Kino-Empfehlungen

Brothers - Zwischen Brüdern – Kritik

DK 2004. Regie: Susanne Bier. Mit: Connie Nielsen, Ulrich Thomsen
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In Brothers gerät das Gleichgewicht zweier Brüder durch die politische Weltlage durcheinander. Der charakterstarke wird zum Monster und der Loser wird zum verantwortungsvollen Menschen. Wie sehr der Zufall unser Leben und unsere Liebe auf die Probe stellen kann, untersucht die Dänin Susanne Bier wirkungsvoll ohne vereinfachende Erklärungsschemata oder überdramatisierenden Pathos. weiter 

Machuca, mein Freund – Kritik

CHI, E, F, GB 2004. Regie: Andrés Wood. Mit: Matías Quer, Ariel Mateluna, Manuela Martelli
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Mit Machuca, mein Freund nähert sich der Regisseur Andrés Wood auf unkonventionelle Weise einem düsteren Kapitel aus Chiles Vergangenheit. Das Umfeld eines Zwölfjährigen dient dem Film als Vorlage für ein Porträt der letzten Monate der Allende-Regierung und der Zeit unmittelbar nach dem Militärputsch von 1973. weiter 

Der Preis des Überlebens – Kritik

NL 2003. Regie: Louis van Gasteren
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Der beklemmende Dokumentarfilm berichtet von den Erfahrungen der Kinder eines KZ-Überlebenden und wie tief die Traumatisierung des Vaters auch ihr Leben, das Leben der „zweiten Generation“, bestimmt hat. weiter 

Million Dollar Baby – Kritik

USA 2004. Regie: Clint Eastwood. Mit: Hilary Swank, Clint Eastwood, Morgan Freeman
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Was beginnt wie die weibliche Version eines klassischen Boxer-Emporkömmling-Films, entwickelt Altmeister Clint Eastwood zu einer in aller Brillanz und Leichtigkeit marternden, schmerzlich intensiven Variation verschiedenster Liebes-Topoi. weiter 

Willenbrock – Kritik

D 2005. Regie: Andreas Dresen. Mit: Axel Prahl, Inka Friedrich
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Auch in seiner ersten Literaturadaption bleibt sich Regisseur Andreas Dresen treu. Auf Kosten des politischen Kerns von Christoph Heins Roman Willenbrock destilliert er vor allem die zwischenmenschlichen Beziehungen der Personen heraus. Dresens Film zeigt, wie bei souveräner Handhabung von Romanmotiven ein eigenständiges Werk entstehen kann. weiter 

Die Tiefseetaucher – Kritik

USA 2004. Regie: Wes Anderson. Mit: Bill Murray, Owen Wilson, Cate Blanchett
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In der neuen Komödie von Wes Anderson (Rushmore, 1998) agiert Bill Murray als zerzauster Unterwasserfilmer, für den Jacques Cousteau Pate stand. Der Film sprüht nur so vor Ideen, doch lässt das Werk den Humor von vorangegangenen Filmen des Regisseurs vermissen. weiter 

Brüderliebe – Kritik

F 2004. Regie: Gaël Morel. Mit: Nicolas Cazalé, Stéphane Rideau, Thomas Dumerchez, Bruno Lochet, Aure Atika
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Brüderliebe erzählt die bewegende Geschichte von drei Brüdern, die zwar unter demselben Dach wohnen, aber ihre Probleme nur mit sich selbst austragen. Auf zurückhaltende Weise erzählt Regisseur Gaël Morel von der Suche junger Menschen nach dem individuellen Glück und der Schwierigkeit in einer Männerwelt Gefühle zu zeigen. weiter 

The White Diamond – Kritik

D, JP, GB 2004. Regie: Werner Herzog. Mit: Graham Dorrington
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Um den unerforschten Baumkronenbereich des Urwalds von Guyana zu überfliegen, konstruiert der Ingenieur Dr. Graham Dorrington einen eigenen Mini-Zeppelin. Werner Herzog gelingt mit The White Diamond ein sehenswerter, durch die Schönheit der Aufnahmen bestechender Dokumentarfilm über den Traum vom Fliegen. Zugleich ist er das faszinierende Seelendrama eines schuldbeladenen Menschen, wie auch der Versuch, das Magisch-Mystische der Natur zu entdecken. weiter 

L’esquive – Kritik

F 2004. Regie: Abdellatif Kechiche. Mit: Osman Elkharraz, Sara Forestier
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Wenn man 15 Jahre alt ist und verliebt, dann passiert nicht unbedingt viel, aber es wird umso mehr geredet. Der französische Regisseur Abdellatif Kechiche inszeniert in L’esquive ein heftiges Wortgewitter, das Krimo ungewollt auslöst, nur weil ihm Lydia gefällt. Nichts Besonderes, könnte man denken, aber so sprachgewaltig und eindringlich dargestellt, dass dieser Film bei der Verleihung des französischen Filmpreises gleich vier Césars gewonnen hat. weiter 

Das Haus aus Sand und Nebel – Kritik

USA 2003. Regie: Vadim Perelman. Mit: Ben Kingsley, Jennifer Connelly
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Jennifer Connelly und Ben Kingsley brillieren als ungleiche und sich doch ähnliche Besitzer des gleichen Hauses. Ihre Tragödie erzählt der existenzialistische Film in ausgewogen komponierten Bildern und sparsamen Dialogen. Bereits mehrfach ausgezeichnet (u.a. drei Oscar-Nominierungen) stellt sich mit diesem Debüt ein erstaunlicher neuer Regisseur vor: Vadim Perelman. weiter 

Constantine – Kritik

USA 2005. Regie: Francis Lawrence. Mit: Keanu Reeves, Rachel Weisz, Pruitt Taylor Vince
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Wer Engel und Dämonen sieht, hat keinen leichten Arbeitstag: John Constantine (Keanu Reeves) sorgt dafür, dass Halbwesen aus der Hölle schnell wieder dorthin zurückkehren. Nachdem er dem Hilfegesuch einer Polizistin nachgegeben hat, muss er feststellen, dass das Gleichgewicht zwischen Himmel und Erde gestört ist. Ein spannender Actionfilm, der Film-Noir- mit Comic-Ästhetik verbindet und mit gelungenen Special Effects unterhält. weiter 

Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich – Kritik

USA 2004. Regie: Jay Roach. Mit: Ben Stiller, Robert De Niro
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Taxi Driver vs Marathon Man, Raging Bull vs The Graduate. Meet the Fockers bezieht seinen Reiz aus der Konfrontation von Robert De Niro und Dustin Hoffman, doch das Duell wird nur angedeutet. Hoffman dient hier lediglich als Sidekick. Allerdings liefert er aus dieser Position bevorzugt grandiose Leistungen, wie etwa in Asphalt-Cowboy (Midnight Cowboy, 1969) an der Seite von Jon Voight oder in Papillon 1973 neben Steve McQueen. Dies bestätigt er nun erneut und bleibt somit der einzige Lichtblick in diesem mäßigen Aufguss. weiter 

Following – Kritik

GB 1998. Regie: Christopher Nolan. Mit: Jeremy Theobald, Alex Haw
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Christopher Nolans (Memento) Filmdebüt aus dem Jahr 1998 dreht sich um einen erfolglosen jungen Schriftsteller, der aus Neugierde fremden Menschen auf der Straße folgt. Als ihn eines seiner Opfer bemerkt, gerät sein Leben zunehmend aus dem Gleichgewicht. Spannender und trotz seines niedrigen Budgets technisch beeindruckender Thriller. weiter 

Sideways – Kritik

USA 2004. Regie: Alexander Payne. Mit: Paul Giamatti, Thomas Haden Church
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Wein, Weib und wenig Gesang: Alexander Payne erzählt in diesem mit zwei Golden Globes ausgezeichneten Film die Geschichte zweier Männer, die in Kalifornien nicht nur guten Wein, sondern auch noch anderes Lebenswertes suchen. Eine sehenswerte Tragikomödie, deren Regisseur gelegentlich zu wenig auf seine großartigen Schauspieler vertraut. weiter 

Saw – Kritik

USA 2004. Regie: James Wan. Mit: Cary Elwes, Leigh Whannell
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Frischer Wind weht uns im Serienkillergenre entgegen. Saw ist ein „kleiner“, „dreckiger“ Hardcore-Horrorfilm. weiter 

Final Call - Wenn er auflegt, muss sie sterben – Kritik

USA 2004. Regie: David R. Ellis. Mit: Kim Basinger, Chris Evans, Jason Statham
Start:

Eine Frau wird entführt; ihr einziger Kontakt zur Außenwelt ist ein junger Mann, der nicht weiß, wo sie sich befindet. Das Telefon ist in Final Call Dreh- und Angelpunkt einer actionreichen Geschichte, die gute Unterhaltung ohne allzu viele Überraschungen bietet. weiter 

Weit – Kritik

TR 2002. Regie: Nuri Bilge Ceylan. Mit: Muzaffer Özdemir, Mehmet Emin Toprak
Start:

Der türkische Regisseur Nuri Bilge Ceylan überzeugt in Uzak durch eine ruhige, melancholische Bildsprache. Für die tragischkomische Erzählung einer Begegnung zweier entfremdeter Cousins in der winterlich verschneiten Metropole Istanbul erhielt der Film in Cannes 2003 den „Großen Preis der Jury“. weiter 

Vera Drake – Kritik

GB 2004. Regie: Mike Leigh. Mit: Imelda Staunton, Richard Graham
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Mike Leighs neuster Film behandelt das moralische Dilemma einer Frau, die im London der 50er Jahre illegale Schwangerschaftsabbrüche vornimmt. Der Film wurde auf dem Filmfestival Venedig 2004 als bester Film ausgezeichnet. weiter