Neu auf Netflix: Die Doku Chaos – Die Manson-Morde von Errol Morris entwickelt auf Basis eines Sachbuchs alternative Theorien über die Hintergründe der Morde an Sharon Tate und ihren Freunden. Dabei wirkt der Film mitunter wie eine Satire auf gängige Verschwörungsmythen. Filmkritik
Bei seinem Gastspiel in Wien öffnete der Hofbauerkongress erneut Türen in vergessene Gebiete der Filmgeschichte. Pornofilm und Schmierenkomödie, Heimatdrama und Erotikfarce erwachten zu neuem Leben und wurden zum Futter einer umfassenden Kinolust. Special
Kleinodien der Kreativität: Seit über 20 Jahren realisieren die US-Filmemacher Matt Farley und Charles Roxburgh ihre Werke fernab aller industriellen Strukturen. Ihr Film Magic Spot ist der ideale Einstieg in dieses liebevoll handgemachte Kino. Filmkritik
Moritz Terwestens Dokumentation möchte mithilfe von Experteninterviews über das Sterben nachdenken. Allzu ergiebig ist Sterben ohne Gott, der sich darauf beschränkt, wohlbekannte Formen des Dokumentarischen zu kopieren, aber nicht Filmkritik
In seinem ersten Spielfilm seit 12 Jahren erzählt Walter Salles die Zeit der Militärdiktatur in Brasilien als Familiengeschichte. Für immer hier macht das Private zum Ort des Widerstands gegen staatliche Willkür – und bekam dafür den Oscar als Bester Internationaler Film. Filmkritik
In Ido Fluks Köln 75 geht es um Keith Jarretts legendären Jazzauftritt und die junge Konzertveranstalterin Vera Brandes, die ihn gegen alle Widerstände möglich machte. Leider tritt der Jazz aus Gründen in den Hintergrund in diesem zwar mitreißend, aber allzu gängig inszenierten Film. Filmkritik
Neu auf DVD: In ihrem Porträt einer gynäkologischen Klinik filmt Claire Simon nicht nur Behandlungen weiblicher Körper, sondern auch Ängste, und wie ihnen entgegengetreten wird. Nicht zuletzt stößt Notre Corps - unser Körper eine notwendige Alphabetisierungskampagne an. Filmkritik
Gints Zilbalodis setzt, aus der Perspektive einer jungen Katze und ohne Worte, einen Weltuntergang in Szene. Die wahren Gefahren lauern im Oscar-prämierten Animationsfilm Flow jedoch nicht in reißenden Wassermassen, sondern in der Unlesbarkeit des Anderen. Filmkritik
Im zweiten Teil seiner Banlieue-Trilogie dröselt Regisseur Ladj Ly den Klassenkampf an der Wohnfrage auf und setzt Hoffnung auf die Politisierung seiner jungen Heldin. Im Mittelpunkt von Die Unerwünschten - Les Indésirables stehen ein Gebäude und eine jahrzehntelange systematische Ausgrenzung. Filmkritik
Der Reiz der Substanzlosigkeit: Paul W.S. Andersons In the Lost Lands schöpft aus dem Fundus des Western- und Science-Fiction-Kinos und erschafft eine Gegenwelt, die sich in erster Linie aus Stimmung, Textur und Licht zusammensetzt. Filmkritik