Politik und Film

Das Kino der Zukunft ist digital – so oder so

Das Neue ist der Tod des Bestehenden? Diese Haltung konnte noch nie eine neue Kulturtechnik verhindern, meint der DOK.fest-München-Leiter Daniel Sponsel. In seiner Antwort auf den Beitrag Die Zukunft passiert nicht, sie müsste gedacht werden kritisiert er eine Art von Cinephilie, die weder dem Spielort Kino noch der Filmkultur helfe. Special 

Die Zukunft passiert nicht, sie müsste gedacht werden

„Die Zukunft des Kinos passiert jetzt!“, verkündete Festivalleiter Daniel Sponsel nach der ersten Online-Ausgabe des DOK.fest München. Der Kulturarbeiter Alejandro Bachmann und die Diagonale-Leiter Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber melden Zweifel an. Special 

Ich, ein Faschist?

Ein Artikel auf Spiegel Online erhebt den Vorwurf, die diesjährige Woche der Kritik habe einen gefährlichen Begriff von politischem Filmemachen. Eine Replik von Nino Klingler gegen den dialektischen Holzhammer, mit dem man heutzutage nicht mehr viel erklären, aber einigen Schaden anrichten kann. Special 

Solange es noch etwas zu retten gibt

Die Filmgeschichte verschwindet, wenn nicht schnell gegengesteuert wird. Bei einer Anhörung im Bundestag waren sich einmal alle Experten einig: Analoge Filme müssen analog bewahrt werden. Nur einer will das nicht so recht wahrhaben. Wäre er bloß nicht Präsident des Bundesarchivs. Special 

„Die Lösung ist eine politische“ – Filmförderung anders (I)

Eine Filmförderung nach künstlerischen Kriterien? Ein Gespräch mit dem Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Martin Eifert über notwendige Veränderungen in der Förderung, und was davon rechtlich möglich ist. Das Interview bildet den Auftakt der Interview-Reihe Filmförderung anders zum besseren Verständnis des deutschen Kinos. Interview 

Hessen katapultiert sich in die Mitte der deutschen Filmödnis

Kino- und Kulturabbau bei der hessischen Filmförderung: Minister Boris Rhein verplant aus Versehen ein Drittel des kulturellen Etats für Fernsehproduktionen und dreht sich die Wahrheit zurecht. Was passiert, wenn wirtschaftliche und kulturelle Filmförderungen zusammengelegt werden, lässt sich in Hessen gerade in absurdester Form verfolgen. Special 

Podcast: Gesichtsverlust der Berliner Kulturpolitik

Was kann der Berliner Senat aus dem Debakel bei der DFFB-Direktorensuche lernen? Über Symptomatisches in der Filmpolitik, GmbH-Strukturen und Demokratie an der Filmhochschule sprechen der Filmemacher Franz Müller und die DFFB-Studentin Susanne Heinrich mit den Kritikern Ekkehard Knörer und Frédéric Jaeger. Die beiden wiederum diskutieren im zweiten Teil mit Elena Meilicke und Lukas Foerster über Robert Bramkamps Art Girls und Kunst, die wirken soll. Special 

Überraschung in Berlin: Das Grundgesetz greift auch für die DFFB

Einen neuen Direktor gibt es an der Berliner Filmhochschule nur mit einem für alle Bewerber fairen Verfahren: Das Berliner Landgericht hat am Freitag lediglich über eine einstweilige Verfügung gegen die Neubesetzung der seit Herbst vakanten Stelle entschieden, aber bereits weitreichende Konsequenzen in Aussicht gestellt. Special 

Die fragwürdige Neubesetzung der dffb-Direktion

Eine rückdatierte Bewerbung von Produzent Ralph Schwingel soll retten, was nicht mehr zu retten ist: In einem undemokratisch und ungeschickt umgesetzten Bewerbungsprozedere offenbart der Berliner Senatskanzleichef Björn Böhning sein Unvermögen, für die Berliner Filmhochschule eine neue Direktion zu finden, die ihr gerecht wird. Special 

Einmal das Grundgesetz für die Berlinale, bitte!

Eine Sperrfrist, nur ohne Ablaufdatum: Auf Wunsch von Martin Scorsese verbietet die Berlinale die Berichterstattung über seinen neuen Film, den sie gestern in einer 70-minütigen Arbeitsfassung zeigte. Ein Verbot, an das wir uns ganz im Geiste der Doku nicht halten. Special 

Die Filmförderung vor der Implosion (II)

Die Verselbständigung der Förderung: Im zweiten Teil des Gesprächs diskutieren Gass, Hagemann und Jaeger mögliche kulturelle Kriterien für eine automatische Förderung, fragen sich, ob der Kulturstaatsminister seinen Aufgaben gerecht wurde, sprechen über eine Förderintendantin, die ihre Macht nicht für die Kultur nutzt und landen beim dirty deal zwischen Politik und Fernsehen. Special 

Die Filmförderung vor der Implosion (I)

Die Zukunft der deutschen Filmförderung liegt in den Händen des Bundesverfassungsgerichts, am Dienstag wird es urteilen. Soll man dem Kino nun wünschen, dass die Förderung kollabiert? Festivalleiter Lars Henrik Gass und Produzent Martin Hagemann nehmen kein Blatt vor den Mund. Im Gespräch mit Frédéric Jaeger beschreiben sie, wie Filmemacher an allen Fronten daran gehindert werden, innovativ zu arbeiten – und wie die Politik, das Fernsehen und Institutionen dafür sorgen, dass es bislang zu keinen Reformen kommt. Special