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Berlinale 2005

Neben den Veranstaltungen in Cannes und Venedig gehört die Berlinale zu Europas wichtigsten Filmfestivals. Im diesjährigen Wettbewerb streiten vom 10. bis 19. Februar 21 Filme um den Goldenen Bären. An der Seite von Altmeister André Techiné bewerben sich mit Marc Rothemund, Christian Petzold und Hannes Stöhr unter anderem auch drei jüngere deutsche Regisseure um die Trophäen. Davon abgesehen gibt es in den Kategorien Panorama, Forum, Perspektive Deutsches Kino, Kinderfilmfest, Short Films, Berlinale Special und auf dem Campus sowie dem Marktplatz etliche Filme zu entdecken. Die Retrospektive zum Thema Produktionsdesign legt einen Schwerpunkt auf das Werk des genialen Filmemachers Stanley Kubrick und lädt darüber hinaus zu einem Wiedersehen mit vielen älteren und modernen Klassikern ein. Special 

7 Brüder – Kritik

Oft misst sich die Qualität eines Dokumentarfilms an dem Charisma der Personen, die zu Wort kommen und an dem Thema, über das sie berichten. Und obwohl zunächst das Thema des Films, einer Familiengeschichte von Talking Heads in einem schlichten Studiosetting geschildert, nichts allzu Spektakuläres vermuten lässt, ist dieser Film einer der unterhaltsamsten und spannendsten deutschen Dokumentarfilme der letzten Jahre. Filmkritik 

Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich – Kritik

Taxi Driver vs Marathon Man, Raging Bull vs The Graduate. Meet the Fockers bezieht seinen Reiz aus der Konfrontation von Robert De Niro und Dustin Hoffman, doch das Duell wird nur angedeutet. Hoffman dient hier lediglich als Sidekick. Allerdings liefert er aus dieser Position bevorzugt grandiose Leistungen, wie etwa in Asphalt-Cowboy (Midnight Cowboy, 1969) an der Seite von Jon Voight oder in Papillon 1973 neben Steve McQueen. Dies bestätigt er nun erneut und bleibt somit der einzige Lichtblick in diesem mäßigen Aufguss. Filmkritik 

Hide and Seek - Du kannst dich nicht verstecken – Kritik

Psychologin Katherine glaubt, dass Charlie, der neue Freund von Emily, der Tochter ihres Psychologen-Freundes David, nur ein imaginiertes Trauma-Produkt ist. Ein tödlicher Irrtum, denn in diesem kruden Mix aus Shining (1979) und Angel Heart (1988) agiert Charlie äußerst blutrünstig. Filmkritik 

Verschwörung im Berlin-Express – Kritik

Mit Verschwörung im Berlin-Express hat der schwedische Regisseur Peter Dalle einen wilden Mix aus Thriller und Komödie geschaffen, der optisch an den Film Noir der 30er und 40er Jahre des letzten Jahrhunderts erinnert, sich aber im Übrigen an die Maxime des österreichischen Philosophen Wittgenstein hält, dass nichts so ist wie es scheint. Filmkritik 

Vera Drake – Kritik

Mike Leighs neuster Film behandelt das moralische Dilemma einer Frau, die im London der 50er Jahre illegale Schwangerschaftsabbrüche vornimmt. Der Film wurde auf dem Filmfestival Venedig 2004 als bester Film ausgezeichnet. Filmkritik 

Weit – Kritik

Der türkische Regisseur Nuri Bilge Ceylan überzeugt in Uzak durch eine ruhige, melancholische Bildsprache. Für die tragischkomische Erzählung einer Begegnung zweier entfremdeter Cousins in der winterlich verschneiten Metropole Istanbul erhielt der Film in Cannes 2003 den „Großen Preis der Jury“. Filmkritik