Philippe Falardeaus My Salinger Year beschwört ein literarisches Zauberland herauf, in dem Bücher die soziale Währung sind und verzücktes Schmachten das Erkennungszeichen. Doch die Fantasie enthält einen Selbstbetrug. Filmkritik
Die 70. Berlinale ist gestartet und wir sprechen zum Auftakt unseres Berlinale-Podcasts über zwei Filme, die sich mit instabilen Lebensentwürfen auseinandersetzen – und mit ganz viel Literatur. Außerdem verraten wir ein paar unserer erhofften Highlights der nächsten zwei Festivalwochen. Special
Die serbische Regisseurin Ivana Mladenović stellt einen Ausschnitt aus ihrem Leben nach; die Kamera ist unsichtbar, aber das Filmemachen besetzt die Hauptrolle. Ein paar Seitenhiebe auf das Patriarchat gibt es auch. Filmkritik
Neu auf Netflix: Twerking-Performances, Crop-Tops, Smartphone-Displays und Glitzer-Zopfgummis. Maïmouna Doucourés Debütfilm widmet sich den künstlichen, glänzenden, anziehenden Oberflächen in der Welt der heutigen Pre-Teens. Filmkritik
Trauer als Detektivarbeit: Ein Witwer beschäftigt sich obsessiv mit den Hinterlassenschaften seiner Frau und renoviert zu Therapiezwecken ein Haus. Weißer weißer Tag ist kein beruhigender Film, auch wenn er zunächst so tut. Filmkritik
Am Donnerstag starten die 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Zum Auftakt unserer Berichterstattung stellen wir auch dieses Jahr einige Filme aus den Nebensektionen vor, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Special
VoD: Bäume, Tattoos und Gedenktafeln. Aysun Bademsoy geht in Spuren – Die Opfer des NSU von der Materialität der Erinnerung aus. Ihr Dokumentarfilm ist zugleich intimes Porträt und scharfe Medienkritik. Filmkritik
Tagträume von Sex, Eifersucht und Tod: 25 Jahre nach Snake Eyes unternimmt Abel Ferrara mit Tomasso und der Tanz der Geister erneut eine filmische Selbstgeißelung. Die Ruhe des Films verleiht Kleinigkeiten große Wirkung. Filmkritik
Die Regisseurin und die Kritiker: Im Interview spricht Rebecca Zlotowski über Diversität an Filmsets, ihr sich wandelndes feministisches Engagement - und erklärt, warum ihr neuester Film nur in Cannes zu einem Erfolg werden konnte. Interview
Eine Familie begibt sich zur Trauerarbeit in eine Hütte und gerät ins Fegefeuer. The Lodge rückt das alles in religionskritisches Licht, aber die Filmemacher sehen ihre Figuren schon auch selbst gerne leiden. Filmkritik