Neu auf critic.de

Die kanadische Reise – Kritik

Identität als Heimsuchung und ewiger Zweifel: In Philippe Liorets Die kanadische Reise irrt ein junger Mann erst der eigenen Abstammung nach und schreibt dann doch selbst das Szenario seiner Herkunft. Filmkritik 

Die schlechtesten Filme und schlimmsten Kinomomente 2017

Wenn im Kino gehässige Party-Stimmung herrscht oder die Klimaanlage übertreibt. Und wenn Filme nur Babysprache sprechen, einen ungefragt duzen oder sogar ankumpeln. Unsere Autoren über schlimme Momente und schlechte Filme. Zwei Werke sind gleich doppelt vertreten. Special 

Fever Room – Kritik

Und noch ein Screen, und noch ein Screen: Apichatpong Weerasethakuls „Film-Installation“ Fever Room in der Berliner Volksbühne hält den Zuschauer klein und macht sensibel für feine Unterschiede. Das Kopfweh wird gern in Kauf genommen. Filmkritik 

Turtle Vision – Kritik

Katharsis auf Magnetband: In Turtle Vision folgt ein Voyeur mit Kamera einer Schlafwandlerin mit Skalpell. Die Folgen ihres Aufeinandertreffens formt Hisayasu Satō zu einem verstörenden Misswuchs aus Technologie und Trauma. Filmkritik 

Escalation – Kritik

Vom Generationenkonflikt, von der allumfassenden Macht des Kapitalismus, von der emotionalen Blindheit der Männer und von der Intelligenz der Frauen, die wissen, dass der Weg zum Hirn des Mannes über seine Libido führt. Roberto Faenzas psychedelisches Spielfilmdebüt Escalation ist jetzt auf Blu-ray erschienen. Filmkritik 

Clair Obscur – Kritik

Von überall tönt es #metoo: Yeşim Ustaoğlu führt in Clair Obscur das Schicksal zweier unterschiedlicher Frauen in der Türkei zusammen, möchte auf die Universalität weiblicher Erfahrung hinaus – und flüchtet doch vor der entscheidenden Frage. Filmkritik 

Mudbound – Kritik

Emanzipation im Bild ausgeschlossen: In dem Netflix-Drama Mudbound gelingt es Dee Rees mit den Mitteln des klassischen Erzählkinos, Rassismus nicht als Sonderfall, sondern als Ordnungsprinzip zu begreifen – und über ästhetische Gegenprinzipien nachzudenken. Filmkritik 

Love - Zero = Infinity – Kritik

Wahrheiten von dreckigen, nassen Frauen oder von der Unendlichkeit der Liebe. Hisayasu Satōs Love – Zero = Infinity zeigt einen Lehrer, der zwei vampirische Paare verfolgt, und bietet keine Wegweiser, sondern eine Landschaft zum Erforschen. Filmkritik 

Verdrehte Fakten für die Berlinale-Debatte

Fakten-Check: Wie viel ist dran an der Behauptung der Branchenzeitschrift Blickpunkt:Film, Regisseure hätten nicht auf eigene Initiative einen Neuanfang bei der Berlinale gefordert? Über eine faule Desinformations-Kampagne. Special 

Stoß das Tor zur Hölle auf: Die Filme von Hisayasu Satō

Seelische Krüppel, Rape-Fantasien und ziemlich viele Injektionsnadeln: In den kalten und rohen Erotikfilmen von Hisayasu Satō ist der Wahnsinn kein Ausnahmezustand. Zum Auftakt unserer Reihe erzählt Oliver Nöding, wie er die Angst vor der Begegnung mit dem Werk des japanischen Regisseurs überwand und warum sich das gelohnt hat. Special