Neue Filmkritiken

Der Untergang

D 2004. Regie: Oliver Hirschbiegel. Mit: Bruno Ganz, Alexandra Maria Lara
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Produzent und Drehbuchautor Bernd Eichinger sowie Regisseur Oliver Hirschbiegel haben mit großem finanziellen Aufwand die letzten zwölf Tage Hitlers im Führerbunker nachgestellt. Mit herausragenden Schauspielern ist dabei aber nur wenig mehr entstanden als eine teure Bebilderung historischer Fakten in Fernsehfilmqualität. weiter 

Sommersturm

D 2004. Regie: Marco Kreuzpaintner. Mit: Robert Stadlober, Kostja Ullmann
Start:

Ein Mädchen verliebt sich in einen Jungen, der in seinen besten Freund verliebt ist, der seine eigene Freundin sehr liebt. Sommersturm erzählt mit einem herausragenden Ensemble junger Schauspieler die Geschichte von Tobi, der sich seinem besten Freund Achim offenbart und gleichzeitig erste Glücksmomente als geouteter Schwuler erlebt. Natürlich ist der autobiographisch inspirierte Film von Marco Kreuzpaintner auch pathetisch - aber er berührt. weiter 

Anything Else

USA, F, NL, GB 2003. Regie: Woody Allen. Mit: Christina Ricci, Jason Biggs
Start:

Woody Allen hat sich in seinem neuen Film zwar eine ganz andere Rolle geschrieben als sonst, aber insgesamt scheint der Film wie seine Klassiker der späten Siebziger: vor New Yorker Kulisse analysieren witzige Dialoge zwischenmenschliche Beziehungen (diesmal die von Jason Biggs und Christina Ricci). Auf den zweiten Blick aber entpuppt sich der Film als ironischer Kommentar zu den Schriftstellerträumen eines Jungautors – und dem ganzen Film selbst! weiter 

Die Kinder des Monsieur Mathieu

F, CH 2003. Regie: Christophe Barratier. Mit: François Berléand, Gérard Jugnot
Start:

Christophe Barratiers Regiedebüt begeisterte ganz Frankreich und wurde ein sensationeller Kinoerfolg. Die musikalische Geschichte vom enthusiastisch-selbstlosen Internatslehrer und seinen singenden Knaben garantiert angenehm unbeschwerte Kinounterhaltung, geht damit aber weitgehend am kritischen Kern der Geschichte vorbei. weiter 

The Village - Das Dorf

USA 2004. Regie: M. Night Shyamalan. Mit: Joaquin Phoenix, Bryce Dallas Howard, Adrien Brody
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Noch herrscht Frieden zwischen Kreaturen und Dorfbewohnern. Doch als Lucius Hunt (Joaquin Phoenix) den furchteinflößenden Wald, Territorium der unbekannten Wesen, durchschreiten möchte, tauchen schreckenserregende Zeichen im Dorf auf. Letztlich entscheidet sich die blinde Ivy (Bryce Dallas Howard), um seinetwillen die Konfrontation zu wagen. weiter 

Silent Waters

PK, F, D 2003. Regie: Sabiha Sumar. Mit: Kirron Kher, Aamir Ali Malik
Start:

Während der Islamisierung Pakistans im Jahre 1979 schließt sich Saleem, der Sohn der verwitweten Ayesha, einer Gruppe islamistischer Fundamentalisten an. Mit Sorge verfolgt Ayesha die Veränderung ihres Sohnes. Silent Waters ist die filmisch konventionell umgesetzte Tragödie eines Einzelschicksals in den religiösen und gesellschaftlichen Wirrungen des Landes, die mutig Stellung bezieht zur aktuellen politischen Situation des indischen Subkontinents. weiter 

Keine Halben Sachen 2 – Jetzt Erst Recht

USA 2004. Regie: Howard Deutch. Mit: Bruce Willis, Matthew Perry
Start:

Im unspektakulären zweiten Teil der Actionkomödie um Bruce Willis und Michael Perry, der Fortsetzung von The Whole Nine Yards (Keine Halben Sachen, 1999), gerät der Zahnarzt „Oz“ wieder zwischen die Fronten der Schießwütigen. Diesmal muss sein Freund und Profikiller Jimmy „die Tulpe“ sich gegen einen Bekannten aus früheren Zeiten beweisen – den Boss der ungarischen Mafia. Nach und nach wird klar, dass Oz’ Frau Cynthia allerdings nicht ganz zufällig von diesem entführt wurde... weiter 

Mignonnes

F 2020. Regie: Maïmouna Doucouré. Mit: Fathia Youssouf, Médina El Aidi-Azouni

Neu auf Netflix: Twerking-Performances, Crop-Tops, Smartphone-Displays und Glitzer-Zopfgummis. Maïmouna Doucourés Debütfilm widmet sich den künstlichen, glänzenden, anziehenden Oberflächen in der Welt der heutigen Pre-Teens. weiter 

Never Let Go

USA 2024. Regie: Alexandre Aja. Mit: Halle Berry, Christin Park
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Nawalny

USA 2022. Regie: Daniel Roher. Mit: Alexei Navalny, Yulia Navalnaya
Start:

Eine Kamera mehr auf Nawalny: Daniel Roher rekonstruiert die Geschichte des russischen Oppositionellen und seiner mutmaßlich staatlich verordneten Vergiftung. Neues fördert er dabei nicht zutage, aber spannend bleibt es allemal. weiter