In einem kleinen Dorf in der Bretagne hat sich eine Drehbuchwerkstatt etabliert, die verspricht, mit agilen Methoden gegen verkrustete Strukturen beim Entwickeln von Drehbüchern vorzugehen, spielerisch und mit ziemlich viel Eifer. critic.de war bei Less is More zu Besuch und hat dessen künstlerischen Leiter Antoine Le Bos interviewt. Special
Neu auf DVD: Im selben Jahr wie Nosferatu drehte F.W. Murnau einen Film über eine Amour fou, die einen kleinen Angestellten Job, Ruf und Freiheit kostet. Statt vor einem Schreckgespenst mit Krallen erstarren die Leute in Phantom vor einer körperlosen Schönheit. Filmkritik
Die Zensur des Hays-Codes im Hollywood der 1930er Jahre betraf nicht nur Sex und Moral, sondern bedeutete vor allem das Ende einer Lust an der Form. Eine gestern zu Ende gegangene Reihe des Filmkollektivs Frankfurt zeigt Musical-Bilder, die noch nicht gemaßregelt wurden. Special
Jede Besessenheit ist auch erstmal eine körperliche Befreiung, und Der Exorzist – Bekenntnis hat Spaß daran, das auszureizen. Die kommende Trilogie lässt sich in David Gordon Greens Film bereits in Grundzügen ablesen. Filmkritik
Ein neues, dem jungen europäischen Kino gewidmetes Online-Festival zeigt ab heute nicht nur eine Auswahl aktueller Filme, die zuvor in Cannes, Venedig und Sundance liefen, sondern hat auch gleich noch eine virtuelle Festivalwelt im Computerspiel Minecraft entworfen. News
Rodrigo Morenos dreistündiger Bankraub-Film The Delinquents erschafft einen cinephilen Schutzraum auf dem Lande, Ryusuke Hamaguchis Evil Does Not Exist verweigert sich holzhackend Kino-Nostalgie wie Landschwärmerei. Special
Wer klatscht wo mit? Raven Jacksons von der US-Kritik gefeierter Coming-of-Age-Film All Dirt Roads Taste of Salt will mit Händen gefühlt werden, Guto Parentes Horror-Covid-Selbstreflexion A Strange Path bleibt schön inkonsequent. Special
Ex-Soldat sucht Superwaffe und Familie: Gareth Edwards Sci-Fi-Epos The Creator kennt nur zwei mögliche Umgänge mit Künstlicher Intelligenz – komplette Auslöschung oder vollständige Akzeptanz. Filmkritik
Christos Nikous High-Concept-Indie-Film Fingernails um eine Folterpraxis als Liebesbeweis entpuppt sich als angenehm altmodische RomCom, Isabella Eklöfs panskandinavische Koproduktion Kalak als aufdringlich intime Arthouse-Tortur. Special
Neu auf Bluray: Im gleichen Jahr wie sein berühmter Erstling Menschen am Sonntag kam ein weiterer Film Robert Siodmaks in die Kinos. Abschied (1930) wird vom Melodram um eine Trennung zusammengehalten, liefert aber in erster Linie ein Potpourri der Lebensrealitäten im Berlin der frühen 1930er Jahre. Filmkritik