Meine Frau weint

Berlinale 2026 – Wettbewerb: Es wird viel gesprochen in Angela Schanelecs Meine Frau weint – auf dem Arbeitsplatz, im Auto, auf Berliner Grünflächen. Und doch kreist der Film in seinen langen Kamerafahrten um die Einsicht, dass das Gesprochene nie ganz dem entspricht, was man fühlt.

Liebhaberinnen

Berlinale 2026 – Forum: In Koxis Liebhaberinnen sprechen und performen die Schauspieler*innen Elfriede Jelineks gleichnamigen Text. Es geht um alternde Körper und was es bedeutet, den eigenen Leib ein Leben lang vermarkten zu müssen.

Die Blutgräfin

Berlinale 2026 – Special: Ulrike Ottingers langjähriges Herzensprojekt Die Blutgräfin ist ein zwangloser Filmexzess und eine komplexe Tiefenbohrung in die todessehnsüchtige Geschichte Wiens.

Specials

Sexuelle Landschaft: Der schwule Sehnsuchtsort Fire Island

Jack Deveaus erotische Rashomon-Variation Fire Island Fever (1979) ist nur einer von vielen (Porno-)Klassikern, die auf der sagenumwobenen Barriereinsel in der Nähe New Yorks spielen. Zeit, diesen sinnlich aufgeladenen und filmisch hoch frequentierten Ort, zu porträtieren. weiter 

Nach unten offen – Venedig 2024

Nahostkonflikt, Ukraine-Krieg, US-Migrationspolitik: Das Filmfestival von Venedig brachte widersprüchliche Standpunkte miteinander in Dialog. Während man sich über mangelnde Empathie und allzu kalkulierte Bilder ärgerte, sorgte ein aus alten TV-Aufnahmen montierter Monumentalfilm für tiefgreifendes Verständnis. weiter 

The Show Must Move On – Venedig 2024

Zwei Starvehikel zählen zu den besten Beiträgen der ersten Wettbewerbshälfte: Angelina Jolie als Maria Callas arbeitet sich an einer Frau ab, die ihren Körper der Kunst geopfert hat. Eine selbstironische Nicole Kidman wirft im Erotikthriller Babygirl die Frage auf, wer hier Macht über wen hat. weiter 

Dämonen auf der Leinwand – Venedig 2024

In Italien sind die Rechten längst Teil der Regierung und nehmen kulturpolitischen Einfluss. Venedig-Festivalleiter Alberto Barbera hält die Fahne der Filmkunst hoch, zeigt aber durchaus auch politisch explosive Filme. Tim Burtons Eröffnungsfilm Beetlejuice Beetlejuice bedient erstmal rechte wie linke Wunschträume. weiter 

Pathos und Patente: Locarno 2024 (2)

Drei verlorene Seelen an Weihnachten in Monaco, andauernde Arbeitskämpfe in chinesischen Sweatshops und die Suche nach den Spuren eines besonderen Vaters: Zweiter Streifzug durch das diesjährige Festival von Locarno, mit neuen Filmen von Virgil Vernier, Wang Bing und Courtney Stephens. weiter 

Summer Special: Framing Locarno 2024

Framing meldet sich aus der Sommerpause mit einer Sonderausgabe vom Locarno Film Festival. Bei stabilen 30 Grad bespricht Locarno-Debütant Till Kadritzke mit den beiden weitaus erfahreneren Festival-Leoparden Hannah Pilarczyk (Spiegel) und Florian Keller (WOZ) die diesjährige Ausgabe. weiter 

Kampfsport und Gewässer: Locarno 2024 (1)

Ein tragischer Vorfall am See, ein heißer Tag am Fluss und ein abenteuerlicher Monat in Jordanien. Neue Filme von Laurynas Bareiša, Willy Hans und Kurdwin Ayub in den Wettbewerben vom Filmfestival Locarno. weiter 

Da ist stets diese Anmut: Terza Visione 2024

Das Frankfurter Festival des italienischen Genrefilms feierte in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Ein Streifzug durch ein Programm, in dem ein betörender Neorealismus auf ein Hangout-Kino trifft, eine sanfte Melancholie des Abschieds auf eine Weiterlebensutopie. weiter 

Nature is healing? – Karlovy Vary 2024

Im Kurzfilmprogramm der Experimental-Reihe „Imagina“ geht es häufig um nichtmenschliche Akteure: den Mond, farbenfrohe halluzinogene Pilze, auf Hochkulturstätten posierende Affen. Jan Soldat dagegen seziert die Inszenierung von Frauenleichen in deutschen Fernsehkrimis. weiter