Bella, Borat und Bush-Doku erfolgreich in Toronto

Das Toronto International Film Festival ist am Samstag zu Ende gegangen. Den wichtigsten Preis gewann überraschend das Drama Bella des mexikanischen Newcomers Alejandro Monteverde. Die Geschichte von zwei Menschen, deren Lebenswege sich innerhalb eines Tages in New York kreuzen und verändern, bekam den People’s Choice Award. Dieser gilt als wichtiger Indikator für die nächste Oscar-Verleihung. Vorjahressieger Tsotsi (2005) gewann später auch den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Wie Reuters berichtet, bekam Bella während des zehntägigen Festivals vorab nur wenig bis gar keine Aufmerksamkeit. Vor allem Filme mit politischen oder religiösen Hintergründen dominierten dieses Jahr. Den FIPRESCI-Award bekam die Fiktiv-Dokumentation D.O.A.P. - Death of a President von Gabriel Range, in der die Ermordung von US-Präsident George W. Bush im Oktober 2007 und deren weltpolitische Auswirkungen thematisiert werden. Den erstmals vergebenen Swarovski Award für kulturelle Innovation holte sich die türkisch-deutsche Koproduktion Takva – A Man’s Fear of God. Der von Fatih Akin mitproduzierte Film handelt von einem 45-jährigen Moslem, dessen Glaube an – und Furcht vor – Gott in Frage gestellt wird. Festival-Höhepunkt war allerdings die Weltpremiere der Gesellschaftssatire Borat – Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan von Larry Charles. Der Komiker Sacha Baron Cohen (Ali G in da House, 2002) spielt darin einen naiven kasachischen TV-Journalisten auf Besuch in den Vereinigten Staaten. Michael Moore, der in Toronto auch erste Bilder von Sicko zeigte, nannte Borat den besten Film, den er in diesem Jahr gesehen habe. Publikumsreaktionen auf die Hollywood-Großproduktionen A Good Year von Ridley Scott sowie All the King’s Men von Steven Zaillian waren laut Reuters dagegen eher verhalten.

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