Neu im Kino

Winter in Sokcho – Kritik

F, ROK 2024. Regie: Koya Kamura. Mit: Bella Kim, Roschdy Zem
Start:

In einer verschneiten, südkoreanischen Küstenstadt trifft eine junge Frau auf einen stoischen französischen Maler. Winter in Sokcho erzählt von unverhoffter menschlicher Nähe, von kleinen Verwandlungen und der Last idealisierter Körperbilder. Kritik 

Ungeduld des Herzens – Kritik

D 2025. Regie: Lauro Cress. Mit: Livia Matthes, Wesley Dean Adler
Start:

Frei nach dem gleichnamigen Stefan-Zweig-Roman erzählt Ungeduld des Herzens von der Begegnung zwischen einem Soldaten und einer querschnittsgelähmten jungen Frau. Hinter der scheinbar gefühlvollen Liebesgeschichte verbirgt sich die nuanciert ausgestaltete Charakterstudie einer Kontrollsucht.   Kritik 

No Other Choice – Kritik

ROK 2025. Regie: Park Chan-wook. Mit: Lee Byung-hun, Yeom Hye-ran
Start:

Der Titel ist Programm in Park Chan-wooks neuem Film: No Other Choice, keine Wahl haben absolut alle Figuren in diesem genuin suizidalen Höllentrip aus Südkorea. Die Frage, was das alles soll, stellt sich durchaus. Kritik 

Melania – Kritik

USA 2026. Regie: Brett Ratner. Mit: Donald Trump, Melania Trump
Start:

Brett Ratners Melania über die amtierende First Lady der USA ist weniger Propaganda-Machwerk als eine um jede Eigenwilligkeit bereinigte Unternehmens-Broschüre. Glänzende Bilder und schmissige Popsongs erschaffen eine Oberfläche, an der man lang kratzen muss, um etwas Interessantes freizulegen. Kritik 

Send Help – Kritik

USA 2026. Regie: Sam Raimi. Mit: Dylan O'Brien, Rachel McAdams
Start:

Ein arroganter Firmen-CEO strandet mit einer Untergebenen auf einer tropischen Insel. Was leicht eine bemühte Satire hätte werden können, verwandelt Regisseur Sam Raimis Send Help in eine lustvolle Erkundung von Identitäten, Körpern und der Faszination des Ekligen. Kritik 

Primate – Kritik

USA 2025. Regie: Johannes Roberts. Mit: Troy Kotsur, Kevin McNally
Start:

Mal amoklaufendes Raubtier, mal unschuldiges Äffchen. Ein tollwütiger Schimpanse macht in Johannes Roberts’ famosem Horrorfilm Primate einer Gruppe von Freundinnen auf Mädelsurlaub die Hölle heiß. Kritik 

Little Trouble Girls – Kritik

SLO, IT, CR, SER 2025. Regie: Urska Djukic. Mit: Jara Sofija Ostan, Mina Svajger
Start:

Die Wunden Christi werden zur Vulva und auch sonst sprießt die Sexualität in Urška Djukićs Little Trouble Girls in alle Richtungen. Ein Coming-out-oder-zumindest-of-Age-Film, der sich, zwischen verführerischen Mitschülerinnen, begehrten Bauarbeitern und Olivenbäumen gelegentlich auch im Kitsch verirrt. Kritik 

White Snail – Kritik

Ö 2025. Regie: Elsa Kremser, Levin Peter. Mit: Marya Imbro, Mikhail Senkov
Start:

In Minsk sucht die junge Masha nach einer Zukunftsperspektive. Mit einem genauen Blick für die Dinge und Gesten des Alltags erzählt White Snail vom Leben in der Diktatur und der permanenten Spannung zwischen Selbstinszenierung und Selbstauslöschung. Kritik 

Die Stimme von Hind Rajab – Kritik

USA, F, TN 2025. Regie: Kaouther Ben Hania. Mit: Saja Kilani, Motaz Malhees
Start:

Kaouther Ben Hania setzt in Die Stimme von Hind Rajab der Titelfigur, einem 5-jährigen Mädchen, das sich im Gaza-Krieg stundenlang vor Soldaten der israelischen Armee versteckt hielt, ein Denkmal. Der Film ist nicht subtil und will es auch nicht sein. Kritik 

Hamnet – Kritik

GB 2025. Regie: Chloé Zhao. Mit: Paul Mescal, Jessie Buckley
Start:

Chloé Zhao erkundet in Hamnet die tragischen Hintergründe von Shakespeares „Hamlet“. Dem Schmerz des Verlustes ringt sie teils berückend intime Bilder ab, überschätzt dabei aber die heilende Kraft der Kunst. Kritik 

The Housemaid - Wenn sie wüsste – Kritik

USA 2025. Regie: Paul Feig. Mit: Sydney Sweeney, Amanda Seyfried
Start:

Eine verbrauchte 40-jährige droht im Erotikthriller The Housemaid von einer jüngeren Version ihrer selbst ersetzt zu werden. Paul Feig inszeniert selbstbewusst mitten im Mainstream einen Film für Erwachsene, bei dem die sexuellen und blutigen Attraktionen zu sehr Mittel zum Zweck bleiben.  Kritik 

Small Town Girl – Kritik

D 2025. Regie: Hille Norden. Mit: Dana Herfurth, Luna Jordan
Start:

Nore, die ihre Sexualität hedonistisch auslebt, trifft in einer Kneipe auf eine alte Schulkameradin. Hille Norden erzählt in ihrem Debütfilm Small Town Girl nuanciert, was es bedeutet, sich und seine eigene Vergangenheit akzeptieren zu können. Kritik 

Madame Kika – Kritik

B 2025. Regie: Alexe Poukine. Mit: Manon Clavel, Makita Samba
Start:

Nach dem Tod ihres Partners findet eine Sozialarbeiterin in der BDSM-Sexarbeit unerwarteten Halt. Madame Kika erzählt nüchtern und einfühlsam von modernen Arbeitswelten und vom Kampf, der eigenen Trauer Raum zu geben. Kritik 

Plainclothes – Kritik

USA, GB 2025. Regie: Carmen Emmi. Mit: Tom Blyth, Sam Asa Brownstein
Start:

Wohin schauen und wie lange? In der New Yorker Vorstadt der 1990er führt ein verdeckter Ermittler, der auf cruisende Schwule angesetzt wird, selbst ein Doppelleben zwischen Zweifel, Angst und unterdrückter Lust. Leider misstraut Plainclothes der Spannung, die schon allein in diesem Zwiespalt liegt. Kritik 

Silent Friend – Kritik

D, F, HU 2025. Regie: Ildikó Enyedi. Mit: Tony Leung Chiu-Wai, Luna Wedler
Start:

Auf der Suche nach Bildern für das Unbebilderbare: Ildikó Enyedi grübelt in Silent Friend über die Beziehungen von Menschen und Pflanzen und findet neben zarten Mysterien leider auch einige Plattitüden. Kritik 

28 Years Later: The Bone Temple – Kritik

GB, USA 2026. Regie: Nia DaCosta. Mit: Jack O'Connell, Ralph Fiennes
Start:

Die Welt heilen oder sie töten? Nia DaCostas gelungenes Zombiefilmsequel 28 Years Later: The Bone Temple bietet euphorisch friedvolle Bilder, bevor es in einem Kampf gegensätzlicher Geisteshaltungen gipfelt. Kritik 

Ein einfacher Unfall – Kritik

IR, F, L 2025. Regie: Jafar Panahi. Mit: Majid Panahi, Ebrahim Azizi
Start:

Der Cannes-Gewinner Ein einfacher Unfall ist der erste Film seit knapp 20 Jahren, den Jafar Panahi in Freiheit drehen konnte. In Form eines Thrillers verhandelt der iranische Regisseur Fragen um Rache und Vergebung – und blickt in eine Zukunft nach dem möglichen Sturz des Regimes. Kritik 

Holy Meat – Kritik

D 2025. Regie: Alison Kuhn. Mit: Pit Bukowski, Homa Faghiri
Start:

Auf dem schmalen Grat zwischen stilisierter Satire und schablonenhafter Komödie nimmt Alison Kuhns Debütfilm Holy Meat die katholische Kirche, das ländliche Dorfleben und die zeitgenössische Kunst ins Visier. Kritik 

Der Fremde – Kritik

F 2025. Regie: François Ozon. Mit: Benjamin Voisin, Denis Lavant
Start:

Ein Franzose steht in Algerien für den Mord an einem Araber vor Gericht – und für die eigene Gefühlskälte. François Ozons Adaption von Der Fremde ist voller atmosphärischer Bilder, die aber nicht immer zur nüchtern-philosophischen Grundhaltung von Albert Camus’ Romanklassiker passen. Kritik