Sie hat die verschlafensten Augen, die jemals auf der Pornoleinwand erschienen sind. Ein Gesicht, das die Kamera liebt, wie das von Zarah Leander oder Linda Darnell: Melissa Melendez, eigenartige Video Vixen der 1980er. Eine Hommage von Hans Schifferle. weiter
Zwei sehr unterschiedliche Filme über die Liebe und den Tod: Während François Ozons Summer of 85 in seine schwule Jugendliebesgeschichte lustvoll Erzählebenen einzieht, zielt Kornél Mundruczó in Pieces of a Woman verzweifelt auf die Dartscheibe des Melodrams. weiter
Dank Covid-19 wurde das Retro-Festival in Bologna um zwei Tage verkürzt und dafür um fünf Locations erweitert. Die obskureren und die prestigeträchtigeren Teile des Programms waren damit erstmals auch räumlich getrennt. weiter
Das Berliner Arsenal zeigt im September alle Kinofilme von Michael Mann. Sein sich über vier Dekaden spannendes Werk vereint schamloses Pathos und obsessive Melancholie, und bietet zwischen Analog-Filmleuchten und HD-Handkamera nebenbei eine Technikgeschichte des Kinos. weiter
Filme sind keine Ideenbehälter, die man einfach ausleeren könnte. Manchmal bleibt ein Rest übrig, der nicht mit Begriffen zur Deckung kommt. Man muss schon richtig hinsehen, sich irritieren lassen – und das Blicken selbst zum Thema machen. Notizen zum Werk von Hartmut Bitomsky. weiter
Arbeit jenseits des Home Office: In einem Pariser Kiosk laufen die Familiengeschäfte immer weiter, in Mexiko sichern Hinterbliebene alternative Spuren und in Osteuropa verbinden Kabeltechniker auch Menschen miteinander. Notizen vom Sheffield Doc/Fest. weiter
Will man etwas über die dominante Visualität des späten 20. Jahrhunderts erfahren, sind die Direct-to-Video-Arbeiten von Gregory Dark ergiebiger als die gesammelten Cannes-Sieger der 1980er und 1990er Jahre. Dabei ist der Hauptschauplatz seiner Softsexfilme das Innenleben der Protagonistinnen. weiter
Schießereien, Verfolgungsjagden, Explosionen, und das bitte mindestens alle sieben Minuten. Die Produktionsfirma PM Entertainment lieferte in den 1990er Jahren Low-Budget-Action am Fließband. Zum Auftakt unserer Direct-to-Video-Reihe eine kleine Zeitreise, die in muffigen Videotheken beginnt. weiter
Filme sind keine kontextlosen Artefakte, sondern Eingriffe in die Welt. Warum sich das Kino aus der Politik nicht herauswinden kann und eher in den Zeugenstand als auf die Anklagebank gehört. weiter
Als das deutsche Fernsehen noch mehr wagte als das Kino: Das Gesicht auf der Wand (1983) ist die Rarität einer TV-„Gruselstunde“, Schatten aus der Zeit (1975) eine der gelungensten Lovecraft-Verfilmungen überhaupt. weiter