Neue Filmkritiken

Session 9

USA 2001. Regie: Brad Anderson. Mit: Peter Mullan, David Caruso

The Machinist ist der bislang einzige von sechs Spielfilmen des Regisseurs Brad Anderson, der in deutschen Kinos startet. Seine Filme liefen bislang auch in den USA nur in ausgewählten Kinos, wurden zwar ebenso außerhalb der amerikanischen Grenzen auf etlichen Festivals vorgestellt, schafften es aber kaum auf reguläre Kinopläne. Mit seinem vorletzten Film, Session 9 (2001) lieferte Anderson bereits einen stilsicheren Schocker, der als Wegbereiter zu The Machinist zu verstehen ist. Bei critic.de können Sie exklusiv auch die Kritik zu Session 9 lesen. weiter 

Mann unter Feuer

USA 2004. Regie: Tony Scott. Mit: Denzel Washington, Christopher Walken, Dakota Fanning
Start:

„Gott vergibt ihnen, nicht ich. Ich führe sie nur zusammen.“ Tony Scott schickt Denzel Washington in zum Teil betörenden Bildern auf die reaktionärste und faschistoideste Reise ins Jenseits, die er sich ausdenken konnte. Fast im Vorbeigehen inszeniert er dabei die Dekonstruktion des postmodernen Kinos schlechthin. weiter 

Die Bourne Verschwörung

USA 2004. Regie: Paul Greengrass. Mit: Matt Damon, Franka Potente, Brian Cox
Start:

Matt Damon jagt wieder als unehelicher Schwiegerneffe von James Bond seiner Vergangenheit und den Schurken dieser Welt hinterher. Dabei bahnt er sich diesmal schon nach der ersten Viertelstunde ohne Franka Potente seinen Weg. Die kaum von Handlung unterbrochene Jagd des Solisten, vor allem durch Berlin und Moskau, geriert ob handwerklicher Mängel der Filmemacher schnell zur Persiflage von Die schönsten Bahnstrecken. weiter 

Status Yo!

D, CH 2004. Regie: Till Hastreiter. Mit: DJ Quest, Sera, Yesim
Start:

In seinem Kinodebüt, einem musikalischen Episodenfilm, begibt sich Till Hastreiter 24 Stunden in die Berliner HipHop Szene und vermittelt einen authentischen und undistanzierten Einblick in das Lebensgefühl einer der wichtigsten gegenwärtigen Jugendkulturen. weiter 

Der Manchurian Kandidat

USA 2004. Regie: Jonathan Demme. Mit: Liev Schreiber, Meryl Streep
Start:

Golfkriegsveteran Bennett Marco (Denzel Washington) plagen Alpträume, die ihm realer scheinen als seine vermeintliche Erinnerung. Als sein früherer Sergeant Raymond Shaw (Liev Schreiber) zum Vizepräsidenten aufsteigt, wittert er eine Verschwörung, in deren Mittelpunkt Raymonds Mutter Eleanor (Meryl Streep) zu stehen scheint. Unter der Regie Jonathan Demmes verkommt dieses Remake eines John Frankenheimer Films zum lächerlich-belanglosen Mutter-Sohn Konflikt mit patriotischen Anklängen. weiter 

Die Vergessenen

USA 2004. Regie: Joseph Ruben. Mit: Julianne Moore, Dominic West
Start:

Hilfe, unsere Kinder werden von Aliens verschleppt! Aber keine Sorge, denn Julianne Moore nimmt den Kampf mit den Außerirdischen auf. Und im Kampf Mutter gegen Alien kann es nur eine Siegerin geben… Was sich anhört wie Scary Movie 4 ist ein durchaus ernst gemeinter Genremix. weiter 

Touch the Sound – A Sound Journey with Evelyn Glennie

D, SC 2004. Regie: Thomas Riedelsheimer. Mit: Evelyn Glennie, Fred Frith
Start:

Thomas Riedelsheimers Dokumentarfilm Touch the Sound ist ein sensibles Porträt der klassischen Percussion-Künstlerin Evelyn Glennie, die aufgrund ihrer Schwerhörigkeit lernen musste, mit ihrem ganzen Körper zu hören, Töne zu fühlen. Paradoxerweise ist es gerade der Umstand ihrer Behinderung, der sie besser „hören“ und in Klangwelten eintauchen lässt, die den meisten Menschen verwehrt bleiben. Touch the Sound stellt den gelungenen Versuch dar, diese verschlossene Dimension des Klanges für den Zuschauer/Zuhörer zu öffnen. weiter 

Alien Vs. Predator

USA 2004. Regie: Paul W. S. Anderson. Mit: Sanaa Lathan
Start:

Ein Forschungsteam gerät zwischen die Fronten der rivalisierenden Film-Monster aus den Alien- und Predator-Filmen. Ein mittelmäßiger und vorhersehbarer Actionfilm, der weder inhaltlich, noch filmisch die Größe seiner Vorbilder erreicht. weiter 

Die Reise des jungen Che

USA, D, GB, AR 2004. Regie: Walter Salles. Mit: Gael García Bernal, Rodrigo la de Serna
Start:

Die Reise des jungen Che (Diarios de motocicleta) erzählt die Reise des damals noch unbekannten Ernesto „Che“ Guevaras und seines Freundes Alberto Granado, ausgehend von ihrer Heimat Argentinien nach Venezuela, die sie während, bzw. nach ihrem Studium unternahmen. Walter Salles zeigt eindrucksvoll die Reise zweier junger Männer, die als Abenteuer beginnt und für sie als Offenbarung endet. weiter 

American Splendor

USA 2003. Regie: Shari Springer Berman, Robert Pulcini. Mit: Paul Giamatti, Hope Davis, Harvey Pekar
Start:

American Splendor ist die Verfilmung des Lebens von Harvey Pekar, der durch seine autobiografischen Comics zum amerikanischen Antihelden und zur Kultfigur der Undergroundszene wurde. Dem Regieduo Shari Springer Berman und Robert Pulcini ist dabei eine mehrfach ausgezeichnete Mischung aus interessantem Spielfilm und informativer Dokumentation über den neurotischen Comic-Autor gelungen. weiter