Neuer Kubrick-Film ohne Kubrick?

Nach A.I. – Künstliche Intelligenz (A.I. – Artificial Intelligence, 2001) folgt unter dem Arbeitstitel Lunatic at Large in Kürze offenbar der zweite Film, der ehemals auf der Projektliste des 1999 verstorbenen Ausnahmeregisseurs Stanley Kubrick (2001 – Odyssee im Weltraum, 2001: A Space Odyssee, 1968) gestanden hatte. Einem Bericht der New York Times zufolge hat Kubricks Schwiegersohn Philip Hobbs in Zusammenarbeit mit einem Archivar das verloren-geglaubte Drehbuch in Kubricks ungeordneten Unterlagen wiederentdeckt und plant nun mit dem New Yorker Produzenten-Veteran Edward R. Pressman (Badlands – Zerschossene Träume, Badlands, 1973; The Crow – Die Krähe, The Crow, 1994) eine Realisation des Stoffes. Bei Lunatic at Large handelt es sich um eine Skriptrohfassung, die Kubrick in den 50ern beim Drehbuchautor Jim Thompson in Auftrag gegeben hatte, mit dem er auch an Die Rechnung ging nicht auf (The Killing, 1956) und Wege zum Ruhm (Paths of Glory, 1957) zusammenarbeitete. Die Geschichte handelt von eben jenem „Lunatic at Large“ - einem „entlaufenen Irren“ -, wobei jedoch unbekannt ist, wer unter mehreren möglichen Kandidaten der aus einer Anstalt geflohene Geisteskranke ist. Für die Produktion des Filmes, die für 2008 geplant ist, adaptierte der britische TV-Autor Stephen R. Clarke Thompsons Originaldrehbuch. Regie führen soll der Werbeclip-Regisseur Chris Palmer, der mit dem Projekt sein Spielfilmdebüt ablegen würde. Weitere neu aufgetauchte Drehbücher aus dem Nachlass Kubricks sind die Antikriegsgeschichte The Down Slope und God Fearing Man über einen Pfarrer, der zu Amerikas größtem Bankräuber wurde. Auch diese Bücher sollen in den nächsten Jahren verfilmt werden.

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