzer Konsequenz wie die Apokalypse für Vinding aussehen könnte
Ein magischer meditativer Trip in die Hölle gewalttätig brutal und sicher nicht leicht zu verdauen
Wer aber sich auf die Bilder einlässt kommt nicht darüber hinweg Vinding respekt zu zollen für einen der ungewöhnlichsten aber gerade deshalb so genialen film, der sich der Meditation über Krieg Gewalt und Religion an sich und das Christentum im besonderen verschrieben hat. Wer imstande ist sich darauf einzulassen wird wie ich im meditativen bilderausch versinken und dem Film seinen verdienten Respekt zollen.
Fazit: Ein abenteuerlicher ungewöhnlicher Trip in das tiefste Herz der Hölle umgesetzt in gewaltigen Meditativen Bildern
Kein 0815 Mainstream Film und sicher für viele nicht verständlich doch wenn man sich darauf einlässt kann man sich der Faszination nicht entziehen.
Roderich 25.10.2010 19:33
Meine Meinung zu diesem Film ist zwiespältig: Einerseits hatte ich mir einen in welcher Form auch immer epischen Wikingerfilm vielleicht im Herr-der-Ringe-Stil gewünscht, wenn das denn überhaupt geht. Andererseits birgt der Film für mich Aspekte, die vielleicht interpretiert werden wollen (die Einäugigkeit, die übermenschliche Kraft, die Religionen). Genau hier liegt dann auch der gewisse Reiz. Sicherlich ist die große Aufmachung des Films in den Medien nicht so ganz passend... aber das denke ich von dem alltäglichen Fernsehprogramm auch (DSDS, Topmodel u.ä.).
In jedem Fall schön, dass es hier zu einer Diskussion gekommen ist.
Joe 25.10.2010 21:29
Hab mir den Film gerade angesehen und muss sagen das ich zuerst auch dachte nach so ner halben Stunde mhh jetzt kommt hoff ich ne Erklärung zu dem ganzen aber kam ja dann nicht was ich garnicht so schlecht fand ,weil ich dann selber was reininterpretiert hab. Danach hab ich den bonus angeschaut und das hat mich dann einwenig überrascht. Also ich kann an kingscrown nur sagen hat nix mit Odin zu tun auch wenn er das erwähnt hatte und sagte dieser bezug sei durchaus nachzuvollziehen aber nicht gewollt. es ging um eine idee die der regisseur mit 17 hatte. darum das amerika schon vor columbus entdeckt worden iss und wie dies ausgesehen hat. dann hat er über die jahre daran rumm gebaut und auch Mikelsens ideen sind mit eingeflossen. Aber iss zu viel um das hier zu schreiben schauts euch einfach an. Im Großen und GAnzen mal was anderes wenn für mich auch etwas zu viel des Guten in sachen Bilder sagen mehr als 1000 Worte . der schauspieler spielt das aufjedenfall hammer und ich kann Uwe nur zustimmen atemberaubende momentaufnahmen.
hans-waltraudt 01.11.2010 02:27
ich mag ja solche historisch angehauchten filmchen. besonders robin hood und kingdom of heaven. da kann der held sich so richtig an den bösen jungs auslassen, den armen helfen und bekommt auserdem noch eine holde maid. super! bei dieser version die vergangenheit zu erwecken gab es das leider alles nicht. dafür war er schön "dänisch", -womit ich sagen möchte: anregend, schwer, und man hat noch ne weile was. der eine liest halt bild, der andere buch, der eine trinkt alkopops der andere einen grand cru.
FrozT 03.11.2010 21:06
Die erste Zeit hielt mich der Film gefangen, weil er eine gewisse Zurückhaltung an den Tag legte und somit meine Neugierde weckte. So konnte ich nun auch nicht umhin, mir den Rest dieses Filmes anzusehen. Wie viele andere hier bin ich auch sehr an unser Block-Buster-Kino gewöhnt und hatte anfangs noch gehofft, etwas Klarheit zu erhalten. Leider wurde ich in dieser Hinsicht - wie einige mehr - enttäuscht. Aber dennoch, ich muss sagen, dass der Film bis zuletzt nicht enttäuscht hat. Er hat auch nicht begeistert. Er hat sein Programm vom Anfang, was meine Neugierde weckte beibehalten. Hätte der Regisseur dies noch vier Stunden weiter betrieben, hätte ich mir die auch noch angesehen. ;-)
Ansonsten muss ich vielen Aussagen hier auch zustimmen. Der Film ist mit Sicherheit nicht der Samstag-Abend Film für die ganze Familie. Abgesehen, von den brutalen Szenen bietet der Film doch eher etwas für Leute, die sich mit dem Urteil bis zum Schluss zurückhalten und selbst dann noch einmal alles Revue passieren lassen.
Alleine die Tatsache, dass das Motiv für viele Taten einfach ungeklärt im Raum bleibt, sorgt doch schon dafür, dass man seine Gehirnregionen aktivieren muss. Warum wird der Kerl gefangen gehalten? Warum schließt er sich ausgerechnet Christianisierten Wikingern an? Alles führt in einzig zu der felsigen Ebene, von der er Visionen hatte und lässt sich dort erschlagen. Der Vergleich mit Odin wirkt hier recht treffend, wenngleich ich mich fragen muss (und hier kommt wieder die Suche nach dem Motiv) was bezweckt das Ganze?
Sei es drum. Wie bereits hier mehrfach erwähnt, gefällt der Film sicher vielen nicht und wird mit Sicherheit auch keine Oskars abräumen und dennoch finde ich ihn äußerst sehenswert.
Matthias 04.11.2010 12:19
Ich fand den Film sehr gut, ich erkenne als Linie oder Interpretation des Filmes folgendes
Der Satz "Am Anfang gab es nur den Menschen und die Natur" ist für mich in diesem Film Programm. Die sehr spärlichen Dialoge unterstreichen imo die Übermächtigkeit der Natur, die Stille und damit die Unergründlichkeit der Natur kommt sozusagen hier mehr zu Wort als die Menschen. Man merkt die unglaublich dünne Besiedelung der Welt damals, die Verlorenheit der damaligen Menschen in dieser riesig wirkenden Natur, auch in den spärlichen Dialogen, die von einer zutiefst primitiven, christlich-archaischen magischen Prägung sind, unterstreichen umsomehr, dass diese Menschen auch in Sachen Rationalität der Unergründlichkeit und Sinnlosigkeit der Natur fast nichts entgegenzusetzen hatten. Man spürt außerdem permanent die Kälte, wenn man diesen immer scheinbar zu leicht bekleideten Akteuren zuschaut, fröstelt einen permanent. Auch ein Kennzeichen für mich für die Übermächtigkeit der Natur. Auch die Visionen des Protagonisten scheinen in keinster Weise von rationalem oder planvollem Denken geprägt. Man fühlt sich fast schon wie in eine Urzeit zurückversetzt, als es noch gar keine Menschen gab, da diese Menschen damals in ihrem primitiven Denken noch sehr wenig mit heutigen zu tun hatten, sie wirken fast so wenig nachvollziehbar wie Tiere.
Das alles wird unterstrichen von wunderschönen Landschaftsaufnahmen.
Die Athmosphäre in diesem Film steht für mich hierbei auch ganz klar im Vordergrund, keine stringente Handlung. Vielleicht unterstreicht auch gerade das Fehlen solch einer Handlung die (von mir gedeutete) Botschaft des Films.
Mich hat der Film sehr beeindruckt, ich finde ihn auf jeden Fall sehenswert.
Filmkritiker 04.11.2010 18:46
Ist das der Flop des Jahrhundert´s gewesen der Film hier oder. Schon lange nicht son Mist gesehen. Manche Internet Seiten haben den "Film" 6/10 Punkten gegeben was ich bis jetzt immer noch nicht Nachvollziehen kann. Für mich hat der niecht einen Punkt in irgend einer einzigen Kategorie verdient. Langweilliger Sinnloser Schrott.
Ve 06.11.2010 13:08
Möchte mich den "pro"-walhalla rising-schreibern anschließen. bildgewaltig (die tiefe in die grautöne hat unser fernsehr leider garnicht hinbekommen), einfach anders weil minimalistisch aber mit leiser tiefe ein einfach ganz anderer film als die meisten. genau wie uwe musste ich danach an "dead man" denken, der jedoch deutlich melanchonischer war. auch mir ging es so, dass erst das ansehen des bonus-materials etwas hintergrund in mache fragen brachte. da hätte ruhig ein wenig mehr info sein können. gerade im beginn für ne 16er-version nicht ohne, die pizza hab ich nach dem "saftigen nackenbissgeräusch" erstmal kurz weggelegt, aber war o.k. rundum ein wirklich lohnenswerter film für alle die es "anders" mögen.
Mike Carpenter 15.11.2010 08:19
Die einen mögen Chicken nuggets aus dem Ofen, die anderen kochen Stunden lang, um sich dann nicht nur zu ernähren, sondern um zu zu geniessen. Wer nicht geniessen kann, hat bei diesem Film keine Chance. Jede Einstellung könnte ich mir auf Postergrösse ausdrucken lassen und an die Wand hängen, der Soundtrack ist bester Dark Ambient. Wer noch keine Berührung mit dieser Welt hatte, kann sich auf youtube zum Beispiel mal "Raison d'Etre" anhören. Dieser Film ist für mich ein Traum - und genau so muss ich ihn erleben: mich darin versenken und mit Bildern und Klängen treiben lassen.
Chris 15.11.2010 19:59
Das Einzig schöne an diesem Film sind die Landschaftsaufnahmen aber die Handlung. Ja welche Handlung. Ich schau lieber einer Scheibe Brot beim Schimmeln zu als nochmal den Film
Clyde 16.11.2010 03:50
Ich glaube, dass der Film als Ganzes betrachtet eine Seite des Lebens zeigt die man nicht umbedingt gerne zu sehen bekommt, er ist an einigen Stellen unnötig grausam, durchgehend farblos und unbegründet so kann das leben auch sein.
Bemerkenswert ist das hier der Zuschauer nicht "privilegiert" behandelt wird, im Gegensatz zu fast allen anderen Filmen weiss man bis zum Schluss sogar noch weniger als die Hauptfigur selbst.
Sehr interessant ist hier finde ich auch das durch die einseitige Perspektive auf das Geschehen eine sehr Individuelle Sicht entsteht, es wird von der Hölle gesprochen und wie alles andere ist das eine sehr subjektive Sicht der Dinge. Klar für die Figuren wirkt es so (die scheinbar grundlos gewalttätigen Indianer einmal weggelassen, in den ersten Stunden nach betreten des Landes weiß man ja auch noch nichts von ihnen und nicht alle Indianerstämme, sie hätten ja auch auf andere treffen können, waren von dieser Sorte) ist was diese Leute da zu sehen bekommen eine Paradis, eine Augenweide und ein Traum für unterbezahlte Büroangestellte in Großstädten die sich nach Natur sehnen, also Himmel und nicht Hölle. Hierbei ist auch interessant zu vermerken, dass der Anführer der Wikinger dieses Land dazu machen will, zu seinem Himmel, seinem Jerusalem. Man sollte sich klarmachen, dass in erster Linie die Charaktere selbst die sogenannte "Hölle" eben dazu gemacht, einer Hölle. Wären sie an Land gegangen mit dem Gefühl einen wunderschönen Ort zu betreten und hätten demzufolge das Vorgefundene mit Respekt und Ehrfurcht vor seiner Schönheit (die der Ort genauso besitzt die im Film gezeigte Seite)behandelt, anstatt zu versuchen sie in ihre fanatischen Kreuzzug-pläne einzubauen, ist anzunehmen, dass sie nicht so unbedacht die Gedenkstätte der Indianer geschändet hätten und dann vermutlich noch am Leben wären, vielleicht sogar ein paar Jahre später, überwältigt von ihrem Glück, mit einer Schönen Indianerin im Arm. Meiner Meinung nach ist es nicht gut seine Umgebung in den Rahmen der eigenen Vorstellungen zu zwängen, denn es funktioniert nicht die Welt ist nämlich viel zu groß und komplex als das man sie von einem einzigen Standpunkt aus ganz "sehen" und dann so mit ihr umgehen könnte.
Die Welt um einen herum mal mit den Augen eines anderen zu betrachten ermöglicht einem ansonsten grau wirkende Dinge in allen Farben leuchten zu sehen.
tom 18.11.2010 12:09
dieser film ist ein plädoyer für eine tolerante ,multikulturelle gesellschaft.die letzten 6 zeilen von clyde haben dies wunderbar in worte gefasst.
Greg W. 28.11.2010 15:56
Ich schliesse mich auch den pro-Walhalla Rising-Schreibern an.
Ich finde es gut, dass es kein Happy End gibt wie bei dem anderen Hollywood-Mist.
Man schaut sich den Film an und erwartet, bis zum Ende, irgendwas.
So ist das Hirn schon trainiert.
Der Gute gewinnt immer.
Egal wie tief er in der Sch.... sitzt.
Sehe "RAMBO 1-3" oder "Strib Langsam 7" usw. usf.
Ich hab mir auch gewünscht, dass Einauge die "Schlamm-Menschen" alle mal mit seiner Axt bearbeitet. Aber dann wäre es wie jeder andere "Schinken" wo man sich am Ende des Films denkt. "Ja, ganz netter Film. Hab es irgendwie kommen sehen".
Dieser Film regt andere Hirnregionen an zuarbeiten.
Das heisst es ist nicht ein Film wo man sich zurück lehnt und einfach alles aufsaugt was man sieht. Bis man irgendwann einschläft.
Hier muss man mitdenken.
Dieser Film ist nicht für Jedermann.
Die Natur im Film ist beeindruckend.
Ich kaufe es mir auf BLUE RAY.
@ Mike Carpenter
Ich hätte mir auch die Wände mit den Bildern tapeziert.
Oneeye 03.12.2010 00:08
Die Kommentare derer, die den Film als "Scheißdreck" empfanden, geben eine sehr treffende Beschreibung der Personengruppe ab, für die der Film nicht geeignet ist. Wer sich 90 Minuten unterhalten lassen will, sollte etwas anderes schauen. Der Film taugt nicht als seichte Berieselung, er fordert den Geist und die Fantasie. Er ist also nicht zu empfehlen für Menschen, die sich "BikerMicefromMars" nennen, ihrem Gegenüber den Gebrauch von Drogen unterstellen um dessen Glaubwürdigkeit zu untergraben oder denken, ein Film müsse gut sein, weil in ihrer Videothek zwei Reihen davon belegt sind. All jenen sei noch gesagt, dass Handlung in dem Fall nicht mit Action gleichzusetzen ist.
Wer Spaß daran hat, sich in eine dichte und düstere Atmosphäre saugen zu lassen und Metaphern dem plump Offensichtlichen vorzieht, der wird mit diesem Film zufrieden sein.
Brieftaube 06.12.2010 21:12
In Walhalla Rising gibt es offensichtlich genauso wenig Hintergrund, wie im wirklichen Leben. Durch die gewohnten und erwarteten Messages und Hintergründe sonstiger Filme, bleibt man hier mit sich selbst alleine. Keine Illusionen sollen bleiben. Ein sinnloser Marsch durch die Welt mit einem sinnlosen Ende. Wenn das mal keine Message ist. Der Film oder der Weg des Einäugigen ist genauso eine Zeitverschwendung wie meine Stunden und Tage im Stau auf dem Weg zur Arbeit.
Skylld 14.12.2010 09:53
Für mich war dieser Film eine völlig neue Erfahrung. Keine vorgekaute Kost, sondern eine emotionale Achterbahnfahrt, die mich tief berührte und mich auch nach Tagen noch geistig beschäftigte. Es ist richtig, eine "Story" im Sinne herkömmlicher Actionfilme hat dieser Film nicht; auch wenn eine Handlung da ist, so ist sie doch eher unwichtig, denn es geht immer nur um eines, die ganz persönliche Sicht der Dinge auf die Welt und seinen eigenen Platz darin. Die sehr brutalen Szenen haben mich anfänglich angewidert, aber sie fügen sich perfekt ein in eine perfekte weil noch unberührte Natur, deren Brutalität sich eben auch auf die Menschen, die in ihr leben, übertragen. Einigen Kontra-Schreibern wünsche ich ein wenig mehr Phanasie und Verstehen, aber das ist wohl nur Wunschdenken von mir ;-). Und auch ich möchte meine Wohnung mit den Bildern aus dem Film tapezieren....
Daniel 30.12.2010 00:21
Ich mag Maads Mikkelswn als Schauspieler. In Casino Royale hat er mir sehr gut gefallen! Aber ich muss sehr lange überlegen ob mir ein schlechterer Film einfällt als dieser.
In der beschreibung der DVD steht im Jahre 1000 nach Christus ... der erste Kreuzzug wurde erst im Jahre 1095 ausgerufen... also hätten diese "Wikinger" den Weg gefunden, wären sie ziemlich blöd dagestanden.
Hat der Drehbuchautor sich Geschichtsinfos bei nem Typen am Bahnhof abgeholt??
Desweiteren sind die Wikinger erst 996 zum größtenteil zum Christentum konvertiert.
Dann zum Film an sich ->
Handlung war für mich keine zu erkennen, der Film hat interessant angefangen und wurde dann mich jeder Minute schwächer.
Auf der Insel verschwindet einer und kommt rot angemalt zurück...
dann trinken alle aus ner pulle in welcher vermutlich hochkonzentriertes LSD eingefüllt wurde und spacken erstmal total ab...
dann metzeln se sich nieder.
Am ende opfert sich einauge damit die rothäute den jungen verschonen...
der junge bleibt allein zurück und ende!
FAZIT: Drecksfilm!
Wenns geld ausgeht lieber den film sein lassen. Siehe Ong Bak 2
"THOR" 10.01.2011 20:53
Jeder hat seine eigene Meinung - also einfach mal tolerant sein. Ein Film gefällt oder gefällt nicht.
Walhalla Rising ist großer Mist, langweilig von der ersten bis zur letzten Minute. Null Handlung, null Spannung, alle 15 min mal Abschlachten. Ganz schlechte Geschichte...welche Geschichte??? Schlechter Film über Historie.Der Sinn von Religion und Geschichte läßt sich nicht in 90 min packen.Ein möchte - gern - Spektakel aus Grusel, SAW oder Hostel (etc.) Kopie weil nur das Abschlachten Sinn des Filmes ist. Nix für Melancholisten und Fan guter Filme.
Fazit: 1 von 10 Sternen..der geht an die Landschaft! Spart Euch das Geld...bei mir ist der Film raus aus dem Verleih !
Skaldik 27.01.2011 23:41
Allein schon die kontroverse Diskusion, die hier geführt wird, spricht doch schon mal für den Film.
Mir hat er auch ohne roten Faden und ohne historische Belegbarkeit sehr gefallen. Eine brachiale Geschichte mit brachialen Bildern, die wohl auf alle hier auf die ein oder andere Art gewirkt hat. Der Film ist meiner Ansicht nach typisch für Refn der auch in seinen Pusher-Verfilmungen das Ende völlig offen lässt und auf Szenen mit starker Gewalt zurückgreift, was wohl Geschmackssache ist. Ein Happy-End wäre wohl allen lieber gewesen, auch die absolute Sinnlosigkeit der Handlung mag verstörend wirkend, allerdings regt er doch zum Denken an. Es ging Refn wohl nicht um die Geschichte sondern um den Eindruck, das Gefühl das am Ende bleibt. Und da muss ich Lukas Foerster recht geben: Solche Filme, die etwas wagen und experimentieren, finden sich zu wenig im europäischen Kino.
Mein Fazit: Alles, aber sicher keine Zeitverschwendung.
Stezi 06.02.2011 16:43
ich mache es mal kurz: für mich ein gesamtkunstwerk! selbst wenn man in den vielen "schlacht"-szenen vielleicht keine sonderlich ästhetische note entdecken kann, ist diese imposante anderthalbstündige bilderflut doch eine beinahe unerträgliche stimulation archaischer gehirnstrukturen, die der betrachtung eines hieronymus bosch-gemäldes vergleichbar ist. der film produziert emotionen, visionen. er entfacht, durchschauert, regt an.hochachtung!
Vogt 05.03.2011 08:25
Hab lange nicht mehr so einen Beeindruckenden Film gesehen.
Die vielen negativen Kommentare kann man dabei als größtes Kompliment sehen.
Fast schon Existenzanalytisch und Kunst.
DDD85 08.03.2011 01:58
Der Film verstößt gegen das Völkerrecht, da es schon unter Folter zählt, ihn sehen zu müssen. Wer keinen Doktor in Psychologie hat, sollte die Finger davon lassen. Normalen Menschen bleibt der Sinn des Films verwehrt. Musste mir den Film bis zum Schluss ansehen. Freiwillig kommt mir dieser Mist nie wieder vor die Augen.
Ralf 25.03.2011 22:03
An Hai-Alarm auf Malorca kommt erleider nicht ran aber ansonsten cool. Mikelson wie immer genial.
Silke 30.05.2011 12:34
Also, ich wunder mich wirklich wieshalb so viele Leute hinter dem Film keine Handlung erkannt haben ? Mikkelsen als Einauge hat so brilliant gespielt, dass Dialoge gar nicht nötig waren, um Einauges "Wandlung" im laufe des Films zu erkennen.
Wir sehen einen Sklaven, abgestumpft, verroht durch die Gewalt die warscheinlich das einzige ist, dass er jemas in seinem Leben erfahren hat, und so handelt er denn auch.
Dieser Film handelt von dem stummen Wikinger Einauge, der sich treiben lässt, der warscheinlich auch weiss, wieviele Schandtaten er auf dem Konto hat. Wenn man genau hinsieht, merkt man, dass er erst dann entscheidet, mit auf die Segeltour zu gehen, als der alte Mann ihm erzählt, das ihm seine Sünden erlassen werden. Kleine Gesten, wie die Tatsache dass er den erschöpften Are trägt. Und im Schluss des Filmes, die einzige Gefühlsregung, die im ganzen Film an Einauge zu beobachten ist: Er berrührt Are am Arm, diese Geste sagt mehr als 1000 Worte, sie sagt so viel wie, Lass gut sein, ich bin jetzt am Ziel.
Er lässt sich töten, weil er nur so dahin kommt, wo er hinwill: Nach Valhalla. Als der Junge Are dann an der Küste steht und Einauge als schmenhafte Projektion zwischen den Wolekn auf ihn runterblickt, wird deutlich, dass er sein Ziel erreicht hat.
Wo ist das bitte nicht zu verstehen ?
Peter Falkner 09.06.2011 08:49
Hallo,
also ich habe Walhalla Rising mit ganz anderen Erwartungen geschaut. Es gibt keine Sinnvolle Handlung und der Hölhepunkt, den man am Schluß erwartet, ist eine absolute Enttäuschung!
Wer diesen Film noch nicht gesehen hat: Finger weg!
Es gibt nichts sehenswertes daran,
der Film ist plattes Zeit totschlagen.
Das was der Film als handlung vermittelt, die man nur schwer nachvollziehen kann, ist einfach viel zu wenig.
MarvinNRW 25.06.2011 01:25
Ich habe nun heute viele Kommentare gelesen und etliche kann ich nur zu stimmen! Andere verstehe ich einfach nicht. Ich habe kein Psychologie Studium oder ähnliches hinter mir. Trotzdem verstehe ich den Film und sehe klare Handlungen. Die einfachste zu verstehende Erklärung bietet Silke! Durch lesen und verstehen, sie hat recht und sehe ich das ganz genau so. Die meisten sehen das Bild auf der DVD leihen sich den Film aus und Action sehen, aber genau das ist das Problem. Sobald nur etwas nachgedacht werden muss über ein Film, regen sich alle auf! Schade!
JPChristoph 26.06.2011 20:14
Lieber MarvinNRW,
das solch ein Film in der Videothek landet, ist schade, denn er gehört einfach nicht zu den Kategorien Film, die man am Freitagabend zur Unterhaltung schauen möchte. Der tiefergehende Sinn und die schlechten Studioaufnahmen sind nicht jedermanns Sache.
Zudem ist es leider eine LowBudget-Produktion, was auch wohl allen Zuschauern irgendwann klar wird.
Wenn so ein Streifen um 23.30 auf RTL läuft, stört das wahrscheinlich keinen, weil man dann ja einfach wegschalten kann. Wenn ich jedoch für so etwas extra Geld ausgebe ist es mir echt zu schade.
Man hätte das Drehbuch sehr viel besser in Szene setzen können, doch es ist fraglich, ob so etwas sich überhaupt lohnt zu verfilmen.
Das man in allem Schlechten auch etwas Gutes sehen kann, verstehe ich. Wer den Film studiert, entdeckt logische Handlungsweisen und eine (nicht unbedingt spannende) Handlung.
Doch alles in allem ist dieser Film beiweitem nicht sehenswert, vergleicht man ihn mit anderen Kino/Verleihfilmen, wie z.B. "Outlander" oder "Herr der Ringe", "Harry Potter" oder "Narnia".
Dagegen sieht solch ein Film entsetzlich schlecht aus.
Er erreicht nur ein sehr schmales Publikum und nicht die Masse.
Deshalb gebe ich diesem Film eine glatte 6.
Sorry - aber da lässt sich nichts mehr schönreden.
twingo 3001 15.07.2011 22:47
Meines Erachtens setzt der Film zu viel Wissen voraus gerade in der Geschichte und Kultur der Wikinger. Für mich persönlich war der Film sehr verwirrend und verstörend. Was mich im Nachhinein am meisten gestört hat ist, dass die Verpackung anders verspricht. Nicht das man mich falsch versteht, ich mag auch Filme wie little Voice... aber der war mir echt zu hoch und ist meiner Meinung nur etwas für Filmstudenten und Geschichtsforscher mit Richtung Wikinger. Aber wer den Film gut fand ( und warum auch nicht) sollte sich auch mal Rubber ansehen.
Zum Abschluss, Kunst liegt im Auge des Betrachters. Aber dieser Threat hat mir einige Anregungen gegeben über die ich erst mal nachdenken muss...
Peter SA 02.10.2011 22:11
Ich bin ziemlich schockiert und ernüchtert obendrein, wieweit sich doch unser Dasein schon vom Menschsein abgewandelt hat, wenn ich hier solche Abhandlungen, von wahrscheinlich selbsternannten Intellektuellen über einen grandiosen Film lese!!!
Grandois dargestellt, daß der Freiheitsdrang immer die oberste Triebfeder aller Aktionen eines Menschen darstellte, inkl. aller angeborenen Eigenschaften wie Schutz und Selbsterhalt bis hin zur Aufopferung für das junge Leben....bis die Christianisierung einsetzte...
Und die Inszenierer dieser ersten Kreuzzüge hatten damals wie heute nur ein im Sinn: MACHT.
Fazit: Für mich ein sehr gelungener Einblick in die Zeit, wo angefangen wurde, Menschen zu manipulieren.
Einauge dagegen ist sich selbst absolut treu geblieben.
Hut ab für den Regisseur und den Verleih, solchen Film zu produzieren!
Danke dafür!!!
Schmand 23.10.2011 23:41
Ganz ehrlich der Film ist Mist.
Schöne Landschaft schön und gut, keine wirkliche Handlung und alle sagen Mike hat gut gespielt... was hat der denn gespielt?
Immer der gleiche Gesichtsausdruck, mehr nicht. 2, 3 brutale Szenen machen keinen Film aus, auch hat der Film nicht wirklich was mit der wahren Geschichte zu tun... Im Jahr 1000 Christliche Wikinger-Kreuzfahrer die mit Schottischen Schwertern Anderen ihren Glauben aufdringen - nein danke, die 10€ war der Film echt nicht wert - da wäre mit ne Tafel Schokolade lieber gewesen als der Mist. Mal ehrlich, wer stellt sich auf Nachdenken ein wenn er sich einen Wikingerfilm kauft? Da erwartet man brutales Gekloppe und Plünderungen.
Für mich war der Film nichts, leider kann man DVDs nicht umtauschen.
Tom 04.01.2012 15:01
Wie ungenau manche Kommentatoren hier den Film anschauen - und damit einem eindeutig metatheoretischen Film ungerecht werden - sieht man alleine daran, dass gesagt wird, es gebe kein Happy End.
FloAlainNiko 12.02.2012 01:05
Also, hört mal zu!!! Wir wollten uns den Film gaaaanz gechillt ansehen und einer von uns glücklichen hat auch noch zehn Euro dafür bezahlt...
Als wir dann so zu beginn noch unsere pizzen aßen und die ersten brutalen Szenen gesehen haben, haben wir uns schon auf das nächste Kapitel gefreut.....ehm, was dann wohl das Ende gewesen sein muss, weil der rest einfach zu übertrieben langweilig war!
Warum bastelt Einauge nen Turm aus Stein???
oder warum wird der eine spast von den indianer angemalt....????
Hinterlassen Sie hier Ihre Meinung oder Anmerkungen zu Walhalla Rising. Kommentare werden in der Regel innerhalb eines Tages freigeschaltet.
Kommentar schreiben
Blog: Berlinale im Dialog

Verfolgen Sie das Festivalgeschehen der Berlinale auch im deutsch-französischen Berlinale-Blog des DFJW auf critic.de/berlinale-im-dialog
Film-Angaben
Titel: Walhalla Rising
Originaltitel: Valhalla Rising
Dänemark, Großbritannien 2009
Laufzeit: 90 Minuten
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
Regie: Nicolas Winding Refn
Drehbuch: Nicolas Winding Refn
Produktion: Henrik Danstrup, Bo Erhardt, Johnny Andersen
Bildgestaltung: Morten Søborg
Montage: Matthew Newman
Darsteller: Mads Mikkelsen, Jamie Sives, Gary Lewis, Ewan Stewart, Gary McCormack, Mathew Zajac, Maarten Stevenson, Andrew Flanagan
DVD-Angaben
Titel: Walhalla Rising
Vertrieb: Sunfilm
Bild: 2,35:1, 16:9
Sprache(n): Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
Spieldauer: 90 Minuten
Extras: Audiokommentar; Trailer
Verleih ab: 08.10.2010
Verkauf ab: 05.11.2010
Copyright Walhalla Rising
Fotos: © Sunfilm
BERLINALE 2012

Unser Special zur Berlinale 2012 - mit Kritiken, Empfehlungen und Trailern. www.critic.de/berlinale/
Berlinale 2012: Empfehlungen
Filmempfehlungen für Forum, Forum Expanded und Panorama der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin. weiter
Berlinale: Kritiken
Die Wand
R: Julian Pölsler
Barbara
R: Christian Petzold
Revision
R: Philip Scheffner
Caesar Must Die
R: Paolo Taviani, Vittorio Taviani
Death for Sale
R: Faouzi Bensaïdi
Aujourd'hui
R: Alain Gomis
Extrem laut und unglaublich nah
R: Stephen Daldry
Neu im Kino
09.02.2012
Die Unsichtbare
R: Christian Schwochow
Der Junge mit dem Fahrrad
R: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne
Hugo Cabret
R: Martin Scorsese
In Darkness - Eine wahre Geschichte
R: Agnieszka Holland
Black Gold
R: Jean-Jacques Annaud
02.02.2012
Moneyball
R: Bennett Miller
Die Summe meiner einzelnen Teile
R: Hans Weingartner
Underworld Awakening
R: Måns Mårlind, Björn Stein
Dame, König, As, Spion
R: Tomas Alfredson
Demnächst im Kino
Gefährten
R: Steven Spielberg
Extrem laut und unglaublich nah
R: Stephen Daldry
Don 2
R: Farhan Akhtar
Take Shelter - Ein Sturm zieht auf
R: Jeff Nichols
Shame
R: Steve McQueen
Beauty
R: Oliver Hermanus
Barbara
R: Christian Petzold
Das Turiner Pferd
R: Béla Tarr
Der Schnee am Kilimandscharo
R: Robert Guédiguian
Viva Riva
R: Djo Munga
Kaddisch für einen Freund
R: Leo Khasin
Der Preis
R: Elke Hauck
Young Adult
R: Jason Reitman
Der perfekte Ex
R: Mark Mylod
Der König von Bastøy
R: Marius Holst
Kill Me Please
R: Olias Barco
Martha Marcy May Marlene
R: Sean Durkin
Das Leben gehört uns
R: Valérie Donzelli
UFO in Her Eyes
R: Xiaolu Guo
Beloved
R: Christophe Honoré
The Yellow Sea
R: Na Hong-jin
Leb wohl, meine Königin!
R: Benoît Jacquot
Neu auf DVD
Crazy, Stupid, Love.
R: Glenn Ficarra, John Requa
Sieben Tage Sonntag
R: Niels Laupert
Boardwalk Empire Season 1
R: Timothy Van Patten, Allen Coulter ...
Aktuell im TV
Neandertal
So 12.02, 23:50 Uhr, kultur (ZDF digital)
L.A. Confidential
Nacht von Mo auf Di, 13.02-14.02., 02:00 Uhr, arte
Im Schatten
Di 14.02, 20:25 Uhr, 3Sat
Hotel Ruanda
Nacht von Di auf Mi, 14.02-15.02., 00:15 Uhr, BR
Schläfer
Mi 15.02, 20:15 Uhr, kultur (ZDF digital)
Yella
Mi 15.02, 22:25 Uhr, 3sat























42 Kommentare