Neu auf MUBI: Es beginnt mit einem Duschvorfall wie in Psycho, nur ohne Schnittgewitter und Stichwunden. Selten wurde so sachlich und entspannt über die seelische Zerrüttung einer Figur erzählt wie in dem ivorischen Film The Woman with a Knife (1969). Filmkritik
Frau und Außerirdischer machen unter sich aus, wer in der Nahrungskette ganz oben steht. Dabei will das Predator-Prequel Prey etwas über Natur und Kultur erzählen. Auch für die Freunde Freuds gibt es viel Spaß beim Gucken. Filmkritik
VoD: Border-Regisseur Ali Abbasi kehrt mit einem Thriller über einen Frauenmörder im Iran zurück. Gedreht wurde Holy Spider in Jordanien – gerade dadurch ermöglicht er seltene Einblicke in die iranische Gesellschaft. Filmkritik
VoD: Sissi als Feminist Icon in der Midlife Crisis. Marie Kreutzer lockert die Schnüre von Kaiserin Elisabeths Korsett und spinnt damit Geschichte neu zusammen. Corsage ist Dekonstruktion, aber zugleich eine ernstgemeinte Liebeserklärung. Filmkritik
Neu auf MUBI: Zwei Geschwister, die sich so unterhaltsam hassen, dass es ein Vergnügen ist. Doch Alex Ross Perrys The Color Wheel ist mehr als eine überzeugende Mumblecore-Komödie. Filmkritik
Netflix: Prostituierte, Zuhälterin, Drogenbaronin, Sexarbeit-Aktivistin – Sanjay Leela Bhansali macht aus dem Leben der mythischen Figur Gangubai Kathiawadi einen wilden Genre-Mix aus Gangsterepos, Musical und Italo-Western voller Pointen und Pathos. Filmkritik
Neu auf MUBI: Im Spätsommer 2020 haben Miguel Gomes und Maureen Fazandeiro mit drei Schauspielern gegen die Pandemie angedreht. The Tsugua Diaries bekämpft die Monotonie und feiert den Zusammenbruch. Filmkritik
VoD: Nüchterner Kapitalismus und mafiöses Copacabana. Ein aufstrebender US-Journalist ermittelt im Vergnügungsviertel Kabukicho zwischen Yakuza und korrupten Cops. Michael Mann baut in der Pilotfolge von Tokyo Vice eine Welt, der sich seine Regie-Nachfolger nicht mehr entziehen können. Filmkritik
Netflix: Die besten Teeniekomödien handeln genauso von ihren Figuren wie von den Menschen, die sie schauen. Metal Lords wirft einen nuancierten Blick auf drei Highschool-Außenseiter, die auf eigene Faust eine Subkultur ergründen. Filmkritik
Mediatheken-Tipp: Immer eine Hand am Wagen. Bastian Günther widmet sich in seinem neuen Film einer eigentümlichen texanischen Ausdauerchallenge. One of These Days sprüht vor Fiktionslust, offenbart aber auch einen sehr deutschen Blick auf Texas. Filmkritik
Netflix: Ein Spaziergang durch einen 60er-Jahre-Erinnerungspark, moderiert von Jack Black. Doch Richard Linklaters Animationsfilm ist trickreich und ambivalent genug, um nicht zum Nostalgieprogramm zu werden. Filmkritik
Neu auf Netflix: Feuer und Wasser, Gut und Böse, ein teddybäriger und ein scharfkantiger Hauptdarsteller. In RRR ist das eine Mischung wie TNT. S.S. Rajamouli zeigt einmal mehr, dass er eine Bank ist, wenn es um aberwitziges, kreatives Kino geht. Filmkritik
VoD: Mike Mills zapft für sein Kino der Transparenz und Empathie weiter das eigene Familienleben an. In Come On, Come On lernen sich Onkel und Neffe kennen, zum Glück auf zumindest filmischer Augenhöhe. Filmkritik
In seinem ersten Spielfilm begleitet Philip Scheffner eine Frau, die vom Staat zum Verschwinden aufgefordert wird – und entzieht sich mit einem Rollenspiel der Macht der Eindeutigkeit. Filmkritik
VoD: Zwei alleinerziehende Mütter ziehen ihre Kinder in einem Frauennetzwerk groß. Dabei flanieren die Identitäten und Gefühle so frei wie immer bei Almodóvar. Beim Blick auf die Franco-Ära wird Parallele Mütter dann aber ungewohnt eindeutig. Filmkritik
VoD: The Card Counter ist aus der Sicht eines Spielers und Ex-Soldaten erzählt, der strikt seinen Routinen folgt. Doch unter der aufgeräumten Oberfläche wird ein reißender Strom von Bedrohungen spürbar. Paul Schraders neuer Film ist von fiebriger Kälte Filmkritik
VoD: Ein brutalistischer Wohnblock ist das letzte Refugium vor der dystopischen Außenwelt. Wir könnten genauso gut tot sein zeigt, wie Isolation und kollektive Paranoia die Gemeinschaft zersetzen. Filmkritik
VoD: Sie ist steif, er ungelenk. Nicolette Krebitz entwirft mit A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe einen komischen Liebesreigen voller großer Kinomomente. Filmkritik
Neu auf MUBI: Drama in drei Zitzen. Cow ist keine Zäsur in Andrea Arnolds Werk. Die britische Regisseurin stellt mit ihrem Tierfilm dort Fragen, wo andere sich die Tiere einfach einverleiben. Filmkritik
VoD: Ein Jahr lang hat Antonia Kilian eine vor dem IS geflüchtete Frau begleitet, die sich in Rojava zur Polizistin ausbilden lässt. The Other Side of the River ist eine filmische Intervention, in der Kino und Befreiung zusammenfallen. Filmkritik
VoD: Vom Dienstleistungsprekariat im unwirtlichen Marseille. Gloria Mundi ist ein Abgesang auf die gelebte Solidarität unter Arbeitern. Die Hoffnung auf ein besseres Leben manifestiert sich in einer majestätischen Geburt. Filmkritik