Regisseurin Maggie Gyllenhaal vernäht in ihrer Frankenstein-Neuinterpretation Stile und Genres zu einem Monster von einem Film. Kohärenz sucht man vergeblich, The Bride! lebt ganz von seiner Hingabe an den eigenen Irrsinn. Filmkritik
Rastlose Bewegungen, aufgeregte Telefonate: Die Brüder Jean-Luc und Pierre Dardenne stellen in Jeunes Mères – Junge Mütter junge Frauen ins Zentrum, die vor der Aufgabe stehen, Verantwortung für ihre Kinder zu übernehmen – obwohl sie selbst noch kaum richtig erwachsen sind. Filmkritik
Hoppers – der Film ist nicht gleich Hoppers – der Trailer. Das hat Gründe, die vielleicht mit der Angst vor Abnutzung der wenigen guten Ideen des Films zu tun haben. Vielleicht schreibt hier aber auch nur ein alter, überstimulierter Filmkritiker, der sich wünscht, diesen Film noch einmal mit den Augen seiner zehnjährigen Tochter sehen zu können. Filmkritik
Bilder wie Gedankenblitze: Kristen Stewart bricht in ihrem Regiedebüt The Chronology of Water beherzt mit den Konventionen linearen Erzählens. Vieles bleibt schemenhaft in diesem Drama um sexuellen Missbrauch, Selbstzerstörung und die erlösende Kraft des Schreibens. Filmkritik
Machen Frauen die härteren Filme? Isa Willingers Dokumentarfilm No Mercy geht dieser Frage in Gesprächen mit Regisseurinnen wie Catherine Breillat, Monika Treut und Ana Lily Amirpour nach – und schafft ein vielstimmiges Mosaik, in dem Raum für Widerspruch und Kontroverse bleibt. Filmkritik
Neu auf MUBI: In No Bears steht Jafar Panahi exakt auf der Grenzlinie zwischen dem Iran und der Türkei. Ein Schritt und er wäre in Freiheit. Inzwischen sitzt er in einem Teheraner Gefängnis. Sein neuer Film erzählt zwei amüsante und packende Geschichten, in denen auch der Regisseur selbst mal wieder eine Rolle spielt. Filmkritik
Regisseur Mamoru Hosoda verwandelt die Geschichte von Shakespeares „Hamlet“ in seinem Anime Scarlet in ein episches Läuterungsdrama voll expressivem Wahnsinn. In dem entfachten Sturm verschiedener Animationsstile und Realitätsebenen muss man sich die Erlösung hart erarbeiten. Filmkritik
Eine Orchesterprobe in Unfaithfully Yours (1948) wird zur Quintessenz der einzigartigen Komik von Hollywood-Regisseur Preston Sturges: Kollektive Gefühle verbinden sich mit individueller Exzentrik, alle reizen sich gegenseitig und die Welt verwandelt sich in großes Entertainment. Eine Einstimmung zur Sturges-Retro im Berliner Zeughauskino. Special
Egotripping at the gates of hell. Das Leben ist in Josh Safdies Sport- und Scheißkerldrama Marty Supreme ein aggressiv-aufreibendes Tischtennismatch, ein rasend schnelles Hin und Her. Zum Glück gibt es den coolen, lebenslustigen Tyler the Creator und die stolze, abgeklärte Gwyneth Paltrow. Filmkritik
Und das war dann das: Drei schweigsame Familienkonstellationen vereint Jim Jarmusch in seinem neuen Film Father Mother Sister Brother. Wenn nicht gerade Françoise Lebrun durch die Tür tritt, gerät das leider etwas arg bemüht lakonisch. Filmkritik