Lamb – Kritik
Lamb erzählt in unterkühlter Langsamkeit von einem Hirtenpaar, das ein Schafskind mit menschlichem Körper großzieht – und flüstert Fragen über Anthropozentrismus und Transhumanismus in den isländischen Nebel. Filmkritik
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Lamb erzählt in unterkühlter Langsamkeit von einem Hirtenpaar, das ein Schafskind mit menschlichem Körper großzieht – und flüstert Fragen über Anthropozentrismus und Transhumanismus in den isländischen Nebel. Filmkritik
Elephant meets Stirb langsam. In Run Hide Fight ruft ein Schul-Amoklauf eine junge Heldin mit ärmellosem Shirt auf den Plan. Regisseur Kyle Rankin bekommt bei diesem heiklen Mix leuchtende Augen. Filmkritik
Apple TV+: English Gothic, Expressionismus, Film Noir. Joel Coens Macbeth ist eine einzige Synthese der Traditionen, in der sich zusammenfügt, was vielleicht ohnehin zusammengehört. Filmkritik
Die Matrix ist nun voller warmer Farben. Der vierte Teil der Reihe erlaubt sich eine Leichtigkeit, für die in den todernsten Vorgängern kein Platz war. Zugleich fühlt sich Matrix 4: Resurrections manchmal an, als ob vier Filme gleichzeitig ablaufen. Filmkritik
Wer bemängelt an einer Achterbahnfahrt schon falsche Kurven? Spider-Man: No Way Home lässt unbekümmert Erzählwelten zusammenprallen und treibt das Marvel-Prinzip, mit jeder Szene auf Affekte zu zielen, auf die Spitze. Filmkritik
VoD: „Was sollen wir tun? Wir müssen leben.“ In Drive My Car verwebt Ryūsuke Hamaguchi die Lakonie Murakamis mit der Melancholie Tschechows und untersucht behutsam die Spuren, die Menschen in den Leben anderer hinterlassen. Filmkritik
Endlich wieder eine große Leinwand und ein aufgedrehtes Soundsystem. Auch wenn viele critic-de-Autor*innen nicht so schnell sorglos zurück ins Kino fanden: Momente des Glücks erlebten sie auch in diesem Jahr – und oft woanders als erwartet. Special
VoD: Das Heimatland beleidigen, die Oase besudeln, Kamera und Protagonist zum Tanzpaar erklären. In Ahed's Knee filmt sich der israelische Regisseur Nadav Lapid in Rage. Filmkritik
Die hölzerne Didaktik der interkulturellen Romeo-und-Julia-Geschichte weicht Steven Spielbergs West Side Story trotz mehr Diversität nicht auf. Zugleich zeigt sein Musical dem Kinojahr mit atemberaubender Leichtigkeit, was ein schöner Film ist. Filmkritik
VoD: Der goldene Käfig ist zum Kotzen. Pablo Larraíns Spencer macht aus der Weihnachtsfeier der britischen Monarchie rund um Prinzessin Diana ein Paranoia-Kammerspiel. Filmkritik