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Berlinale 2011: Komatöse Langeweile, Sexploitation and a really bad movie

Ob ich Englisch spreche, will der Herr mit dem Deutsche-Welle-Mikrofon in der Hand vor dem Cinemaxx-Kino am Potsdamer Platz wissen, als ich dieses gerade verlasse. Yes, I do. Das Mikro schießt auf meine Nasenhöhe. How did you like this really bad movie, lautet dann die erste Reporterfrage. Verwirrt von dieser wenig neutralen journalistischen Perspektive, stammele ich etwas von spannender Handlung, starken Charakteren, leinwandfüllenden Landschaftsaufnahmen und einem überragenden Jeff Bridges. Ja, es geht um den Eröffnungsfilm, True Grit von den Coen-Brüdern, über den Sascha Keilholz ebenfalls keine gute Meinung hat, diese aber durchaus genauer begründet. Mein Interviewer aber will auf meine Gegenfrage, was ihm an diesem soliden Western denn nicht gefallen habe, nicht so recht antworten. News 

Berlinale 2011: The Drifters

Am ersten Tag des größten deutschen Filmfestivals können sich die Presseleute abgesehen vom Eröffnungsfilm vor allem in Vorführungen des Forums tummeln. Erstes Zwischenfazit: die Bandbreite ist groß, Tendenzen sind dennoch erkennbar. News 

Berlinale 2011: Auftakt

Was ist jetzt passiert?

Die Berlinale eröffnet mit einem Film, der in den USA schon kalter Kaffee ist. Die Entscheidung der Festivalleitung, auf das Sundance-Problem zu reagieren und ausgewählte Filme, die dort im Januar liefen, auch in Berlin zu zeigen, ist nachvollziehbar. Aber Wochen nach dem regulären US-Start ein Film zu Eröffnung des Wettbewerbs? Zumindest steht das im harschen Kontrast zum Premieren-Wahnsinn, den die Verantwortlichen sonst ausrufen.

Grundsätzlich sollte ein Festival doch vor allem auf die Qualität der Filme achten und darüber hinaus insbesondere solche zeigen, die vor Ort sonst schwer oder nur deutlich verspätet zu sehen sein würden. Auf True Grit trifft leider keines dieser Kriterien zu. In zwei Wochen wird sich jeder Kinogänger in Deutschland davon überzeugen können, dass die Coen-Brüder keinen Zugang zum Western-Genre gefunden haben. News 

TV5Monde mit deutschen Untertiteln

Rechtzeitig zur Berlinale hat der frankophone Fernsehsender die Empfangsmöglichkeiten für deutsche Untertitel verbessert. Inzwischen sind sie überall, wo TV5Monde ausgestrahlt wird, sichtbar. Details zu den unterschiedlichen Empfangswegen der Filme in OmU gibt es hier. Nicht selten bieten sich im Programm Entdeckungen von Filmen, die in Deutschland kaum eine Auswertung erhalten. Zum Auftakt der 61. Internationalen Berliner Filmfestspiele am heutigen Donnerstag, 10.02.2011 ist der Sender zudem Partner des Eröffnungsfilms des Panoramas Tomboy von Céline Sciamma (siehe unsere Berlinale-Empfehlungen) und sendet um 21h den Gewinner eines Silbernen Bären 1996, Raoul Ruiz' Genealogien eines Verbrechens (Généalogies d'un crime) mit Catherine Deneuve, Michel Piccoli und einem jungen Melvil Poupaud (Wiederholungen am Sonntag, 13.02.2011 um 23.46 Uhr und am Dienstag, 15.02.2011 um 18.35 Uhr). News