Auf dem Retrofestival konnte man sich dieses Jahr unter anderem fragen, was im deutschen Kino noch alles möglich gewesen wäre und wen Hollywood-Regisseur Hugo Fregonese als Nächstes ins Gefängnis steckt. Gesammelte Eindrücke aus Bologna. Special
Braucht es für ein Festival vielleicht gar keinen Direktor? Das FID Marseille im Jahr Null steht wie eh und je für die Rohdiamanten des Kinos – und feiert mit Albert Serra und Mathieu Amalric den Geniekult, natürlich mit Augenzwinkern. Special
Neu auf Blu-ray: Vor 30 Jahren schuf Nerd-Auteur Sam Raimi aus popkulturellen Versatzstücken seinen Darkman. Zweimal kehrte der rachsüchtige Wissenschaftler ohne Schmerzempfinden zurück – allerdings nur auf dem Videomarkt. Über High-Tech-Filme, weibliche Bösewichte und das Geheimnis guter Fortsetzungen. Special
VoD: Sex zwischen Katzen und Kameras. Pornfluencer zeigt den Lebensalltag eines "verified couples" und geht dabei weniger den Umtrieben der Pornoindustrie als einer toxischen Beziehung auf den Grund. Filmkritik
In der ersten Ausgabe ohne Festivaldirektor stellt das 33. FID Marseille mit einer spezifischen Idee vom Kino Zusammenhänge in Frage und eine Gemeinschaft her. Ein Gespräch über offene Filmbegriffe und den möglichen Widerspruch von Theorie und Inklusion. Special
Das Programm des 75. Filmfestivals Locarno (3.8.-13.8.) im Überblick. News
VoD: Sissi als Feminist Icon in der Midlife Crisis. Marie Kreutzer lockert die Schnüre von Kaiserin Elisabeths Korsett und spinnt damit Geschichte neu zusammen. Corsage ist Dekonstruktion, aber zugleich eine ernstgemeinte Liebeserklärung. Filmkritik
Quietschbunte Gockel-Aliens gegen einen düsteren Voldemort: Taika Waititi dreht in Thor 4: Love and Thunder erst närrisch frei, muss sich dann aber doch einem schwarz-weißen Kampf um die Existenz aller Götter widmen. Filmkritik
Ein domestizierter Pfau will fliegen lernen, die Menschen um ihn herum stehen auch ganz schön unter Spannung. Laura Bispuris Film über eine Familienfeier hat mehr Gespür für die einzelnen Figuren als fürs Kollektiv. Filmkritik
PR für eine rechte Partei und ein Einbruch im Ferienhaus: Ronnie Trocker beobachtet eine Familie, die sich langsam selbst demontiert. Der menschliche Faktor wechselt gekonnt die Perspektiven, hält seine Figuren aber doch außer Reichweite. Filmkritik