Neu auf critic.de

Ich reise allein – Kritik

Ein umtriebiger Partylöwe muss unverhofft Vaterpflichten erfüllen. Das klingt wenig originell, doch die norwegische Tragikomödie spart nicht mit Überraschungen und Seitenhieben auf die Biografie von Marcel Proust. Filmkritik 

Let Me In – Kritik

„Do you know where your children are?” Das US-Remake des schwedischen Horrordramas So finster die Nacht (2008) platziert ein einsames Vampirmädchen in den Kalten Krieg der Reagan-Ära. Filmkritik 

Der Ruf der Wale – Preview

Liebe in Zeiten des Kalten Krieges. Der Ruf der Wale erzählt, wie im Jahr 1988 am nördlichen Polarkreis von Eismassen eingeschlossene Wale zum Politikum zwischen Russen und Amerikanern werden. ... Preview 

Good Bye – Kritik

Kurzer Film zum langen Abschied: Mohammad Rasoulof inszeniert eine bedrückende Studie in Paranoia, Repression und Willkür. Filmkritik 

Rubbeldiekatz – Kritik

Detlevs Bucks Komödie Rubbeldiekatz sucht leichte Gags und steckt Matthias Schweighöfer in ein Frauenkostüm, das diesem überraschend gut steht. Filmkritik 

Sarahs Schlüssel – Kritik

In Sarahs Schlüssel erzählt Gilles Paquet-Brenner vom Schicksal zweier jüdischer Kinder im Paris der frühen 1940er Jahre und schafft es fast, die Gefühlsduselei abzuschütteln. Filmkritik 

Sally Potter in Arsenals lebendigem Archiv

Ein kurzfristiger Hinweis: Morgen, 13.12.2011, um 19h laufen in der Reihe "Living Archive" des Berliner Kinos Arsenal zwei Filme von Sally Potter. Die feministische britische Filmemacherin, deren Arbeit mit Tanz und im Theater in ihre Filme starken Einzug hält, dürfte vor allem für Orlando, Yes und Rage ein Begriff sein. Zu sehen sind zwei frühe Werke: The Gold Diggers (1983) und der Kurzfilm Thriller (1979). Beide erzählen aus dezidiert weiblicher Perspektive. Sally Potter zu The Gold Diggers:

"Ich betrachte diesen Film als ein Musical, das eine weibliche Suche beschreibt. Während des Arbeits- und Herstellungsprozesses traten dieselben Fragen auf, die der Film sich zu stellen bemüht: Fragen nach den Beziehungen zwischen Gold, Geld und Frauen; nach der Einbildung, Frauen seien machtlos; nach der tatsächlichen und der inneren Suche nach Gold; nach der Bildsprache des Unbewussten und seiner Beziehung zu der Macht des Films; wir rufen uns die Kindheit und die Erinnerungen vor Augen und betrachten die Filmgeschichte als kollektives Gedächtnis der Bilder, die wir von uns haben und die man sich von uns als Frauen macht."

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