Was kann es Spannenderes geben? - Berlinale-Presseschau

Heute eröffnet die 60. Berlinale.
Diese Woche feiert Roman Polanskis neuer Thriller Der Ghostwriter (The Ghost Writer) bei der Berlinale Weltpremiere - ohne den Regisseur, der Ende September wegen eines alten Sexualdelikts verhaftet wurde. Der Film könnte als Kommentar in eigener Sache verstanden werden, wie Martin Wolf (SPIEGEL) festhält. Was kann es Spannenderes geben als eine Geburtstags-Berlinale, die von Caligari über Jud Süss zu Hitler führt und von der chinesischen Taiwan-Politik in Tony Blairs Kleiderschrank, fragt Daniel Kothenschulte (FR). Die Berlinale feiert ihr sechzigjähriges Bestehen. Kein Filmfest ist dem Publikum näher; Katja Nicodemus (ZEIT) gibt einen Vorgeschmack. Volker Schlöndorff (TSP) schreibt einen persönlicher Rückblick auf 40 Berlinale-Jahre. 60 Mal Berlinale, das ist 60 Mal Spektakel und Glamour, aber auch 60 Mal ein Fest rund um ein Wechselspiel der Blicke, wie Christiane Peitz (TSP) festhält. Die 60. Berlinale ermöglicht, trotz unübersichtlicher Reiserouten, erhellende Begegnungen mit dem Fremden, sei's am Ende der Welt oder am Ende der eigenen Straße, argumentiert Cristina Nord (TAZ). Der wichtigste Schutzraum, den es hierzulande für die siebente Kunst gibt, ist die Berlinale mit alljährlich rund 300 neuen Filmen, meint Martin Mund (ND). Dieter Kosslick macht die Berlinale immer populärer. Das ist schön. Der Wettbewerb aber verliert an Niveau, wie Jan Schulz-Ojala (TSP) kritisiert. Über Entdeckungen und Wiederbegegnungen schreibt Christoph Egger (NZZ). Dominik Kamalzadeh (STANDARD) nennt kurz die Wettbewerbsfilme, die ihn interessieren.
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