D 2019. Regie: Nora Fingscheidt. Mit: Helena Zengel, Albrecht Schuch Start:
VoD: Das Langfilmdebüt von Nora Fingscheidt handelt vom existenziellen Mangel einer Neunjährigen. Zwar sieht Systemprenger vielen deutschen Filmen ähnlich, tappt aber nicht in die Falle, sich seinen Figuren überlegen zu fühlen. weiter
MEX, CA 2018. Regie: Andrea Bussmann. Mit: Victor Pueyo, Fernando Renjifo
Woche der Kritik 2019: Eine Sturzflut der Epiphanien. Andrea Bussmanns Fausto durchstreift einen Landstrich an der mexikanischen Küste, vertraut den dabei aufgesammelten Bilder aber selbst nicht so richtig. weiter
DK, CA, S, F 2019. Regie: Lone Scherfig. Mit: Zoe Kazan, Andrea Riseborough Start:
Die erstickende Wärme der Menschlichkeit. Lone Scherfigs Berlinale-Eröffnungsfilm The Kindness of Strangers will ein melodramatisches Loblied auf das Gute im Menschen sein, ist aber fürs Preisen wie fürs Weinen zu leidenschaftslos. weiter
USA 2018. Regie: Jonah Hill. Mit: Katherine Waterston, Lucas Hedges Start:
Rumhängen auf der Karriereleiter der Coolness. Jonah Hills Regiedebüt ist mehr als nur eine liebevolle Hommage an die Skaterkultur der Neunziger. weiter
Filmfestival Rotterdam 2019: „Ein Schwert, mit dem man nicht tötet, ist nutzlos.“ In Killing werden die Leute von Gewalt befallen wie von einer Krankheit. Statt in Cyberpunk-Wüsten begibt sich Shinya Tsukamoto in die japanische Provinz des 19. Jahrhunderts und findet die Kräfte der Zerstörung vor allem im Menschen selbst. weiter
TW 2017. Regie: Tsai Ming-Liang. Mit: Chen Shiang-chyi, Lee Kang-sheng
Alles nur eine Täuschung: Das Amsterdamer Filmmuseum EYE zeigte im Januar Tsai Ming-Liangs entschleunigte Virtual-Reality-Arbeit The Deserted. Obwohl das geisterhafte Setting wie ein Film funktioniert, erlebt es doch erst durch das neue Medium seine Vollendung. weiter
Walt Kowalski is breaking bad: Ein mit der Moderne im Clinch liegender alter Blumenzüchter blüht in seinem neuen Job als Drogenkurier richtig auf. Alles könnte so leicht sein in Clint Eastwoods neuem Film The Mule, wäre da nicht die Familie. weiter
Erst als Erwachsener erfährt Regisseur Éric Caravaca von seiner verstorbenen Schwester. Carré 35 nimmt ihr Grab in Casablanca zum Ausgangspunkt, um Familien- und Kolonialgeschichte zu verknüpfen. weiter
Am Anfang steht eine Irritation, am Ende eine Erschütterung: Ein Regisseur des Raumes und ein Architekt in der Zeit schreiben ihre Autobiografie. In Bickels [Socialism] bereist Heinz Emigholz Israel und hält die Bauten des Kibbuz-Architekten Samuel Bickels filmisch fest. weiter
USA 1980. Regie: James Glickenhaus. Mit: Christopher George, Samantha Eggar
Neu auf DVD: Ein Rächer mit weichem Gesicht und Dackelblick. James Glickenhaus' Der Exterminator (1980) ist ein schäbiger Selbstjustiztrip durchs postapokalyptische New York. weiter