Die schönsten Kinomomente finden nicht immer im klassischen Kinosaal statt, sondern auch mal auf dem Vorplatz, vor einem röchelnden Laptop oder in einem Kulturforum mit großen Topfpflanzen. Im zweiten Teil unseres Jahresrückblicks erinnern sich critic.de-Autoren an rote Lava, verätzendes Fleisch und eine Rachefantasie, die für leuchtende Augen sorgte. Und keine Sorge: Toni Erdmann ist auch am Start. Special
„Schlimm kann vieles heißen“: Im ersten Teil unseres großen Jahresrückblicks erzählen critic.de-Autoren von Fieberträumen im heimischen Bett und verhinderten Walkouts. Sie fühlen sich vom Grauen erschüttert, mit verlogenen Filmen eingesperrt und überhaupt betrogen: um eine neue cinephile Freundschaft, und um einen Kuss. Special
Auf der Suche nach der richtigen Distanz: Wir haben mit Jean-Pierre und Luc Dardenne über widerborstige Figuren und Überwachungsbilder im Dienste der Menschlichkeit gesprochen – und erfahren, warum es sie zugleich ärgert und freut, ihren neuesten Film Das unbekannte Mädchen noch einmal neu geschnitten zu haben. Interview
Das Gedenken im lauten Schwall der Gegenwart: Sergei Loznitsas Porträt der Gedenkstätte Sachsenhausen löst das Lager vollständig in der Dynamik der Menschenmassen auf. Ein Film, der hilflos zurücklässt. Filmkritik
Das junge arabische Kino auf dem Filmfestival Marrakesch ist nur selten wirklich aus heimischer Produktion. Doch wie wichtig ist es, hier nach der Herkunft zu fragen? Special
Ein Royal Dinner mit dem Prinzen: Als europäischer Besucher auf dem Festival von Marrakesch fühlt man sich mitunter, als sei die Kolonialzeit nie zu Ende gegangen. In den Kinos herrscht dagegen oft ausgelassene Partystimmung. Special
Macht sich Olivier Assayas absichtlich lächerlich? Treffen die Dardennes’ ins Herz Europas? Wir dokumentieren Artikel von vier jungen Bloggern, die die Französische Filmwoche Berlin 2016 begleitet haben. Special
Eine Apfelverkäuferin als edle Dame, Propaganda gegen die Nazis, eine Notlandung im Himalaya: Das Arsenal widmet Frank Capra, dem vielleicht amerikanischsten aller Regisseure, eine ausführliche Retrospektive – und bewegt sich dabei mit großem Vergnügen auch abseits der großen Klassiker. News
Mit seinen exzessiven Body-Horrorfilmen zählt Shinya Tsukamoto zu den profiliertesten Regisseuren des japanischen Gegenwartskinos und zu den radikalsten Kritikern gesellschaftlicher Normierung. Auf dem Filmfestival von Marrakesch haben wir mit ihm über seine Anfänge im 8mm-Bereich, sein zwiespältiges Verhältnis zu großen Budgets und die Unterschiede zwischen urbaner und natürlicher Gewalt gesprochen. Interview
Salt and Fire ist ein Film, der sich alles erlaubt. Der zeigt, dass Werner Herzog noch die fremdesten Elemente mühelos herzogisiert. Also einen dahergelaufenen Wüstenthrillerplot. Oder Veronica Ferres. Filmkritik