Das Leben meistern, indem man es an der Nase herumführt: Der chamäleonhafte George und die manisch-depressive Camille pendeln zwischen Ekstase und Absturz. Warten auf Bojangles liegt mit der Realität genauso im Clinch wie seine beiden Hauptfiguren. Filmkritik
VoD: Border-Regisseur Ali Abbasi kehrt mit einem Thriller über einen Frauenmörder im Iran zurück. Gedreht wurde Holy Spider in Jordanien – gerade dadurch ermöglicht er seltene Einblicke in die iranische Gesellschaft. Filmkritik
Wenn das Filmmaterial schon dem Untergang geweiht ist, brennt sich jede Aufführung als einmaliges Ereignis ein. Das Frankfurter Festival Terza Visione elektrisiert den Kinosaal mit italienischen Genreraritäten. Eindrücke vom diesjährigen Programm. Special
Sex, Geld, gesellschaftliche Stigmata und ein Generationenkonflikt. Die ruhigen Bilder von Moneyboys werden von brutalen Brechstangen, wiederholten Verhaftungen und familiären Eskalationen gestört – aber auch tanzend in Schwingungen versetzt. Filmkritik
Im Karussell des sozialen Unbehagens: Kiyoshi Kurosawa schickt seine junge Protagonistin mit einem scheinbar feindseligen Team zu absurd anmutenden Dreharbeiten nach Usbekistan. To the Ends of the Earth ist ein ruhiger Film, in dem doch allerlei Flieh- und Rotationskräfte wirken. Filmkritik
Die 79. Filmfestspiele in Venedig haben ihr üppiges und vielversprechendes Programm veröffentlicht. Mit dabei sind neue Filme von Walter Hill, Jafar Panahi, Joanna Hogg, Luca Guadagnino, Paul Schrader, Darren Aronovsky, Lav Diaz, Frederick Wiseman, Rebecca Zlotowski, Ti West und noch einigen mehr. News
Neu auf MUBI: Ein Dokumentarfilm? Ein Thriller? Auf jeden Fall ein Film, bei dem wir einiges über den (imaginären) Ort Macao erfahren und noch mehr vielleicht über unsere eigenen Vorstellungen, die wir da unablässig auf die unterdeterminierten Bilder projizieren. Filmkritik
VoD: Den Wertungen und Geschichten davonhüpfen. Die eigentlichen Protagonisten in Grand Jeté sind Nadjas und Marios Körper. Die Hintergründe ihrer inzestuösen Beziehung kümmern den Film wenig. Filmkritik
Neu auf DVD: Normale Leute in den Klauen spaßbefreiter Unmenschen. In Harald Brauns Zwischen gestern und morgen (1947) erscheint Deutschland als erstes von den Nazis besetztes Land, in dem nur ein paar wenige und grundsätzlich die anderen schuld waren. Filmkritik
Alex Garlands Folk-Horror Men sucht in gleißender UHD-Optik nach den okkulten Wurzeln toxischer Männlichkeit. Dabei ist er in seinen zartesten Momenten am verstörendsten. Filmkritik