Neue Filmkritiken

Hot Milk

GB 2025. Regie: Rebecca Lenkiewicz. Mit: Emma Mackey, Vicky Krieps
Start:

Mutter-Tochter-Konflikt unter der glühenden Sonne Spaniens, Vicky Krieps in einer Schlüsselrolle und „Queer Coming of Age“ als Tagline. Klingt verführerisch, führt aber leider zu nichts. Stattdessen ähnelt Rebecca Lenkiewiczs Hot Milk einer hölzernen und klischeebeladenen Telenovela. weiter 

Herz aus Eis

F, D, IT 2025. Regie: Lucile Hadzihalilovic. Mit: Marion Cotillard, Gaspar Noé
Start:

In ihrem düsteren Märchen Herz aus Eis spielt Regisseurin Lucile Hadžihalilović gekonnt auf der Klaviatur des Unheimlichen. Vor lauter Schönheit wird jedoch auch der Plot manchmal von einer allzu eisigen Starre erfasst. weiter 

Little Boy

USA 2025. Regie: James Benning. Mit: Yuan Gao, Nelson De Los Santos

Berlinale 2025 – Forum: Eine ominöse Miniaturwelt, durchschallt von Popsongs und politischen Ansprachen. In little boy misst James Benning die Endzeitdebatten der letzten Jahrzehnte aus. Vor dem Abdriften ins Anekdotische rettet den Film seine kindlich-unbedingte Überzeugung, dass dringend etwas getan werden muss. weiter 

Reflection in a Dead Diamond

B, L, IT, F 2025. Mit: Céline Camara, Koen De Bouw
Start:

Hélène Cattet und Bruno Forzani greifen in Reflection in a Dead Diamond tief in den Bilderfundus des 60er-Jahre-Eurospy-Kinos. Die pulsierende Masse visueller Attraktionen verdichtet sich zu einem Film, nach dem niemand gefragt hat und der darum umso berauschender ist. weiter 

Ich will alles. Hildegard Knef

D 2025. Regie: Luzia Schmid
Start:

Der Knef beim Denken und unaufgeregten, klugen Sprechen zuschauen: Schon dafür lohnt sich Luzia Schmids Doku Ich will alles. Hildegard Knef, die, auch wenn zuweilen irritierend, die nonchalante Künstlerin faszinierend porträtiert. weiter 

Unsere Zeit wird kommen

Ö 2025. Regie: Ivette Löcker

Berlinale 2025 – Forum: Das komplizierte Gemisch aus Abhängigkeiten und Eigenbedürfnissen. Wie die gemeinsame oder fremde Sprache Körper verändern kann. Mit filmischer Anteilnahme porträtiert Ivette Löcker die problembeladene Beziehung eines österreichisch-gambianischen Liebespaars. weiter 

Mickey 17

USA, GB 2024. Regie: Bong Joon Ho. Mit: Robert Pattinson, Toni Collette
Start:

Drei, vier, fünf Filme stecken in Bong Joon-hos neuem Streich Mickey 17. Dazu ein ziemlich superer Robert Pattinson als Nr. 17 seiner von einer Art Sonnenbank ausgedruckten Inkarnationsreihe. Und süße Aliens mit weise in die Welt blickenden Äuglein: Sonderbar und sympathisch ungelenk, wie eine provisorisch zusammengeleimte Laubsägearbeit, kommt das daher. weiter 

Dreams

MEX, USA 2025. Regie: Michel Franco. Mit: Rupert Friend, Jessica Chastain
Start:

In einer unaufgeregten, souveränen, wenn auch ein wenig mechanisch anmutenden Bildsprache erzählt Michel Franco in Dreams von der komplizierten Liebesbeziehung zwischen einem Ballettänzer und Migranten aus Mexiko und einer US-amerikanischen Kulturmäzenin. weiter 

Welcome Home Baby

D, Ö 2025. Regie: Andreas Prochaska. Mit: Reinout Scholten van Aschat, Julia Franz Richter
Start:

Unsere Vergangenheit holt uns alle ein – insbesondere, wenn wir sie verdrängen. Welcome Home Baby macht aus dieser Idee einen visuell starken, allerdings auch recht formelhaften Horrorfilm. weiter 

Lach doch mal

SU, EST 1985. Regie: Leida Laius, Arvo Iho. Mit: Monika Järv, Hendrik Toompere Jr.

Berlinale 2025 – Classics: Eine Waisenhausgeschichte in Moll erzählt die estnische Regisseurin Leida Laius in Lach doch mal (1985). Das Figurenensemble um die 16-jährige Mari ist darin engmaschig in gewaltförmige Verhältnisse verstrickt. weiter