Unser Podcast ist zurück aus der etwas lang geratenen Sommerpause. Diesmal geht es um den Begriff Mainstream, Edward Bergers Bestseller-Verfilmung Konklave, Steve McQueens Apple-Produktion Blitz sowie Festivalfilme aus Leipzig und Mannheim.
Special
Regisseurin Klaudia Reynicke entfaltet ein Familiendrama vor dem Hintergrund des zerrütteten Peru im Sommer ’92. Das politische Chaos als Brandbeschleuniger für private Konflikte wird in Reinas dabei eher behauptet als gezeigt. Filmkritik
Im November verwandelt sich das elegante Almanac-Hotel für ein paar Tage in ein Mekka des experimentierfreudigen Filmschaffens. Das Angebot ist so schillernd, divers und nervig, wie es sich für ein zeitgenössisches Videokunst-Festival gehört. Special
Vom beinharten Kartell-Boss zur einfühlsamen Kämpferin für Gerechtigkeit: Die Heldin von Jacques Audiards melodramatischem Gangster-Musical wechselt zwar Milieu, Identität und Geschlecht, muss jedoch feststellen, dass das gar nicht so einfach ist. Filmkritik
Eine kleine Enklave in Hongkong wird von einem übermächtigen Außen bedroht. In zwei Modi kommt Soi Cheangs City of Darkness zu sich: bei maximaler Verkitschung und bei maximaler Gewalt – beides atemberaubend choreografiert. Filmkritik
Staatsfernsehen oder Instagram? Der inzwischen aus dem Iran geflohene Regisseur Mohammad Rasoulof zeigt, wie die persische Diktatur Generationen spaltet und Familien zerreißt. Die Saat des heiligen Feigenbaums ist ein politisches Familiendrama, das zu einem rasanten Thriller wird. Filmkritik
Zwei Figuren, die einen See aufsuchen, Geschichten, die vom Wasser erzählen, ein Film, der in viele Richtungen wabert: Dane Komljens experimenteller Afterwater erprobt neue Wahrnehmungen von Zeit und Raum, bis ihm sein Konzept dazwischenkommt. Filmkritik
Oberschurken in Mabuse-Tradition, das alte Europa, gefiltert durch Hollywood-Pulp-Fantasien, Jerry Goldsmiths zwischen Intellekt und Affekt pendelnde Filmmusik und weiße Ratten in der Nürnberger Altstadt. Eindrücke vom 9. Festival des Actionkinos. Special
Gemeingefährliche Krabbeltiere aus der Wüste landen in einem brutalistischen Appartmentkomplex, der sich als Wildnis anderer Art erweist: Sébastien Vanicek mischt in seinem Debüt souverän Banlieue-Drama, Spinnen-Horror und actionreichen Überlebenskampf, verhebt sich aber ein wenig im Finale. Filmkritik
Twists wie in griechischen Dramen: Schließe mich in deine Arme (1954) ist ein klassisch mexikanischer Rumbera, ein atemloses Melodram, in dem eine Frau ins Unglück gestürzt wird, von dort aber die Flucht nach vorn antritt und zum Filmstar aufsteigt. Filmkritik