Rodrigo Morenos dreistündiger Bankraub-Film The Delinquents erschafft einen cinephilen Schutzraum auf dem Lande, Ryusuke Hamaguchis Evil Does Not Exist verweigert sich holzhackend Kino-Nostalgie wie Landschwärmerei. Special
Wer klatscht wo mit? Raven Jacksons von der US-Kritik gefeierter Coming-of-Age-Film All Dirt Roads Taste of Salt will mit Händen gefühlt werden, Guto Parentes Horror-Covid-Selbstreflexion A Strange Path bleibt schön inkonsequent. Special
Ex-Soldat sucht Superwaffe und Familie: Gareth Edwards Sci-Fi-Epos The Creator kennt nur zwei mögliche Umgänge mit Künstlicher Intelligenz – komplette Auslöschung oder vollständige Akzeptanz. Filmkritik
Christos Nikous High-Concept-Indie-Film Fingernails um eine Folterpraxis als Liebesbeweis entpuppt sich als angenehm altmodische RomCom, Isabella Eklöfs panskandinavische Koproduktion Kalak als aufdringlich intime Arthouse-Tortur. Special
Neu auf Bluray: Im gleichen Jahr wie sein berühmter Erstling Menschen am Sonntag kam ein weiterer Film Robert Siodmaks in die Kinos. Abschied (1930) wird vom Melodram um eine Trennung zusammengehalten, liefert aber in erster Linie ein Potpourri der Lebensrealitäten im Berlin der frühen 1930er Jahre. Filmkritik
VoD: In seinem, dieses Jahr mit dem Goldenen Bären der Berlinale ausgezeichneten Dokumentarfilm erkundet Nicolas Philiberts eine auf der Seine schwimmende psychiatrische Tagesklinik. Filmkritik
In seinem zweiten Film folgt Max Gleschinski einer zunächst namenlosen Frau über die Mecklenburger Seenplatte und in ihre Vergangenheit. Alaska ist ruhig erzählt und nimmt sich doch nicht die nötige Zeit. Filmkritik
Keine Gesichter, kein Überblick, nur kindliche Angst in der Dunkelheit: Kyle Edward Balls Horror-Hype Skinamarink gleicht einem Schlund, in dem sich unsere paranoide Fantasie verlieren kann. Filmkritik
Vielleicht weiß die deutsche Beziehungskomödie der 1990er Jahre von ihrer Zeit etwas, woran wir uns nicht mehr erinnern. Eine vom Filmkollektiv Frankfurt kuratierte Reihe widmete sich der Hochphase dieses Genres. Special
Performative Wiedervorlage: Stefan Hayns Pain, Vengeance?, der am Mittwoch im Berliner Arsenal zu sehen ist, besucht mit zwei Texten des Shoah-Überlebenden Robert Antelme deutsche Gedenkstätten – und begibt sich auf dessen Suche nach einer neuen Gesellschaft und einer neuen inneren Welt. Filmkritik