Januar (Teil 1: Filmpreise)
Mit dem Beginn des Jahres nähert sich die Zeit der Preisverleihungen bereits ihrem Höhepunkt. Im Januar stehen folgende Trophäenvergaben auf der Liste:
Am 12. Januar vergibt mit der Broadcast Film Critics Association (BFCA) die größte Filmkritikervereinigung in den USA und Kanada ihren alljährlichen Critic’s Choice Award. 1995 gegründet, gehören ihr mittlerweile 199 amerikanische TV-, Radio- und Online-Filmkritiker an. Favoriten sind dieses Jahr Martin Scorseses The Departed – Unter Feinden mit insgesamt sieben Nominierungen und Alejandro González Inárritus Babel mit deren sechs. Schauspieler Leonardo DiCaprio steht - ebenso wie bei den drei Tage später verliehenen Golden Globes - sogar zweimal auf der Nominiertenliste, nämlich für The Departed – Unter Feinden ebenso wie für Ed Zwicks Söldnerthriller Blood Diamond.
Die Verleihung der Golden Globes am 15. Januar gilt traditionell als aussagekräftigster Vorbote für potentielle Gewinner der im Februar folgenden Oscars. Die Hollywood Foreign Press Association vergibt den Preis seit 1944, mittlerweile in 25 Kategorien. In sieben davon ist Alejandro González Inárritus Babel nominiert und damit Favorit. Interessant ist auch das erneute Konkurrieren von Martin Scorsese und Clint Eastwood in der Kategorie Beste Regie, dessen letztes Ergebnis 2005 Eastwood mit dem Boxerdrama Million Dollar Baby für sich entscheiden konnte. Die Karten stehen für Scorsese diesmal allerdings rechnerisch noch schlechter: Eastwood ist für Letters from Iwo Jima und Flags of Our Fathers gleich zweimal nominiert.
In München vergibt die Bayerische Staatsregierung am 19. Januar dann den Bayerischen Filmpreis. Der „Pierrot“ wird seit 1979 für hervorragende Leistungen im deutschen Filmschaffen verliehen. Er ist mit Preisgeldern von insgesamt 300.000 € dotiert. Den größten Anteil hat dabei der Produzentenpreis mit 200.000 €. Damit gehört der Bayerische Filmpreis zu den höchstdotierten Auszeichnungen seiner Art in Deutschland.
Am 28. Januar verleiht die Academia de las Artes y las Ciencias Cinematográficas de España die alljährlichen Goya Awards und damit Spaniens höchste Filmauszeichnung. Favorit ist in diesem Jahr natürlich Pedro Almodóvars Volver, aus deutscher Sicht am interessantesten allerdings ist die Nominierung von Daniel Brühl als Bester Hauptdarsteller für seine Rolle in Salvador von Manuel Huerga. Der deutsche Schauspieler verkörpert in dem Film den gleichnamigen Anarchisten, der während des spanischen Franco-Regimes hingerichtet wurde. Der Goya-Preis ist benannt nach dem berühmten Maler Francisco de Goya, dessen Leben zuletzt Milos Forman in Goyas Geister thematisierte. Der Ehren-Goya wird dieses Jahr an den Regisseur und Autoren Pedro Masó verliehen.



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