Classical Period – Kritik
MUBI: Früh zum Lesen aufstehen, um der Mittagshitze zu entrinnen. Ted Fendts etwas spröder Film über ziemlich spröde Geistesmenschen schaut genau hin, hört gut zu und hält sich im Urteil doch zurück. Filmkritik
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MUBI: Früh zum Lesen aufstehen, um der Mittagshitze zu entrinnen. Ted Fendts etwas spröder Film über ziemlich spröde Geistesmenschen schaut genau hin, hört gut zu und hält sich im Urteil doch zurück. Filmkritik
Gibt Gus van Sant in Don’t Worry, He Won’t Get Far on Foot dem Pathos die richtige Lautstärke? Und hat Guy Maddins The Green Fog ausreichend Hang zum camp? Außerdem: Auf der Suche nach Epiphanien in Lav Diaz’ In Zeiten des Teufels. Special
Eine Sauftour mit Jack Black ist selten eine gute Idee: In seinem Remix-Biopic Don’t Worry, He Won’t Get Far on Foot schickt Gus Van Sant den querschnittsgelähmten Cartoonisten John Callahan zu den Anonymen Alkoholikern. Filmkritik
Teuflisch gut, kaum zu ertragen: In Lav Diaz’ In Zeiten des Teufels versuchen alle, den zaudernden Dichter wachzusingen. Der greift zur Schreibmaschine, wieder einmal zu spät. Filmkritik
Keine Angst vor Relevanz! Drei Filme aus dem diesjährigen Berlinale-Programm verbauen die sogenannte Flüchtlingskrise in ihre Werke. Weil die dabei sowohl dem Nähe- wie dem Distanzfetisch entsagen, enthalten sie eigene Vorschläge eines politischen Kinos. Special
In Kiyoshi Kurosawas Foreboding bereitet der Zeigefinger eines außerirdischen Spions den Weltuntergang vor. Der Schrecken der Alien-Invasion findet dabei nicht auf blutigen Schlachtfeldern statt, sondern verlagert sich in das Herz der japanischen Gesellschaft. Filmkritik
Eine Ikone des Leidens, hinter der der lebendige Mensch unsichtbar bleibt: 3 Tage in Quiberon durchschaut dieses Konstrukt, doch dem schönen Bild der traurigen Romy Schneider kann auch er nicht widerstehen. Filmkritik
Wieder wird auf Utøya geschossen: Erik Poppe dreht ein grässliches Reenactment-Spektakel über die Opfer der Anschläge in Norwegen. Außerdem: Romy Schneider lernt man immer noch am besten in ihren eigenen Filmen kennen (3 Tage in Quiberon von Emily Atef).
Massenmord als Attraktion: Erik Poppe inszeniert in U – July 22 das Breivik-Attentat als eine Geisterbahnfahrt über den Tatort. Seine Schauwerte: Sterbende Jugendliche und Kinderleichen, auf denen Telefone klingeln. Filmkritik
Das Alte Testament nach Kim Ki-duk: In Human Time, Space and Human steigt ein Kriegsschiff für Urlauber in den Himmel auf. Über den Wolken folgt der Kreislauf des Lebens jedoch nur Kims Menschenhass. Filmkritik