Neue Filmkritiken

Buddy

NO 2003. Regie: Morten Tyldum. Mit: Nicolai Cleve Broch, Aksel Hennie, Anders Baasmo Christiansen
Start:

Buddy ist eine amüsante Komödie um drei norwegische Freunde, die sich eine Wohnung teilen. Als sie über Nacht berühmt werden, ist die Freude erst einmal groß. Bald müssen sie sich aber auch mit den Schattenseiten des Ruhms auseinandersetzen. weiter 

Die Nacht der lebenden Loser

D 2004. Regie: Matthias Dinter. Mit: Tino Mewes, Thomas Schmieder
Start:

In Die Nacht der lebenden Loser verwandeln sich drei Freunde über Nacht in Zombies und gewinnen bei ihren Schulkameraden durch ihre neu gewonnen Kräfte plötzlich an Beliebtheit. Anstatt das Genre des Zombie-Films zu parodieren, verliert sich das Debüt von Matthias Dinter in einer Anhäufung von Fäkalhumor und öden Kiffer-Witzen. weiter 

Struggle

Ö 2003. Regie: Ruth Mader. Mit: Aleksandra Justa, Gottfried Breitfuß
Start:

Der Debütfilm der österreichischen Regisseurin Ruth Mader schildert die politisch-wirtschaftliche und die zwischenmenschliche Ausbeutung. Sie erzählt in schneidend kalten Bildern ein komplexes Drama menschlicher Existenz und entlässt den Zuschauer mit dem Paradox einer pessimistischen Hoffnung. Dem auf wichtigen Festivals ausgezeichnetem Film sind viele Zuschauer zu wünschen. weiter 

Fünf mal Zwei

F 2004. Regie: François Ozon. Mit: Valeria Bruni-Tedeschi, Stéphane Freiss
Start:

In umgekehrter Chronologie erzählt Ozon die fünf wichtigsten Momente im gemeinsamen Leben von Gilles und Marion, von der Scheidung bis zum Kennenlernen. Mit hervorragenden Darstellern und einem verblüffend einfachen Plot überzeugt der Film auch stilistisch als Zitat unterschiedlicher ästhetischer Strömungen. weiter 

The Door in the Floor - Tür der Versuchung

USA 2004. Regie: Tod Williams. Mit: Jeff Bridges, Kim Basinger, Jon Foster, Elle Fanning
Start:

The Door in the Floor ist die inzwischen fünfte Verfilmung eines John Irving Romans. Es ist die Geschichte eines Ehepaares (Jeff Bridges, Kim Basinger), das in seiner Trauer um den Verlust der Söhne gefangen ist. Als ein junger Student bei ihnen den Sommer verbringt, brechen die Wunden wieder auf. Regisseur Tod Williams verlässt sich in seinem zweiten Film zu Recht auf seine hervorragenden Darsteller, sein Film vermag dennoch nicht wirklich zu fesseln. weiter 

Sehnsüchtig

USA 2004. Regie: Paul McGuigan. Mit: Josh Hartnett, Diane Kruger, Rose Byrne
Start:

Regisseur Paul McGuigan bemüht sich in der Adaption des französischen Films L´Appartement (Lügen der Liebe, Gilles Mimouni 1996) an falscher Stelle um Eigenständigkeit und nimmt der leidenschaftlich-erotischen Vorlage jeglichen Tiefgang. Doch weder als romantische Liebesgeschichte, noch als Märchen und schon gar nicht als Thriller funktioniert sein Film mit den apathisch agierenden Darstellern Josh Hartnett und Diane Krüger. weiter 

Resist!: To Be with the Living

D, B 2004. Regie: Dirk Szuszies, Karin Kaper. Mit: Julian Beck, Judith Malina, Hanon Reznikov
Start:

Resist! ist eine beeindruckende Dokumentation über die Arbeit der freien US-amerikanischen Theatergruppe „Living Theatre“, die inzwischen seit über fünfzig Jahren besteht. Die Regisseure Dirk Szuszies und Karin Kaper begleiten sie zu Projekten in der ganzen Welt von New York bis in den Libanon, und zeichnen das Bild einer Truppe, die fest entschlossen ist, bestimmte politische und soziale Strukturen nicht einfach hinzunehmen, sondern sie mit den Menschen diskutieren und verändern will. weiter 

Agnes und seine Brüder

D 2004. Regie: Oskar Roehler. Mit: Martin Weiß, Moritz Bleibtreu, Herbert Knaup
Start:

VoD: Ganz ohne Sozialkitsch oder moralische Keule inszeniert Oskar Roehler in seinem neuesten Werk eine Kritik deutscher Befindlichkeit. Mit Spaß und Gefühl werden die Geschichten dreier Geschwister erzählt, die auf der Suche nach ihrem Lebensglück sind. Zusammen bieten sie ein tiefgründiges Gesellschaftsporträt unserer Gegenwart. weiter 

Evil

S 2003. Regie: Mikael Håfström. Mit: Andreas Wilson, Linda Zilliacus, Henrik Lundström
Start:

Evil ist eine tragische Coming-of-age Geschichte im Schweden der 50er Jahre, ein Film über Ursache und Wirkung körperlicher und seelischer Gewalt in der Familie und der Schule. Die Adaption der Autobiographie Ondskan des schwedischen Bestsellerautors Jan Guillou ist in Skandinavien der größte kommerzielle Kinoerfolg der vergangenen Jahre. Spannend, aber klischeebehaftet. weiter 

Flammend’ Herz

D, CH 2004. Regie: Andrea Schuler, Oliver Ruts. Mit: Herbert Hoffmann, Karlmann Richter, Albert Cornelissen
Start:

Die drei fast 90jährigen Protagonisten von Flammend’ Herz, dem berührenden Debütfilm von Oliver Ruts und Andrea Schuler, haben eine sehr spezielle Leidenschaft: das Tätowieren. Sie hat sie zusammengebracht und verbindet sie bis heute. Der Film lässt die Männer selbst ihre Geschichten erzählen, immer auf der Suche nach einem erfüllten, selbst bestimmten Leben. Auf der Berlinale 2004 wurde Flammend’ Herz mit dem von einer deutsch-französischen Jugendjury vergebenen Preis „Dialogue en Perspective“ ausgezeichnet. weiter