Der Glaube als bloße Devotionalie: Mel Gibsons Film über einen Gewaltverweigerer im Kampfeinsatz betrachtet den Zweiten Weltkrieg als großes religiöses Dilemma, verlässt dabei aber nie die Bahnen eines treuherzigen Nihilismus. Filmkritik
Hölle ist dort, wo ein Film sich selbst verleugnet: Stefan Ruzowitzkys Die Hölle – Inferno schämt sich so sehr vor den eigenen Genremotiven, dass er sie ständig verstecken muss. Filmkritik
MUBI: Coming of Age, Taking the Cab. Von einem, der nicht auszog, die Urban Haute Bourgeoisie kennenzulernen, und trotzdem nicht umhinkam. Über Whit Stillmans Debütfilm Metropolitan. Filmkritik
My French Film Festival: Inzest auf der Flucht: Valérie Donzelli entfesselt eine Legende aus dem 16. Jahrhundert und fängt sie dann doch wieder ein. Filmkritik
Kino für daheim: Für einen Monat widmet sich das Online-Festival wieder dem jungen französischsprachigen Kino. News
Der Regisseur Ola Balogun ist ein früher und einflussreicher Vertreter des nigerianischen Kinos. Außerhalb seiner Heimat kennt ihn jedoch kaum jemand. Eine Retrospektive im Berliner Arsenal soll das ändern. News
Auf fast jedem anderen Festival würde ein Film wie der von Ben Russell in einer Nebenreihe laufen, nicht so in Locarno. Filmkritik
Zwei Waisenkinder fliehen vor dem bösen Stiefvater in den tiefen, dunklen Wald.Der türkische Regisseur Reha Erdem macht daraus ein berauschend schönes Märchen über den Verlust der Unschuld und die Vertreibung aus dem Paradies. Filmkritik
Einsame Cowboys, weit weg von zu Hause: In Hell or High Water bäumt sich der alte Wilde Westen noch einmal auf. Man hört es im Lachen von Jeff Bridges, bevor es in ein Schluchzen umschlägt. Filmkritik
Das Leben und die Liebe der Expats: Barcelona ist bis heute der wohl unbekannteste Film in Whit Stillmans Werk – und eine wunderbare Komödie über Antiamerikanismus. Filmkritik