Der kleine Hobbit ohne Peter Jackson

Die Verfilmung von J.R.R. Tolkiens Herr-der-Ringe-Prequel Der kleine Hobbit (The Hobbit or There and Back Again, 1937) wird ohne Mitarbeit von Peter Jackson sowie seiner Frau und Produzentin Fran Walsh stattfinden. Wie die beiden in einer Stellungnahme auf der Internetseite theonering.net bekannt gaben, hat Rechteinhaber New Line Cinema den Manager von Jacksons Produktionsfirma Wingnut Films, Ken Kamins, telefonisch überraschend davon in Kenntniss gesetzt, dass das Studio kein Interesse daran habe, Jackson oder Wingnut Films für die Realisation von Der kleine Hobbit sowie einem zweiten Herr-der-Ringe-Vorgänger zu engagieren. Ausschlaggebend für die Entscheidung scheint der bis dato bestehende Rechtsstreit zwischen dem Studio und Jacksons Produktionsfirma zu sein, den Wingnut auf Grund von Unklarheiten bei der Gewinnausschüttung von Einspielergebnissen des ersten Herr-der-Ringe-Teils Der Herr der Ringe: Die Gefährten (The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring, 2001) angestrebt hatte. Wie Walsh und Jackson in ihrer Stellungnahme erklären, habe New Line versucht, die neuseeländische Filmproduktion im Gegenzug für die Beilegung des Rechtsstreites für die Verfilmung der beiden Prequels zu verpflichten, was Wingnut allerdings ablehnte. „Nur deswegen zuzusagen, wäre wirklich der schlechtmöglichste Grund gewesen. (...) Eine Entscheidung für solch ein Projekt trifft man aus Leidenschaft, nicht aus kühlen wirtschaftlichen Überlegungen“, so Walsh und Jackson weiter. New Line habe sich daraufhin auf die zeitliche Limitierung der Rechte am Stoff berufen und Jackson & Co. aus dem Projekt geschmissen. Die Kiwis nehmen den Rauswurf jedoch sportlich. Zum Schluss der Stellungnahme schrieben die beiden: „Wir wünschen demjenigen alles Gute, dem das Privileg zuteil wird, Der kleine Hobbit zu drehen. Wir hatten elf wunderbare Jahre in Tolkiens Welt.“

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