F 2010. Regie: Massy Tadjedin. Mit: Keira Knightley, Sam Worthington Start:
Zweisamkeit nachts im Swimmingpool oder beim Gassigehen mit fremdem Hund. Romantik braucht einen Rahmen, und wenn die Funken sprühen, dann kann jedes Wort zu viel sein. Kritik
GB 2010. Regie: Stephen Frears. Mit: Gemma Arterton, Roger Allam Start:
Vor ein paar Jahren nahm Stephen Frears in Die Queen das britische Königshaus auseinander, jetzt muss die englische Provinz dran glauben: Ex-Bond-Girl Gemma Arterton stürzt ein Dorf in Liebeswirren. Kritik
FI 2010. Regie: Jalmari Helander. Mit: Onni Tommila, Jorma Tommila Start:
Klar, Weihnachten ist ein durch und durch kommerzialisiertes Fest. Aber vielleicht auf andere Art und Weise, als Sie denken, wie dieser erfrischende, ganz und gar nicht familienfreundliche Debütfilm aus Finnland zeigt. Kritik
Patricio Guzmán wirft mit seinem Dokumentarfilm – mehr einem Essay über unsere Formen, mit Vergangenheit umzugehen – einen Blick in die chilenische Wüste. Kritik
F 2010. Regie: Yann Samuell. Mit: Sophie Marceau, Marton Csokas Start:
Sophie Marceau wird als erfolgreiche Geschäftsfrau mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und bringt ihr Leben in Ordnung – Yann Samuell widmet sich in seiner Komödie auf leichte Art der Frage, was aus uns geworden ist, wenn wir erwachsen sind. Kritik
F 2010. Regie: Xavier Beauvois. Mit: Lambert Wilson, Michael Londsdale Start:
Nach einer wahren Begebenheit erzählt Xavier Beauvois, wie französische Mönche in Algerien zwischen die Fronten von Terroristen und korrupter Armee geraten. Die Inszenierung wird dabei vom ritualisierten Klosteralltag bestimmt. Kritik
USA 2010. Regie: Florian Henckel von Donnersmarck. Mit: Johnny Depp, Angelina Jolie Start:
Wie man eine der begehrtesten Frauen der Welt an der langen Leine durch einen der schönsten Käfige führt: The Tourist von Florian Henckel von Donnersmarck. Kritik
D 2010. Regie: Till Endemann. Mit: Christian Ulmen, Michael Gwisdek Start:
Eine nette Grundidee und eine vielversprechende Besetzung sorgen letzten Endes doch nicht für den erhofften frischen Wind, sondern nur für lahmen Slapstick und gescheiterte Tiefgründigkeit. Kritik
USA 2010. Regie: Nathan Greno, Byron Howard Start:
Ein altes Märchen, zur Kenntlichkeit entstellt: Disney bietet eine äußerst kurzweilige Variation auf das Grimm’sche Märchen mit viel Haar, Musik und Humor. Kritik
NO 2010. Regie: Hans Petter Moland. Mit: Stellan Skarsgård, Bjørn Floberg Start:
Stellan Skarsgård macht Blockbuster-Pause in Hollywood und dreht wieder in Skandinavien. Er brilliert in der Rolle eines Mörders, der nach zwölf Jahren in die Freiheit entlassen wird und seinem verpfuschten Leben einen neuen Sinn geben will. Kritik
CH, IT 2010. Regie: Silvio Soldini. Mit: Alba Rohrwacher, Pierfrancesco Favino Start:
Silvio Soldini kehrt nach Mailand zurück, knüpft an den sozialen Hintergrund seines letzten Films Tage und Wolken (Giorni e nuvole, 2007) an und inszeniert eine Geschichte vom wankelmütigen Leben. Kritik
GB, CA 2009. Regie: Sam Taylor Wood. Mit: Aaron Johnson, Kristin Scott Thomas Start:
Von John Lennons dramatischer Jugend wissen wahrscheinlich die wenigsten. Deshalb erhellt Sam Taylor-Wood in ihrem Debütfilm den Hintergrund des Beatles-Stars – leider mit etwas sehr konventionellen Mitteln. Kritik
Woody Allen widmet sich ein weiteres Mal bildungsbürgerlichen Pärchen und ihren Beziehungskrisen. Die bewährte Rezeptur will aber nicht mehr so richtig schmecken. Kritik
F 2010. Regie: Richard Berry. Mit: Jean Reno, Kad Merad Start:
Luc Besson lässt in seiner neuen Kinoproduktion seinen Stammschauspieler Jean Reno als ehemaligen Paten in gewohnt souveräner Professionalität Rache an seinen Attentätern nehmen. Kritik
D, KEN 2010. Regie: Hawa Essuman. Mit: Samson Odhiambo, Leila Dayan Opou Start:
Eine Frau mit Kuhbeinen, sieben Aufgaben und die erste Liebe – der von Tom Tykwer produzierte Soul Boy ist aus einem Film-Workshop in Kenias Hauptstadt Nairobi entstanden und erzählt ein Slum-Märchen aus Kindersicht. Kritik
S 2007. Regie: Hannes Holm. Mit: Martina Haag, Nikolaj Coster-Waldau Start:
In dieser schwedischen Variante von Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück (Sharon Maguire, 2001) kämpft eine arbeitslose Schauspielerin Ende 30 mithilfe eines frisierten Lebenslaufs um eine Rolle – und natürlich um die Liebe. Kritik
Wie viel Kraft das Vergessen kostet und welche Kräfte es frei setzt, danach fragt der französische Regisseur Benoît Jacquot in seiner Verfilmung Villa Amalia des gleichnamigen Romans von Pascal Quignard. Kritik
DK, IS, USA, F, D 2009. Regie: Dagur Kári. Mit: Brian Cox, Paul Dano Start:
Im raumzeitlichen Vakuum geht einem Film die Luft aus: Die Welt von Ein gutes Herz ist wie eine filmische Enklave, in der man sich nicht allzu gerne aufhält. Kritik
D, CZ, Ö 2010. Regie: Juraj Herz. Mit: Mark Waschke, Karel Roden Start:
Alle waren Opfer. Habermann ist der erste deutsch-tschechische Spielfilm über den Holocaust an den Deutschen – oops – über die brutale Vertreibung der Sudetendeutschen aus der Tschechoslowakei nach 1945. Kritik
USA 2010. Regie: Jay Duplass, Mark Duplass. Mit: John C. Reilly, Marisa Tomei Start:
Mumblecore trifft Hollywood im dritten Werk der Brüder Duplass. Der unambitionierte Charakter des Films ist auf den ersten Blick so erfrischend wie in letzter Hinsicht enttäuschend. Kritik
E, D, CH 2010. Regie: David Pinillos. Mit: Nora Tschirner, Unax Ugalde Start:
Eine Deutsche, ein Italiener und ein Spanier arbeiten in einem Zürcher Nobelrestaurant. Das könnte für herrliche Verwirrungen sorgen, doch leider sprechen sie alle perfektes Englisch. Kritik
D 2010. Regie: Olaf Saumer. Mit: Arne Gottschling, Klaus-Dieter Bange Start:
Olaf Saumer leitet seinen ersten Spielfilm selbstbewusst ein, verliert sich aber in der schwierig zu meisternden Verquickung von sensibler Ruhe und temporeichen Aktionen. Kritik
D 2009. Regie: Angela Christlieb. Mit: Denis Cremel, François Grossi Start:
Auf der Suche nach einer imaginären Stadt: Angela Christlieb sucht und findet den Mythos im Alltag, und mit Urville schafft sie außerdem noch so etwas wie einen poetischen Dokumentarfilm. Kritik
Julian Schnabel hat genug von Filmgemälden. In seinem neuesten Film ist seine Bildsprache nicht mehr Ausdruck von inszenatorischer Freiheit, sondern leidet unter den Zwängen einer überfrachteten Handlung. Kritik
USA, GB 2010. Regie: David Yates. Mit: Daniel Radcliffe, Emma Watson Start:
Die Zeit des Abschieds hat begonnen. Die Verfilmung des letzten Harry-Potter-Bandes kommt in zwei Teilen ins Kino. Teil eins ist der bisher düsterste Film der Reihe. Und der beste. Kritik
Nur einen Tag lang begleiten wir eine japanische Familie und erfahren dabei doch ihre ganze Geschichte. Auch mit seinem neuesten Werk beweist Hirokazu Kore-eda, dass er einer der stilsichersten Regisseure seiner Zeit ist. Kritik
USA 2010. Regie: Will Speck, Josh Gordon. Mit: Jennifer Aniston, Jason Bateman Start:
Sieben Jahre lang nicht wissen, dass man Vater ist – Umständlich verliebt macht daraus eine etwas andere Liebeskomödie, die Versatzstücke des Genres geschickt neu ordnet. Kritik
USA 2010. Regie: Tony Scott. Mit: Denzel Washington, Chris Pine Start:
In seinem neuen Film übt sich Tony Scott zumindest teilweise in Understatement. Zwei Working Class Heroes versuchen, einen führerlosen, mit giftigen Chemikalien bepackten Güterzug zu bremsen. Kritik
Ö, USA 2009. Regie: Gerhard Fillei, Joachim Krenn. Mit: Matthew Mark Meyer, Claudia Vick Start:
Joachim Krenn und Gerhard Fillei zeigen mit South eine eigenwillige Neo-Noir-Variation und manövrieren den Film in ein Wechselspiel aus Regelhaftigkeit und Überformung. Kritik
D 2010. Regie: Ralf Westhoff. Mit: Julia Koschitz, Felix Hellmann Start:
Untersuchungsgegenstand heterosexuelle Partnerdynamik, Versuchslabor München: Nach dem Massenexperiment Shoppen kommt von Ralf Westhoff nun die Langzeitstudie Der letzte schöne Herbsttag in die Kinos. Kritik
IND 2010. Regie: Anusha Rizvi. Mit: Raghuvir Yadav, Omkar Das Manikpuri Start:
In Indien begehen jedes Jahr schätzungsweise 17.000 verschuldete Bauern Selbstmord. Das ist die schreckliche Realität hinter dieser bitterbösen Mediensatire. Kritik
IT, USA, JP, D 2010. Regie: Jens Schanze. Mit: Minoru Asada, Neil Gershenfeld Start:
Willkommen in der Zukunft von gestern! Plug & Pray zeigt, dass Roboter und künstliche Intelligenzen zwar zum alten Eisen des Kinos zählen mögen, die Forschung aber munter weiter geht. Kritik
USA 2010. Regie: Robert Rodriguez. Mit: Danny Trejo, Michelle Rodriguez Start:
Grindhouse-Kino ist en vogue. Der von Fanboys in aller Welten sehnlichst herbeigewünschte Machete ist ein typischer Mexploitation-Reißer, wie ihn nur ein Robert Rodriguez aus dem Boden stampfen kann. Kritik
D 2010. Regie: Gamma Bak. Mit: Gamma Bak, Janos M. Bak Start:
Psychose – das ist die Diagnose. Aber wie lebt es sich mit dieser Krankheit im Kopf? Gamma Bak hat einen Dokumentarfilm über ihr „Verrücktsein“ mit all seinen Risiken und Nebenwirkungen gemacht. Kritik
AUS, CN, USA 2009. Regie: Bruce Beresford. Mit: Chi Cao, Bruce Greenwood Start:
Vom chinesischen Bauerndorf auf die Bühnen der Welt. Nach der gleichnamigen Autobiografie erzählt Maos letzter Tänzer anhand des berühmten Balletttänzers Li Cunxin eine klassische Aufsteigergeschichte und ist dabei mehr Melodram als Tanzfilm. Kritik