Neu auf critic.de

Retrospektive Lee Anne Schmitt

Filmemachen als Dokumentation und Reflexion von Veränderungen. Unter dem Titel „New Americana“ präsentiert die Viennale das überschaubare Werk von Lee Anne Schmidt.  Special 

Cut – Kritik

Immer mitten in die Fresse rein. Ein obsessiver Liebesbrief ans Kino, mit einem Regisseur, der sich als lebender Boxsack zur Verfügung stellt. Filmkritik 

Phoenix in der Asche – Kritik

Mission Klassenerhalt. Jens Pfeifer hat die Basketballer von Phönix Hagen nach ihrem Aufstieg eine Saison lang begleitet und gewährt dabei spannende Einblicke in die Herausforderungen der neuen Erstligisten. Filmkritik 

Stolen Lives – Kritik

Tom Adkins (Jon Hamm) ist auf der Suche nach seinem Sohn. Seit acht Jahren. Als die verweste, ein halbes Jahrhundert alte Leiche eines Jungen entdeckt wird, wittert er seine Chance zur Klärung des Falls. Filmkritik 

4+1 Simultanes Filmfestival 2011

Im Zuge der seit Aufkommen des Fernsehens immer wieder beschriebenen Bedrohung des Kinosaals als privilegierter Raum der Filmerfahrung – in den letzten Jahren nochmals verstärkt durch die Rezeption von Filmen mittels Datenpaketen per Video on Demand oder Online-Streaming – kommt dem Format des Filmfestivals eine zusätzliche Bedeutung zu. Festivals bieten nicht mehr nur die Möglichkeit, Filme zu sehen, welche womöglich niemals im regulären Kino, im Fernsehprogramm oder in einer DVD-Version erscheinen. Sie werden auch zu einem Refugium der kollektiven Filmerfahrung. Gerade kleinere Festivals, die nicht für die Branche, sondern für das Publikum konzipiert sind, bewahren die Idee des Kinosaals als Gemeinschaftsraum – nicht zuletzt durch die Möglichkeit, nach den Vorführungen über das Werk zu diskutieren.

Das Festival 4+1, das ab heute in Madrid und vier lateinamerikanischen Städten (Mexiko-Stadt, Bogotá, Rio de Janeiro und Buenos Aires) in seiner zweiten Ausgabe stattfinden wird, schlägt eine interessante Brücke zwischen den verschiedenen Modi der filmischen Erfahrung. Zum einen verbindet es das Kino mit dem ursprünglich dem Fernsehen eigenen Motiv der Synchronität. Denn die nicht real erlebte, sondern vorgestellte gemeinschaftliche Filmerfahrung ist das Konzept von 4+1. Der Programmplan sieht vor, dass die Filme zeitgleich an allen Schauplätzen zu sehen sein werden – der Kinobesucher in Madrid weiß also, dass dieselben Bilder zur gleichen Zeit in einem Kino in Rio de Janeiro zu sehen sind. Dazu kommt ab diesem Jahr eine weitere Verbindung zu den neuesten Rezeptionsformen: Während der Laufzeit des Festivals (26. bis 30. Oktober) werden die Filme innerhalb der teilnehmenden Länder über die Plattform MUBI auch online zu sehen sein. News