VoD: Ein Feuerwerk der Harmlosigkeit. Ryusuke Hamaguchi erzählt in Ob wir schlafen oder wachen mit demonstrativer Leichtigkeit von einer gedoppelten Romanze, doch bei all der Luftigkeit verkommt seine Liebesgeschichte bald zu einem biederen Ritual. Filmkritik
Die Nazis und ihr Sinn für Ästhetik dürfen wohl nicht fehlen in einem Opus über die Schönheit des Mordens. Lars von Trier hat mit The House That Jack Built wieder einen Schocker inszeniert und langweilt – bis zum fulminanten Finale. Filmkritik
Spike Lee nimmt das Kino schamlos in den Dienst für den Kampf gegen einen neuen Faschismus – und rettet es damit vor einer Karriere als Kunst. Filmkritik
VoD: Körperkino obsessiv, musikalisch, kurzweilig, verdammt ernst und unbedingt komisch. Gaspar Noé ersinnt eine durchsexualisierte Tanzgruppe, bei der jeder Tänzer etwas dringend will. Climax setzt darauf, dass es schiefgeht. Filmkritik
Schräge Familienaufstellung unter unsichtbarem Feuerwerk. Hirokazu Koreeda krakelt in Shoplifters mal wieder am japanischen Familienkonzept herum. So radikal wie vorher noch nie. Filmkritik
Über eine Familie, die keine ist, über einen augenzwinkernden Dissidenten im Iran und über Drogen, die ganz und gar nicht glücklich machen. Wir haben Shoplifters von Hirokazu Kore-eda, 3 Faces von Jafar Panahi und Climax von Gaspar Noé gesehen. Special
Alice Rohrwacher hat mit Glücklich wie Lazzaro einen sagenhaften Film über die Wiederkehr eines Heiligen gedreht. Filmkritik
Blutverkrustete Fratzen: In Panos Cosmatos Mandy macht sich Nicolas Cage auf einen brutalen Rachefeldzug. Der Film verzichtet dabei auf jedes Innehalten vorm Schwingen der Axt. Filmkritik
Nicolas Cage und Lazarus mischen das Festival auf. Wir diskutieren über die Auferstehung des Trash-Kinos in Panos Cosmatos' Mandy und fragen uns, was nach Alice Rohrwachers Happy as Lazzaro noch kommen kann. Special
Der iranische Regisseur Jafar Panahi darf sein Land nicht verlassen, und irgendwie hat er auch Berufsverbot. In Drei Gesichter spielt er wieder eine Hauptrolle, guckt in der Provinz durch Zäune und gefällt sich selbst. Und doch kann man ihm dafür kaum böse sein. Filmkritik