Grindhouse-Konzept floppt an den US-Kassen

Grindhouse-Konzept floppt an den US-Kassen

Seit einigen Tagen hängt in der Weinstein Company der Haussegen schief. Die amerikanische Produktionsfirma unter Filmmogul und Miramax-Gründer Harvey Weinstein zeichnet nämlich für die B-Film-Hommage Grindhouse von Quentin Tarantino und Robert Rodriguez verantwortlich, die am Osterwochenende in den US-Kinos gestartet ist, finanziell jedoch mit einem Einspielergebnis von 11,6 Millionen US-Dollar weit hinter den hochgesteckten Erwartungen zurückblieb. Bei Grindhouse handelt es sich um ein dreistündiges „Double-Feature“, bestehend aus zwei eigenständigen Horrorfilmen, die – getrennt durch fiktive Trailer – bei normalem Eintrittspreis direkt aufeinanderfolgend gezeigt werden. Ein Sparangebot, das vom amerikanischen Publikum offenbar nicht als solches erkannt wurde. Laut Variety hatten nach der ersten Grindhouse-Hälfte - dem Film Planet Terror von Robert Rodriguez - viele Zuschauer den Saal bereits verlassen, bevor die Vorstellung mit Tarantinos Death Proof fortgesetzt wurde. Weinstein dazu in der New York Post: „Ich glaube die Leute haben nicht verstanden, dass man bei uns zwei Filme zum Preis von einem bekommt.“ Als Reaktion plane der enttäuschte Produzent nun ein Re-Release des Projekts, bei dem beide Filme auch separat gezeigt werden könnten. Weinstein hatte seinem Zögling Tarantino bereits 2003 die Trennung von dessen Racheepos Kill Bill in zwei Teile angeraten, was letztendlich das Einspielergebnis positiv beeinflusste. Trotz der fehlenden Jugendfreigabe nahmen beide Filme damals zusammen knapp 140 Millionen US-Dollar ein. Eine Antwort auf die Frage, wie das Double-Feature-Konzept von Grindhouse wohl beim nicht-amerikanischen Publikum ankäme, sucht man bei der Weinstein-Company dagegen gar nicht erst. Auf dem Filmmarkt außerhalb der Vereinigten Staaten werden die Grindhouse Filme von Anfang an getrennt vertrieben. In die deutschen Kinos bringt Senator Film Tarantinos Grindhouse: Death Proof am 14. Juni, gefolgt von Rodriguez’ Grindhouse: Planet Terror am 26. Juli.

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