Neu auf Netflix: Noah Baumbach bewegt sich in Weißes Rauschen mit dem Einkaufswagen durch die Gänge der Filmgeschichte, um links und rechts mitzunehmen, was eben gefällt, und gerät dabei in einen postmodernen Rausch. Filmkritik
VoD: In ihrem neuen Film speist Mia Hansen-Løve behutsam ein paar Liebes- und Lebensdramen in den eh schon überfüllten Alltag einer Dolmetscherin ein. An einem schönen Morgen hat deshalb weder Zeit für Schwarzblenden noch für Establishing Shots. Filmkritik
In seinem ambitionierten Sequel lässt Damien Leone seinen Killerclown auf ein Geschwisterpaar los, das sich mit Händen und Füßen gegen ein nochmals breiteres Arsenal an Verletzungswerkzeugen wehrt. Terrifier 2 entwirft dabei zugleich eine Heldin, die es mit dem Horrorclown aufnehmen kann. Filmkritik
Auf dem Filmfestival Mannheim-Heidelberg war junges, kantiges Kino zu sehen, das Gewohnheiten durcheinanderbringt. Ein Sehtagebuch über elektrische Träume, sanfte Mittelfinger gegen den Terror und die Katharsis eines gut platzierten Furzes. Special
VoD: Wegen ihrer Neuinterpretation des R.E.M-Songs „Losing My Religion“ werden drei migrantische Wienerinnen zum aufgebauschten Politikum. Kurdwin Ayubs Sonne ist ein lebendiger, immer (geistes-)gegenwärtiger Coming-of-Age-Film. Filmkritik
Neu auf MUBI: In seinem kalkuliert unbefriedigenden Film That Kind of Summer will Denis Côte von drei hypersexuellen Frauen erzählen und wirkt dabei aufgeregt wie ein Teenager. Filmkritik
VoD: In Ruhe sterben. Emily Atef schickt ihre todgeweihte Protagonistin in Mehr denn je auf eine letzte Reise und fragt nach der Selbstbestimmung im Abgang. Filmkritik
Zoten in den Tropen: Im großen Abschluss des St.-Pauli-Zyklus von Rolf Olsen verschlägt es Curd Jürgens in die deutsche Fantasie einer Bananenrepublik. Käpt’n Rauhbein aus St. Pauli ist eine Ansammlung erzählerischer Unfassbarkeiten, die verzweifelt nach Leichtigkeit sucht. Filmkritik
Strange World sieht aus wie ein wundersamer Mischmasch aus Sauriern, Insekten, Kraken, Einzellern und Gummibärchen. Doch so schön die Comicnachstellungen sind, der Geschichte um Väter, Söhne und Ökologie geht es vor allem um ihre Agenda. Filmkritik
VoD: Trotz seines rigorosen Titels Servus Papa, See You in Hell bewegt sich Christopher Roths leicht fiktionalisierter Film über eine Jugend in der Kommune von Otto Muehl jenseits der Sektenklischees – und nimmt auch die Welt da draußen kritisch in den Blick. Filmkritik