Und da sage noch einer, dem deutschen Film ginge es nicht gut. Drei Preise für Langfilme hatte das 14. Filmfest Oldenburg zu vergeben, und alle drei wurden an deutschsprachige Produktionen verliehen. Mit dem German Independence Award, einem Publikumspreis, bei dem bisher immer internationale Produktionen das Rennen machten, wurde Underdogs von Jan Hinrik Drevs ausgezeichnet. Der Film über Gefängnisinsassen in einem ungewöhnlichen Resozialisierungsprogramm feierte seine Premiere passenderweise in der JVA Oldenburg, einer der Spielstätten des Festivals. Der German Independence Award - Bester deutscher Film, verliehen von einer fünfköpfigen Jury unter Vorsitz von Stacy Keach, ging an Heile Welt, eine deutsch-österreichische Produktion von Jakob M. Erwa. Das Langfilm-Debüt des 1981 geborenen Österreichers erzählt mehrere ineinander verschachtelte Geschichten rund um kriminelle Jugendliche und ihre Eltern - überdeutlich von Alejandro González Iñárritu inspiriert, was sich nicht nur in der Bedeutung zeigt, die ein Autounfall für die Handlung spielt. Dritter deutscher Gewinner ist Für den unbekannten Hund der Brüder Ben und Dominik Reding, die den Otto-Sprenger-Preis erhielten. Den Kurzfilmwettbewerb entschied der spanische Animationsfilm Atención al Cliente von Marcus Valin und David Alonso für sich. weiter