April

Bereits gestern startete mit dem 26. International Istanbul Filmfestival das älteste und wohl bedeutendste Filmfestival der Türkei. Nachdem es zum ersten Mal 1982 als „Filmwoche“ im Rahmen des International Istanbul Festival stattfand, ist es seit 1984 eine eigenständige Veranstaltung. In mehreren Kategorien widmet man sich hier neben dem türkischen Kino diesmal zum Beispiel auch dem russischen (From Russia with Love) oder fokussiert sich auf die Werke von jungen Talenten (Young Masters). Das Festival verfügt über einen internationalen und nationalen Wettbewerb. Des Weiteren findet die Nokia Nseries Short Film Competition statt, in der Handyfilme prämiert werden. Außerdem vergibt der Europarat jährlich den FACE-Award an den Film, der besonderes Augenmerk auf die Erhaltung der Menschenrechte legt. Um den internationalen Hauptpreis, die Goldene Tuple, streiten diesmal 15 Filme, darunter der italienische The Missing Star (La stella che non c’è) von Gianni Amelio, Delirious von Indie-Ikone Tom DiCillo und die iranisch-irakisch-französich-österreichische Koproduktion Half Moon (Niwe Maug) von Bahman Ghobadi. Die jährlich vergebenen Cinema Honorary Awards gehen diesmal unter anderem an Paul Schrader und Gus Van Sant. Das International Istanbul Filmfestival läuft bis zum 15. April.
Am Mittwoch, den 4. April wird debut – das critic.de premierenkino mit der Deutschlandpremiere des japanischen Newcomer-Films The Soup, One Morning um 20h im babylon berlin:mitte eröffnet. Dem Film folgt eine Gesprächsrunde bei der Michael Kienzl, Autor von critic.de und Mitwirkender an der Programmauswahl von debut Rede und Antwort steht. Er diskutiert über The Soup, One Morning mit Filmjournalist Rüdiger Suchsland (u.a. „film-dienst“ und „Tagesspiegel“) und Rüdiger Tomczak, Herausgeber der Filmzeitschrift „Shomingeki“, die nach einer japanischen Realismusbewegung benannt wurde und sich als Hommage insbesondere an Ozu versteht.
Weiter geht es am 5. April mit dem 25. Brussels International Festival of Fantastic Films, einem der wichtigsten Filmfestivals für Fantasy- und Science-Fiction-Filme. Das erste BIFFF wurde im März 1983 veranstaltet. Gezeigt wurden 60 Filme vor knapp 30.000 Zuschauern. Bis 2005 wurde die Besucherzahl auf 60.000 erhöht. Eröffnet wird dieses Jahr mit Danny Boyles Weltraumabenteuer Sunshine. Im internationalen Wettbewerb wird jährlich der Goldene Rabe an den besten Film verliehen. Beendet wird das BIFF am 17. April mit Disturbia von D.J. Caruso.
Am 15. April werden im Reich der Mitte die jährlichen Hong Kong Film Awards verliehen, das chinesische Äquivalent zum amerikanischen Oscar. In den insgesamt 19 Kategorien nominiert sind dieses Jahr unter anderem für den besten Film: After This Our Exile von Patrick Tam, Zhang Yimous Curse of the Golden Flower, Fearless von Ronnie Yu, Exiled von Johnnie To sowie die Fortsetzung des letztjährigen Hauptgewinners, Election 2, ebenfalls von Johnnie To. Zur kompletten Liste der nominierten Filme geht’s hier.
In Deutschland folgt am 17. April das Filmfest Dresden – Internationales Festival für Animations- und Kurzfilm. Zum 19. Mal jährt sich das Spartenfestival in der Elbstadt. 25 Rahmenprogramme rund um die Gattung Kurzfilm ergänzen diesmal die Wettbewerbe, in denen die aus über 1800 nationalen und internationalen Bewerbern ausgewählten 100 besten Filme um den Hauptpreis, den Goldenen Reiter, streiten. Unter den 61 internationalen Finalisten befinden sich unter anderem der amerikanische Animationsfilm Blindenhund (Guide Dog) von Bill Plympton oder der polnische Kurzfilm Die Zufluchtsstadt (Miasto Ucieczki) von Wojciech Kasperski. Zu den Höhepunkten des diesjährigen Rahmenprogramms zählt das 10-jährige Jubiläum von „British Focus“. Das Filmfest Dresden läuft bis zum 22. April.
Vom 18. bis 25. April 2007 findet als nächste Etappe auf dem Weg zum Deutschen Filmpreis 2007 in 20 deutschen Städten das Lola Festival 07 statt. In diesem Rahmen bietet die Deutsche Filmakademie den Fans des deutschen Films und auch allen ihren Mitgliedern in einer bisher weltweit einmaligen Initiative die Möglichkeit, noch einmal alle nominierten Filme in den Kategorien „Bester Spielfilm“, „Bester Dokumentarfilm“ und „Bester Kinder- und Jugendfilm“ auf der großen Leinwand zu sehen. In Berlin, München, Hamburg und Köln werden sogar alle in den 16 Filmpreis-Kategorien mit einer Nominierung ausgezeichneten Filme präsentiert. Das Lola Festival 07 bietet über den Kinobesuch hinaus ein Veranstaltungsprogramm. In allen teilnehmenden Städten sind in enger Kooperation mit lokalen Kinobetreibern abwechslungsreiche Thementage für ganz unterschiedliche Zuschauergruppen geplant, welche die Präsentation des deutschen Films thematisch begleiten.
Das Sehsüchte startet dann am 24. April. Zum 36. Mal findet das Studentenfilmfestival, das zu den größten der Welt zählt, auf Initiative der Studenten der HFF Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg statt. In fünf Festivaltagen steht hier ein umfangreiches Rahmenprogramm aus Podiumsdiskussionen, Workshops, dem Pitch! und der Drehbuchlesung auf dem Programm. Eine traditionell prominent besetzte Jury prämiert die besten Werke von Studenten und Amateuren aus aller Welt mit Preisen im Gesamtwert von über 38.000 Euro. Darüber hinaus wetteifern die internationalen Filmschaffenden um den Drehbuchpreis, den Produzentenpreis und den Publikumspreis. Der Fokus des diesjährigen Festivals richtet sich auf die Andenregion. Demzufolge wird der Fokus-Dialog-Preis dem besten Film aus Ecuador, Peru, Bolivien, Chile oder Argentinien verliehen.
Beendet wird der Festivalmonat dann am 26. April mit dem Internationalen Trickfilm Festival Stuttgart, das seinerseits zu den weltgrößten Animationsfilmfestivals zählt. Hier wendet man sich gleichermaßen an das interessierte Publikum wie an Branchenprofis und bietet einen Überblick über die aktuellsten Tendenzen im Animationsfilm – vom Kurzfilm über den Kinofilm bis zur Trickfilmserie fürs Fernsehen. Ob Puppentrick oder Flash-Animation: Im Zentrum der fünf Wettbewerbe steht der künstlerisch anspruchsvolle Animationsfilm. Das Spektrum der Wettbewerbe reicht vom hochqualitativen Kurzfilm (Internationaler Wettbewerb) über abendfüllende Langfilme (AniMovie) und Animationsserien (Animated Series) bis zum Trickfilm für Kinder (Tricks for Kids) und der Sparte für Filmstudenten und Nachwuchskünstler (Young Animation). Insgesamt wurden über 1600 Filme eingereicht; davon wählten die Vorauswahljurys 160 Filme für die Wettbewerbe aus – insgesamt gibt es rund 500 Filme auf dem Festival zu sehen. Das ITFS läuft bis zum 1. Mai.




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