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Werner Herzog - Aguirre, der Zorn Gottes

„Ich bin kein Mann, der umkehrt“, zischt Klaus Kinski als Aguirre – und reiht sich damit ein in eine Liga von Herzogfiguren, die ihren Größenwahn charakteristischerweise bis zur Selbstaufgabe ausexerziert.

Werner Herzog: Aguirre, der Zorn Gottes

Das Amazonasumland im sechzehnten Jahrhundert: Nach einer Meuterei führt Aguirre eine Gruppe spanischer Eroberer an. Gegenstand ihrer Expedition ist die Suche nach dem Goldland Eldorado - Legende, Chimäre, Illusion. Langsam wie der Fluss des Amazonas setzt Herzog die Reise Szene nach Szene zusammen, reduziert in Aguirre, der Zorn Gottes (1972) seine Bilder auf ihr symbolisches Minimum. Merkwürdig, deplaziert sehen die Eindringlinge in der größtenteils unerschlossenen Landschaft aus, ihrem Machtstreben und Sendungsbewusstsein verleihen die mitgebrachte Kanone und übergroße Statue der Mutter Gottes emblematisch Ausdruck. Dass die Expedition ihrem Verderben entgegensteuert ist von Anfang an offenkundig, die Musik von Popol Vuh verleiht dem Unternehmen zusätzlich einen ambivalent mythischen Anklang. 

kst

Veröffentlicht am 26.11.2008

Foto: © Arte F/Werner Herzog Film, München

Sendetermine:

Nacht von Mo auf Di 22.-23.12.2008, 1.00 Uhr, Arte

Nacht von Fr auf Sa 12.-13.12.2008, 1.20 Uhr, Arte

Nacht von Mi auf Do 03.-04.12.2008, 1.15 Uhr, Arte




 



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