Cannes 2009 - Pressespiegel Tag 12
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Die Goldene Palme hat der Film DAS WEISSE BAND von Michael Haneke gewonnen. Der Große Preis der Jury ging an Jacques Audiard für UN PROPHETE. Die Preise für die besten Darstellungen erhielten Charlotte Gainsbourg in ANTICHRIST und Christoph Waltz in INGLOURIOUS BASTERDS.
Das Filmfestival von Cannes begann auf hohem Niveau, doch zum Ende hin ging dem Wettbewerb die Luft aus, meint Lars-Olav Beier (SPIEGEL). Gewalt war das beherrschende Thema des Festivals, und zwar in jeder Form, bilanziert Verena Lueken (FAZ). Selten sah Anke Westphal (BLZ) bei einer kinematografischen Leistungsschau Frauen auf so schreckliche Weise leiden. Hanns-Georg Rodek (WELT) sah einen hervorragenden Jahrgang, der das 62. Filmfestival zu einem Triumph des Autorenfilms über das Mainstream-Kino machte; die ausgezeichnete, vielfältige Auswahl lobt auch Christoph Egger (NZZ). Rüdiger Suchsland (ARTECHOCK) kommt zu dem Schluß: Es war einer der stärksten Wettbewerbe des letzten Jahrzehnts. Es war ein Jahr der Ratlosigkeit: Wirtschaftliche Krise, digitaler Umbruch und fehlende künstlerische Vision prägten laut Christoph Huber (PRESSE) das wichtigste Filmfestival. Die Wirtschaftskrise würde auch an Cannes nicht spurlos vorbeigehen, hieß es zu Festivalbeginn - Untergangsstimmung machte sich am Markt zwar nicht breit, doch die Käufer sind wählerischer geworden, weiß der STANDARD.
Eine Palme für einen in deutscher Sprache und mit sehr deutschem Thema gedrehten Film ist für Jan Schulz-Ojala (TSP) so überwältigend wie sensationell. Der Triumph für Österreich ist perfekt, freut sich Dominik Kamalzadeh (STANDARD). Nicht Nationen gewinnen Kunstpreise sondern Künstler, erwähnt die FR. Die große Überraschung bei der Preisverleihung ist für SENNHAUSER ausgeblieben; nonkonformistische und bilderstarke Filme wurden laut Rüdiger Suchsland (TELEPOLIS) ausgezeichnet.
Bernd Beddies (WELT) ist dem Schauspieler Christoph Waltz begegnet; Hanns-Georg Rodek (MOPO) befragt ihn, wie es war mit Brad Pitt und Quentin Tarantino zu drehen. Das hätte sich der Schauspieler vor einpaar Monaten nicht träumen lassen, glaubt der STANDARD. Im STANDARD werden auch Stimmen zur Preisverleihung veröffentlicht. Michael Haneke verlangt seinem Publikum eine Menge ab, meint Karen Zintz (STERN); als Urgestein des Kinos bezeichnet ihn der STANDARD.
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