Ingmar Bergman ist tot

Im Alter von 89 Jahren ist heute morgen der große Film- und Theaterregisseur Ingmar Bergman in seinem Haus auf der Ostseeinsel Fårö verstorben. Wie seine Tochter Eva in Stockholm mitteilte, sei ihr Vater „friedlich eingeschlafen“. 1997 wurde er bei den 50. Filmfestspielen in Cannes von Kollegen wie Steven Spielberg und Woody Allen zum „größten Filmregisseur aller Zeiten“ gewählt. Zu Bergmans über 60 Kino- und Fernsehfilmen gehören der vielzitierte Das siebente Siegel (Det Sjunde inseglet, 1957) oder Klassiker wie Wilde Erdbeeren (Smultronstället, 1957) und Szenen einer Ehe (Scener ur ett äktenskap, 1973). Seinen ersten Oscar erhielt der schwedische Ausnahmefilmer im Jahr 1960 für Jungfrauenquelle (Jungfrukälllan, 1959). Bereits 1970 wurde Bergman mit dem Irving G. Thalberg Memorial Award der Academy ausgezeichnet, bevor er dreizehn Jahre danach mit seinem Spätwerk Fanny und Alexander (Fanny och Alexander, 1982) weitere vier Academy Awards gewann. Laut schwedischen Medienberichten habe sich Bergmans Gesundheitszustand nach einer schweren Hüftoperation in diesem Jahr stark verschlechtert. Über den innersten Antrieb zu seiner künstlerischen Arbeit mit der als einzigartig geltenden Bildersprache der Filme hatte Bergman einmal gesagt: „Es gibt keine Grenzen. Nicht für die Gedanken, nicht für die Gefühle. Die Angst setzt Grenzen.“

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