1966 – Papas Kinos bebt (1): Von wegen weltoffener Neuer Deutscher Film. Alfred Vohrer hat eine Gaunerfantasie mit bonbonbunten Dekors, durchgeknallten Garderoben und einem sympathischen Sinn für Artifizialität gedreht. Nicht zuletzt zeigt sein Film, wie internationalisiert das bundesdeutsche Filmschaffen damals war. Filmkritik
Ein von ökonomischen Zwängen befreites Experimentierfeld. Das Forum widmet sich dem japanischen 8mm-Film der 1970er und 80er Jahre und zeigt dabei junge Regisseure wie Sogo Ishii, Shinya Tsukamoto und Sion Sono, die sich gegen eine normierte Gesellschaft auflehnen. Special
Die fröhliche Praxis des wiederermöglichten Anschauens, oder wie man das kommerzielle deutsche Kino des Jahres 1966 mit offenen Augen würdigt: Auftakt zu einer Textreihe, die sich als Ergänzung und Gegenstück zur diesjährigen Berlinale-Retro versteht. Special
Ein Wochenende in der Provinz: In einem bretonischen Landhaus reißt Olivier Jahan die alten Wunden eines entfremdeten Paares wieder auf – und kreiert dabei ein beklemmendes Kammerspiel. Filmkritik
Das Ende einer Jahreszeit – Catherine Corsini führt eine verbotene Liebe von der Stadt aufs Land. Filmkritik
Wer bei dem Titel eine weitere Anklage der US-Außenpolitik durch den Berufspolemiker erwartet hat, wird überrascht sein: Michael Moore marschiert selbst in Europa ein, auf der Suche nach guten Ideen. Ein originelles Filmkonzept war leider nicht darunter. Filmkritik
Eine Kreatur aus dem Keller macht Jagd auf drei Amerikaner in einem italienischen Schloss, und Lamberto Bava zeigt Dynamiken im Kleinst-Kosmos Familie. Filmkritik
Die britische Regisseurin Sarah Gavron setzt der Bewegung für das Frauenwahlrecht ein gut gemeintes Denkmal. Der deutsche Zusatztitel des Films deutet aber schon an, warum es ein unzulängliches sein könnte. Filmkritik
In der Nacht sind alle Mörder blau. Mit einem düsteren und minimalistischen Giallo über eine blinde Mordzeugin bringt Lamberto Bava 1989 sein großes Jahrzehnt mit einem Paukenschlag zu Ende. Filmkritik
Nonchalante Kommunisten in Hollywood: Jay Roach entwirft ein gemütliches Porträt eines Autors zur Zeit der McCarthy-Ära. Filmkritik