Framing Cannes 2024 (4)

Im vierten Teil unseres Cannes-Podcasts sprechen wir über Coralie Fargeats The Substance, Emmanuel Parvus Three Kilometres to the End of the World und Rumours von Guy Maddin, Evan Johnson und Galen Johnson.

Specials

Das chilenische Kino und Machuca: Die Gegenwart trifft die Vergangenheit

Mit Machuca, mein Freund (Machuca, 2004) ist dem chilenischen Regisseur Andrés Wood nicht nur ein emotional aufwühlendes, sondern auch angenehm unspektakuläres Drama über die Erlebnisse eines zwölfjährigen Jungen zur Zeit des Militärputsches in Chile gelungen. Selten zuvor reflektierte ein Film die gegenwärtigen Entwicklungen in der chilenischen Gesellschaft, wie es bei Woods jüngster Regiearbeit der Fall ist. Den Deutschlandstart von Machuca nahm sich critic.de zum Anlass, in Zusammenarbeit mit dem chilenischen Gastautor Victor Cubillos einen Blick auf das hierzulande kaum bekannte chilenische Kino zu werfen. weiter 

Unsere Favoriten: Wes Anderson

Mit nur sechs Spielfilmen hat sich Wes Anderson als eine der wichtigsten Kreativkräfte der weltweiten Filmkunst etabliert. Die Mischung von grell-absurder Komik und leiser Melancholie, samt quijotesquen Figuren macht seine Filme in der gegenwärtigen Komödienlandschaft und darüber hinaus unverwechselbar.
Innerhalb des amerikanischen Mainstream-Kinos versteht es der 1969 in Houston geborene Texaner auf genauso unterhaltsame wie intelligente Art, mit filmischen Formen und Konventionen zu experimentieren. Der Bezug zum Formalismus ist von Film zu Film größer geworden. Wie seine Figuren scheint sich Anderson immer mehr von der Realität abkapseln zu wollen, um in seine ganz eigenen Parallelwelten einzutauchen. Auch wenn Andersons jeweilige Filme dabei nicht immer auf einem gleich hohen künstlerischen Niveau anzusiedeln sind, zeichnet sich ein jeder unter ihnen doch durch ganz eigene Ansätze und Variationen aus, die eine gesonderte Betrachtung verdienen. weiter 

Der ganz normale Filmalltag

Berlinale 2005: Politik der unpolitischen Filme

Zwei Wochen nach der Berlinale ist die Hauptstadt definitiv zum Filmalltag zurückgekehrt. Der medial omnipräsente Filmstart von Sophie Scholl gestaltete sich verhältnismäßig positiv. Die deutsche Vergangenheitskultivierung schaffte es mit über 130.000 Besuchern am ersten Wochenende immerhin auf den vierten Platz der Zuschauergunst.
Das Phänomen des politischen Films, ein offenkundiger Angelpunkt der Berlinale 2005, sorgte auch bei uns für intensive Debatten. Mit etwas Abstand untersuchen wir die Zusammenhänge zwischen einigen der prominentesten angeblich politischen Filme des Festivals - natürlich ausgehend von eben jenem deutschen Erfolgsfilm über die zur Ikone stilisierten Sophie Scholl, denn auch über die Manipulierung der „dokumentarischen Realität“ kann nicht genug geschrieben werden. weiter 

Berlinale 2005

Neben den Veranstaltungen in Cannes und Venedig gehört die Berlinale zu Europas wichtigsten Filmfestivals. Im diesjährigen Wettbewerb streiten vom 10. bis 19. Februar 21 Filme um den Goldenen Bären. An der Seite von Altmeister André Techiné bewerben sich mit Marc Rothemund, Christian Petzold und Hannes Stöhr unter anderem auch drei jüngere deutsche Regisseure um die Trophäen. Davon abgesehen gibt es in den Kategorien Panorama, Forum, Perspektive Deutsches Kino, Kinderfilmfest, Short Films, Berlinale Special und auf dem Campus sowie dem Marktplatz etliche Filme zu entdecken. Die Retrospektive zum Thema Produktionsdesign legt einen Schwerpunkt auf das Werk des genialen Filmemachers Stanley Kubrick und lädt darüber hinaus zu einem Wiedersehen mit vielen älteren und modernen Klassikern ein. weiter