Kritiken und Berichte via Film-Zeit.de
Schuld, Gewissen, Erlösung sind die Themen der Filme im Wettbewerb von Cannes – neben der ältesten Story der Welt - Katja Nicodemus (ZEIT) zieht bereits eine Bilanz. weiter
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Ein Tag in Cannes reicht schon aus, um einmal mit der halben Welt in Kontakt zu treten. Filmhistoriker Ulrich Gregor (WELT) erlebte das in knapp 18 Stunden Festivalwahnsinn. weiter
Vor der Kulisse der Anden trifft Jasmin Tabatabai in Altiplano als eine von einer Irakerfahrung traumatisierte Kriegsfotografin auf Malagy Solier (La teta asustada) als peruanische Jungfrau. Der zweite Spielfilm des Belgiers Peter Brosens und der Amerikanerin Jessica Woodworth (Khadak, 2006) ist ein virtuos inszeniertes, aber zugleich sperriges und überladenes Werk über Opfer und Erlösung, dessen philosophische Dimension im Mantel einer monumentalen und kryptischen Form nur selten wirklich zur Entfaltung kommt. weiter
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Größenwahn und Kunstanspruch hat Anke Westphal (BLZ) bei den Filmfestspielen ausgemacht. Wie stets zur Mitte dieses Festivals kommt kein Film im Programm ohne spektakuläre Sexszenen daher, stellt Daniel Kothenschulte (FR) fest. weiter
Mitten in den Weiten der kurdischen Gebirge steht ein morscher, vertrockneter Baum, an dem das Militär unzählige Radios aufgehängt hat. Das Roadmovie Whisper with the Wind von Sharham Alidi ist ein kurdisches Klagelied mit surrealen Anklängen als Beitrag zur kollektiven Gedächtnisarbeit. weiter
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Unerhörte Dinge ereignen sich in Cannes, stellt Hanns-Georg Rodek (WELT) fest. Ohne skandalöse Sex-Szenen geht's ja eh nicht beim Filmfestival - aber dieses Mal kommt auch noch viel Blut dazu, entdeckt Andreas Borcholte (SPIEGEL). weiter
Auch im uruguayanischen Beitrag Bad Day to go Fishing (Mal día para pescar) von Álvaro Brechner geht es um Menschen, die verloren durchs Land und Leben irren, in einem Film, der selbst wie ein Fremdkörper im Festivalprogramm wirkt. Wenn das Motto der „Semaine“ „a breath of fresh air“ lautet, also einen Hauch Frischluft auf der Leinwand verspricht, so ist in diesem professionell aber völlig einfallslos gestalteten Debütfilm die Luft einfach nur abgestanden. weiter
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Im Wettbewerb hat Anke Westphal (BLZ) nichts Neues entdeckt, dafür in einer Nebenreihe. Wie Hanns-Georg Rodek (WELT) findet, wird Cannes in diesem Jahr romantisch; wogegen Jan Schulz-Ojala (TSP) dem Gesetz des Stärkeren nachspürt. weiter
Nassim Amaouche präsentiert in der „Semaine“ ein bescheidenes Debüt, das mit schauspielerischer Brillanz und inszenatorischer Finesse das Porträt einer Familie und eines Ortes am Rande der Gesellschaft zeichnet. Der Arbeitstitel Adieu Gary Cooper verwies ganz explizit auf das wiederkehrende Motiv des Westernstars, der hier als Held und Vaterersatz die Brücke zur (filmischen) Vergangenheit versinnbildlicht. Der Film, der zunächst als komödiantische Milieustudie auftritt, bekommt mit der Gary-Cooper-Persona eine märchenhafte Note, die die Protagonisten schließlich mit der Gegenwart versöhnen. weiter
Flämisches Niemandsland. Eine weitere Lost Persons Area wird im gleichnamigen Debütfilm der Belgierin Caroline Strubbe erforscht. Inmitten einer leblosen, industriellen Landschaft versucht eine Familie zu „funktionieren“. Eine hochsensible, körperlich greifbare Studie und einer der eindringlichsten Werke der diesjährigen „Semaine“, ausschnitthaft beobachtet, brillant fotografiert und gespielt. weiter