Als schwule RomCom folgt Bros der klassischen Harry-&-Sally-Formel, aber versucht mit seinen Witzen der Heteronormativität zu entgehen – und erzählt vom Widerspruch, sich nicht anpassen und gleichzeitig normal sein zu wollen. Filmkritik
Das Ukrainian Film Festival in Berlin gewährt auch in diesem Jahr wieder einen Einblick ins aktuelle Filmschaffen des Landes. Etwa in Dmytro Sukholytkyy-Sobchuks Gangsterfilm um einen zum Schmuggeln verdammten Familienvater. Pamfir verbindet märchenhafte Mystik mit schnörkelloser Erzähltradition. Filmkritik
Heinz Emigholz präsentiert auf dem DOK Leipzig ein Film-Triptychon, das zeigt, wie in den Häusern der Moderne geschlachtet, aber manchmal auch die Moderne selbst zur Schlachtbank geführt wird. Special
VoD: Jeder Frame eine Entdeckungsreise. In poetischen 16-mm-Aufnahmen liefert Regisseurin Jacquelyn Mills eine Charakterstudie über eine einsame Insel und ihre einzige Bewohnerin und wird dabei von der Beobachterin zur Kollaborateurin. Filmkritik
Zu Unrecht vergessene DEFA-Werke, Begegnungen mit der Ukraine und eine gefilmte Nachlassverwaltung: Beim DOK Leipzig stellen Filme Gemeinschaft her, verbiegen sich aufrichtig und suchen in Foto-Archiven nach einem Horror namens Zukunft. Special
Die Hölle ist eine Kleinstadt, in deren Tunneln Michael Myers auf die Eskalation wartet. David Gordon Greens Abschluss seiner Halloween-Trilogie ist ein vielgestaltiges Faszinosum, das Traditionen in Frage stellt. Filmkritik
Neu auf MUBI: Lucile Hadzihalilovic taucht eine karge Wohnung in ein dunstiges Zwielicht. Die Geschichte um einen Mann, ein Kind und ein tägliches Zahnspangen-Ritual ist auch nicht durchsichtiger. Sie spielt wahrscheinlich nach dem Zweiten Weltkrieg – falls sie überhaupt in einer realen Welt stattfindet. Filmkritik
VoD: Die Reichen und Schönen räkeln sich an Deck eines Kreuzfahrtschiffs, allesamt unsympathisch und ein bisschen dumm. Kopfschüttelnd schaut Ruben Östlund ihnen in seiner Satire Triangle of Sadness zu und lächelt in sich hinein. Filmkritik
Am meisten glänzte sie, wenn sie rücksichtslos sein durfte und die Worte nur so aus ihr heraussprudelten. Wo ihr Studio Paramount auf kultivierte Gewitztheit setzte, gab Carole Lombard (1908–1942) lieber den verbalen Straßenkämpfer. Eine Würdigung zum Geburtstag. Special
Nach dem Ende einer schwulen Bilderbuchehe erlebt Antonio neue Freiheiten beim Sex und beim Backen. Zwischen Grindr und Rainbow Cakes tariert die RomCom Mascarpone geduldig Abhängigkeit und Selbstbestimmung aus. Filmkritik