Februar

Im Februar stehen die ersten Veranstaltungshighlights des internationalen Filmjahres auf dem Terminplan.

Als erstes zu nennen wäre da natürlich die 57. Ausgabe der Internationalen Filmfestspiele von Berlin, kurz: die Berlinale, die vom 8. bis zum 18. Februar stattfinden wird. Die Berlinale ist neben Cannes und Venedig eines der wichtigsten internationalen Filmfestivals und außerdem das publikumsstärkste der Welt. Mehr als 19.000 Fachbesucher aus 120 Ländern statten dem Kulturereignis rund um den Goldenen Bären jedes Jahr einen Besuch ab, darunter alleine 3.800 Journalisten. Die Berlinale eröffnen wird dieses Jahr die Edith-Piaf-Biographie La Vie en Rose von Olivier Dahan. Eine Liste der sich dieses Jahr im Wettbewerb befindlichen Filme gibt es hier.

Am 11. Februar werden in London die BAFTA-Awards von der British Film Academy an nationale und internationale Produktionen vergeben. Allerdings nutzen die Favoriten für die Auszeichnung mit dem „englischen Oscar“ dieses Jahr offenbar ihren Heimvorteil: Die Nase vorn hat Stephen Frears mit seiner Momentaufnahme der britischen Monarchie, Die Queen, mit zehn Nominierungen, dicht gefolgt von Daniel Craigs 007-Einstand Casino Royale mit deren neun. Die komplette Liste der Nominierungen ist hier zu finden.

In Tokio folgt dann am 16. Februar die Vergabe der Japanese Academy Awards 2007, der bedeutendsten nationalen Filmpreise des Inselstaats. Im Rennen um den Hauptpreis führt diesmal die Komödie Hula Girls von Sang-il Lee mit 13 Nominierungen das Feld an. Für alle, die des Japanischen mächtig sind, gehts hier zur Homepage der Preisverleihung.

Die Independent Spirit Awards bilden das Westküsten-Pendant zu den im November 2006 in New York vergebenen IFP Gotham Awards und gehören zu den wichtigsten Filmpreisen für amerikanische Independentproduktionen. Vergeben von der Filmpresse seit 1976, findet die Verleihung der Independent Spirit Awards traditionell in Los Angeles immer eine Nacht vor der Oscar-Verleihung statt, diesmal am 24. Februar. Für den Hauptpreis 2007 sind neben dem Gotham-Awards-Gewinner Half Nelson von Ryan Fleck und Guillermo del Toros Pans Labyrinth auch die weniger populären Produktionen American Gun von Aric Avelino und The Dead Girl von Karen Moncrieff im Rennen. Als beste fremdsprachige Produktion ist auch Florian Henckel von Donnersmarcks Das Leben der Anderen nominiert. Die komplette Liste der potentiellen Preisträger gibt es hier.

Ebenfalls traditionell eine Nacht vor der Oscar-Verleihung vergeben werden die Razzie-Awards von der Golden Rasperry Foundation für die schlechtesten filmischen Leistungen des Jahres. Nominiert als schlechteste Filme 2006 wurden unter anderem der Femme-Fatale-Flop Basic Instinct: Neues Spiel für Catherine Tramell (Basic Instinct 2, 2006) von Michael Caton-Jones (Rob Roy, 1995) und Manoi Night Shyamalans selbstreferenzielles Nymphenmärchen Lady in the Water.

Auch am 24. Februar findet in Paris „La Nuit des Césars“, die Nacht der Césars statt, in der die Mitglieder der Académie des Arts et Techniques du Cinema, dem französischen Gegenstück zur Academy of Motion Pictures Arts and Sciences in den USA, den nationalen Filmpreis Frankreichs verleihen. Hier geht’s zur Nominiertenliste.

Am 25. Februar ist es dann soweit. Im Kodak Theatre in Los Angeles findet die 79. Oscar-Verleihung statt und mit ihr die Vergabe des kommerziell wichtigsten Filmpreises der Welt. Eine Oscarfigur ist ca. 35 cm hoch, knapp 4 Kilogramm schwer und hat einen Materialwert von 300 US-Dollar, stellt jedoch ein ungleich Vielfaches an Wert für den Gewinner dar, dessen Populärität in Business und Öffentlichkeit wohl durch keine Auszeichnung mehr gesteigert wird als durch den amerikanischen Goldjungen. Für Deutschland am Interessantesten dürfte wohl die Nominierung von Florian Henckel von Donnersmarcks Das Leben der Anderen sein, dem allseits gute Chancen auf einen Sieg in der Kategorie „bester fremdsprachiger Film“ eingeräumt werden, obgleich er sich dort mit dem insgesamt sechsmal nominierten Pans Labyrinth des Mexikaners Guillermo del Toro (Cronos, 1993, Hellboy, 2004) messen muss.

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